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Eltern müssen umplanen - erneut Warnstreiks in hessischen Kitas

Eltern müssen umplanen - Erneut Warnstreiks in Hessens Kitas

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Symbolbild

Auch in dieser Woche müssen Eltern in Teilen von Hessen, Rheinland-Pfalz und auch im Saarland mit Warnstreiks in Kitas rechnen.

Zu den Arbeitsniederlegungen im Sozial- und Erziehungsdienst haben die Gewerkschaften Verdi und GEW aufgerufen. Kundgebungen und Demos sind heute geplant in Marburg, Rüsselsheim, Darmstadt und Wiesbaden.

Städtische Kitas in Rüsselsheim bleiben zu

Betroffen ist heute etwa Rüsselsheim im Kreis Groß-Gerau. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind alle Beschäftigen im Sozial- und Erziehungsdienst zum Streik aufgerufen. In den städtischen Kindertagesstätten, Horten und Betreuungsschulen wird es demnach keine Kinderbetreuung geben – auch keinen Betreuungsnotdienst.

Auch Riedstadt und Groß-Gerau betroffen

In Riedstadt im Kreis Groß-Gerau bleiben nach Angaben der Stadt zehn Kitas geschlossen. Uneingeschränkt geöffnet bleiben demnach die Naturkindertagesstätte in Wolfkehlen und die Kita Sonnenschein in Erfelden. Die Kita „Am Park“ in Goddelau biete eine Betreuung von 7 bis 14 Uhr an, die Kita „Am Bürgerhaus“ in Wolfskehlen von 7 bis 15 Uhr. Die pädagogische Spätbetreuung in der Grundschule Wolfskehlen werde wie üblich angeboten. Die Schulkindbetreuungen in Erfelden und Leeheim blieben dagegen ebenfalls geschlossen.

Auch in der Kreisstadt Groß-Gerau wird es in den städtischen Kindertageseinrichtungen wegen des Warnstreiks teilweise zu Einschränkungen bei der Kinderbetreuung kommen. 

Etliche Kommunen in Rheinland-Pfalz machen mit

Den Anfang bei unseren Nachbarn macht heute und morgen die Pfalz. Für die Städte Dudenhofen, Frankenthal, Kaiserslautern, Landau, Ludwigshafen, Neuhofen, Pirmasens, Speyer, Schifferstadt, Worms und Zweibrücken rechnet Verdi insgesamt mit 600 bis 700 Teilnehmern an Aktionen. Für den heutigen Tag ist in Ludwigshafen zudem eine Demonstration durch die Innenstadt geplant.

Streiks im Raum Trier

Am Donnerstag und Freitag sollen in insgesamt rund 160 Einrichtungen im Raum Trier und im Saarland Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit ruhen lassen, wie Verdi weiter mitteilte. Zudem werde am Donnerstag in Saarbrücken demonstriert. Ebenfalls für Donnerstag ruft die Gewerkschaft GEW zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen in den rheinland-pfälzischen Kommunen sowie bei der Protestantischen Landeskirche der Pfalz auf.

Laufender Tarifkonflikt

Hintergrund ist der Tarifkonflikt der Gewerkschaften mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände. Die bundesweiten Tarifverhandlungen sollen am 16. und 17. Mai in Potsdam fortgesetzt werden. Verdi und die GEW fordern Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und eine höhere Eingruppierung von Beschäftigten. Eine FFH-Recherche hat gezeigt, dass es in Hessen wegen Personalmangels zu Betreuungs-Ausfällen kommt. Bundesweit betrifft der Tarifvertrag rund 330.000 Menschen.

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