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Ahr-Winzer warten noch immer auf Spendengelder

Gesetze blockieren Auszahlung - Ahr-Winzer warten noch auf Spendengelder

© FFH/Hartmann

Verschlammte Weinflaschen - Symbol für das Leid der Winzer nach der Jahrhundertflut an der Ahr

Die Jahrhundertflut an der Ahr im vergangenen Sommer hat zahlreichen Winzern  Weinberge, Maschinen und ganze Gebäude zerstört. Viele Menschen haben sofort gespendet, auf privaten Plattformen oder auch der Spendenaktion der VdP-Weingüter - so kamen Millionen zusammen.

Spenden eigentlich nur für Privatpersonen

Doch von dem Geld ist bis heute kein Cent bei den Winzern angekommen. Die Behörden schieben die Verantwortung dafür  hin und her. Gesetze und Erlasse sagen, nur bedürftige Privatpersonen dürfen Spenden bekommen - die Winzer sind aber Unternehmer. So liegen die Millionen noch immer auf den Spendenkonten.

Staatshilfen reichen oft nicht aus

Daniel Koller, Initiator der Hilfsaktion "Flutwein" sagte uns:  Kleinere staatliche Soforthilfen wurden zwar ausgezahlt, die reichten aber oft nicht, die Schäden seien einfach zu riesig. Wenn die eingefrorenen Spendengelder nicht bald fließen - was bedeutet das für die Winzer?

 

Daniel Koller von der Hilfs-Initiative "Flutwein" zu FFH: "Die Winzer brauchen schnell Hilfen"

Also in erster Linie bedeutet das natürlich eine Unsicherheit und unplanmäßig Keith, da diese Gelder dringend benötigt werden. Wir brauchen neue Maschinen. Die Maschinen sind alle kaputt. Wir brauchen Fässer, weil die Winzer wollen alle weitermachen. Und die Frage wird sie jetzt natürlich klären. In den nächsten Wochen Monaten Wer wird denn überhaupt noch weitermachen können? Aus rein finanziellen Sicht arm. Dafür brauchen wir jetzt schnelle Entscheidungen.

© HIT RADIO FFH

Land schiebt es auf den Bund

Dass man die Spenden nicht auszahlen könne, liege aber an Bundesgesetzen, sagt die die Landesregierung auf unsere Anfrage. Man suche aber jetzt nach Lösungen. Die Winzer bestätigen uns: Jetzt gibt es endlich ein Gesprächsangebot. 

Daniel Koller im FFH-Gespräch: Der Bund muss mit ins Boot, denn "das ganze Spendenrecht muss reformiert werden"

Diese Woche erfolgte eine erste Kontaktaufnahme. von der Landesregierung in Mainz aus der Finanzverwaltung.

Und wir hatten ein erstes sehr konstruktives Gespräch. Es wurde auch klar signalisiert, dass an einer schnellen und auch unbürokratischen Lösung gearbeitet werden soll. Nicht es so trotz, dass es auch in der Thematik, die auch im Bundesgesetz sozusagen steht, Wir brauchen. Gene El, eine Reform des Spenden Rechts. Und wir würden uns allerdings auch hoffen oder Air hoffen, dass auch von der Bundesebene ähnliche Signale kommen. Doch dort eine Gesprächsbereitschaft gezeigt wird. Und wir hoffen, dass das Land dann diesen Dialog auch anführt, um der Bund sich der auch noch mal meldet.

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Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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