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SPD will mit Union sprechen - Schulz wiedergewählt

SPD will mit Union sprechenSchulz als Parteichef wiedergewählt

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Zehn Wochen nach der historischen Schlappe bei der Bundestagswahl hat die SPD Martin Schulz als Parteichef wiedergewählt. Allerdings erhielt er beim SPD-Parteitag kurz vor Beginn der Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung nur 81,9 Prozent der Stimmen - das sechst schlechteste Ergebnis eines SPD-Vorsitzenden. Kurz zuvor hatten die Delegierten mit großer Mehrheit den Gesprächen mit CDU und CSU zugestimmt.

"Wünsche mir bessere Zeiten"

Als Schulz im März den Parteivorsitz übernommen hatte, war er mit 100 Prozent der Stimmen gewählt worden. Nach diesem Ergebnis habe er schwere Zeiten erlebt, sagte Schulz am Abend nach der Abstimmung mit Blick auf den Absturz bei der Bundestagswahl auf 20,5 Prozent. "Ich wünsche mir, dass auf der Grundlage dieses Ergebnisses bessere Zeiten kommen."

Schäfer-Gümbel erneut zum Bundes-Vize der SPD gewählt

Auch der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel ist erneut zum Bundes-Vize seiner Partei gewählt worden - mit 78,3 Prozent der Delegiertenstimmen. Vor zwei Jahren waren es noch 88 Prozent gewesen. Der SPD-Fraktionschef im hessischen Landtag will 2018 im dritten Anlauf Ministerpräsident werden. Der Parteilinke arbeitete federführend das Steuerkonzept für das Wahlprogramm aus. Schäfer-Gümbel ist seit 2013 Vize.

Ergebnisoffene Gespräche mit Union

Der Wiederwahl des Parteichefs und des Bundesvize war eine rund fünfstündige kontroverse Debatte über die Zukunft der SPD vorausgegangen. Der Parteivorstand setzte sich mit seinem Vorschlag durch, ergebnisoffene Gespräche mit der Union über eine Regierungsbildung zu führen.

Jusos gegen Groko

Drei Ergebnisse sind möglich: Neuauflage der großen Koalition, Tolerierung einer Minderheitsregierung und Neuwahlen. "Es gibt keinen Automatismus für irgendetwas", versprach Schulz. Die Jusos hätten eine weitere große Koalition mit der Union gern ausgeschlossen.

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