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Gießener Asyl-Erstaufnahme modellhaft?

Erstaufnahme statt Ankerzentrum - Flüchtlings-Einrichtung Gießen bleibt

Die Gießener Erstaufnahmeeinrichtung könnte Modell für "Ankerzentren" in anderen Bundesländern sein
© FFH/Hartmann

Die Gießener Erstaufnahmeeinrichtung könnte Modell für "Ankerzentren" in anderen Bundesländern sein

Bei der Erst-Aufnahme von Flüchtlingen könnte Hessen als Vorbild für den Bund dienen. Die Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen mit 1000 Plätzen sei „ein Modell“ für die von Innenminister Seehofer geforderten „Ankerzentren“ – das hat Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden gesagt. Deshalb bleibe in Gießen alles, wie es ist.

In 75 Prozent der Fälle ist das Asylverfahren nach einem Monat abgeschlossen

„Was wir hier machen, ist modellhaft“, schwärmt der Ministerpräsident. In Gießen würden alle Behörden Hand in Hand arbeiten – und das erfolgreich: Nach maximal drei Tagen werde der Asylantrag gestellt und in 75 Prozent der Fälle sei das Verfahren in einem Monat abgeschlossen. Insgesamt bleibe ein Flüchtling im Schnitt nicht länger als sechs Monate in Gießen.

Bouffier wünscht sich vom Bund schnellere Pass-Bearbeitung und Bundespolizei  bei Abschiebungen

Das alles habe er Innenminister Seehofer berichtet – der sei einverstanden, dass alles so bleibe. Eine Umbenennung in „Ankerzentrum“ sei nicht nötig. Möglich sei, das andere Bundesländer jetzt nach dem Gießener Modell Erstaufnahmeeinrichtungen aufbauen würden, so Ministerpräsident Bouffier. Wünsche an den Bund habe er aber auch: Eine schnellere Bearbeitung der Pass-Angelegenheiten und: Unterstützung durch Bundespolizei bei Abschiebungen.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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