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Angst vor Vogelgrippe im Kreis Groß-Gerau

Kreis ordnet Stallpflicht an - Zoo Heidelberg wegen Vogelgrippe zu

© Zoo Heidelberg

Nichts los im Heidelberger Zoo: Besucher dürfen nicht rein und auch die Vögel sind zum Schutz vor der Vogelgrippe in ihrem Haus untergebracht.

Aus Angst vor der Ausbreitung der Vogelgrippe hat der Kreis Groß-Gerau jetzt eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Grund ist ein Ausbruch im nicht weit entfernten Baden-Württemberg. Hier hat jetzt auch der Zoo in Heidelberg reagiert. und lässt keine Besucher mehr rein.

Im Kreis Groß-Gerau müssen etwa Hühner oder Puten entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung gehalten werden, die gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert sei, teilte der Kreis mit.

Einzige Kommune in Hessen mit Stallpflicht

Nach Angaben des hessischen Umweltministeriums ist Groß-Gerau derzeit die einzige Kommune im Land, die eine solche Maßnahme verhängt hat. "Der Kreis reagiert mit der Verfügung auf einen Ausbruch der Geflügelpest in einer Tierhaltung in Baden-Württemberg, rund 40 Kilometer von der Kreisgrenze des Kreises Groß-Gerau entfernt", heißt es in einer Mitteilung der Kommune.

Mehrere Fälle im Heidelberger Zoo

Im Heidelberger Zoo wurde vergangene Woche bei einer Gans das Vogelgrippe-Virus nachgewiesen, nun auch bei weiteren Tieren. Der Zoo betont: Für Besucher bestand dadurch keine Gefahr. Trotzdem müssen sie jetzt erst mal draußen bleiben. Wann der Zoo wieder aufmacht, ist unklar. Die Experten des Ministeriums, der Stadt Heidelberg und des Zoos arbeiteten aktuell an einem Konzept, das eine Wiedereröffnung des Zoos ermöglicht, teilt der Zoo mit.

Großer Schaden durch Vogelseuche

Die Vogelseuche ist unter den Tieren hoch ansteckend. In Geflügelbetrieben kann sie großen Schaden anrichten, wenn ganze Bestände getötet werden müssen. Der Schaden lag im vergangenen Winter bundesweit bei mehr als 20 Millionen Euro.

Für Tiere hoch ansteckend

"Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine hoch ansteckende Erkrankung, die neben Tierverlusten hohe wirtschaftliche Einbußen für die betroffenen Haltungen zur Folge hat", sagte Amtstierärztin Katrin Stein laut Mitteilung. Zudem habe sich gezeigt, dass der Handel mit Geflügel eine weitere erhebliche Verschleppungsgefahr darstelle.

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