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Milliarden-Betrug durch Cum-Ex-Geschäfte in Hessen

Steuerbetrug durch Cum-Ex1,3 Milliarden Euro Schaden in Hessen

Mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften sollen Banken und Börsenhändler den deutschen Staat um 5,3 Milliarden Euro betrogen haben. Allein in Hessen beläuft sich der Schaden auf rund 1,3 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte Hessens Finanzminister Thomas Schäfer. 

Hessens Finanzbeamte holen das Geld zurück

Staatsanwälte und Steuerfahnder gingen In Hessen inzwischen 32 Verdachtsfällen nach. Demnach habe der hessische Fiskus bisher 770 Millionen Euro erfolgreich zurückgefordert.  22 Prüfungen liefen noch. Da geht es um etwa 400 Millionen Euro Steuergeld. 

Wie funktionierte das ?

Bei den umstrittene Cum-Ex-Deals schoben Investoren rund um den Dividendenstichtag Aktien mit ("cum") und ohne ("ex") Ausschüttungsanspruch rasch zwischen mehreren Beteiligten hin und her, bis dem Fiskus nicht mehr klar war, wem sie überhaupt gehörten. Die Folge: Bescheinigungen für die Rückerstattung der Kapitalertragsteuer wurden mehrfach ausgestellt, obwohl die Steuer nur einmal gezahlt wurde. Ob das illegal war, ist noch nicht abschließend richterlich geklärt.

Konrad Neuhaus

Reporter:
Konrad Neuhaus

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