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Fulda: Polizeipräsident nimmt Beamte in Schutz

Fulda: Nach tödlichen Schüssen - Polizeipräsident nimmt Beamte in Schutz

Nach den tödlichen Polizei-Schüssen auf einen gewalttätigen Flüchtling in Fulda hat der Polizeipräsident Kritik am Vorgehen der Beamten zurückgewiesen. "In der öffentlichen Diskussion und in den sozialen Netzwerken verschaffen sich auch Stimmen Gehör, die der Polizei schwerwiegende Vorwürfe machen. Ich sehe dies nicht so und verurteile die Art und Weise von vorschnellen und undifferenzierten Urteilen über das Handeln der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen", sagte Günther Voß.

"Kein Zweifel am rechtmäßigen Handeln" der Polizisten

"Ich habe bisher keinen Zweifel an dem rechtmäßigen Handeln der eingesetzten Kräfte." Bei einem Polizeieinsatz war am Freitag ein 19-jähriger Flüchtling aus Afghanistan erschossen worden. Er hatte erst vor einer noch für Kunden geschlossenen Bäckerei randaliert und einen Lieferfahrer mit einem Stein schwer am Kopf verletzt.

Als er auch zur Hilfe gerufenen Beamte mit Steinen und einem Schlagstock attackierte, wurde er von einem Beamten erschossen. Das Landeskriminalamt ermittelt. Nach dem Einsatz wurde die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes in Frage gestellt. Kritik kam unter anderem von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen.

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