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SPD: Widerstand gegen frühen Stabwechsel an Nahles

Nahles als SPD-Vorsitzende? - Widerstand gegen vorzeitigen Stabwechsel

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In der SPD formiert sich massiver Widerstand gegen eine vorzeitige Übergabe des Parteivorsitzes an Andrea Nahles. Die SPD in Schleswig-Holstein wandte sich gegen Überlegungen der Parteispitze, dass Nahles den Parteivorsitz kommissarisch von Parteichef Martin Schulz übernimmt, bevor ein Parteitag über die Neubesetzung entscheidet. Auch der Landesvorstand der Berliner SPD ist nach Informationen des rbb nahezu einhellig der Auffassung, dass zunächst einer der Stellvertreter die Partei führen sollte.

Flensburger OB Lange will kandidieren

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange kündigte überraschend ihre Kandidatur für den Parteivorsitz an. "Ich werbe für eine Basiskandidatur und möchte den Mitgliedern wieder eine Stimme geben und sie an diesem Entscheidungsprozess ernsthaft beteiligen", begründete die 41-Jährige ihren Schritt in einem Schreiben an den Bundesvorstand, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie wolle den Mitgliedern wieder das Gefühl geben, "dass sie es sind, die die Stimmung und die Richtung der Partei bestimmen".

Schulz wird wohl sofortigen Rückzug verkünden

Präsidium und Vorstand der Sozialdemokraten wollen im Laufe des Tages über das weitere Vorgehen beraten. Erwartet wurde bisher, dass Schulz seinen sofortigen Rückzug vom Parteivorsitz verkünden wird. Führende SPD-Politiker hatten sich dafür ausgesprochen, Nahles rasch zur kommissarischen Parteichefin zu ernennen. Sie müsste dann binnen drei Monaten formal bei einem Parteitag gewählt werden.

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