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Mainz: Getötete Susanna beigesetzt

Getötete Susanna beigesetzt - Auf jüdischem Teil des Hauptfriedhofs

Der Leichnam, der in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai getöteten Susanna aus Mainz, wurde am Dienstag zwischen 11.00 und 12.30 Uhr auf dem jüdischen Teil des Mainzer Hauptfriedhofs beigesetzt. Das bestätigte die Polizei Mainz auf FFH-Anfrage. An der Beerdigung nahmen laut Polizeiangaben etwa 200 Trauergäste teil. Vergangenen Mittwoch hatte die Polizei Susannas Leiche in Wiesbaden-Erbenheim in einem Feld in der Nähe der Bahngleise gefunden.

Ali B. offenbar älter als bisher angegeben

Der mutmaßliche Mörder von Susanna ist offenbar älter. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass Ali B. zum Tatzeitpunkt 21 Jahre alt war - nicht 20, wie angegeben. Die Infos kommen aus dem irakischen Generalkonsulat in Frankfurt. Im Moment hat die Staatsanwaltschaft nur eine mündliche Bestätigung. Das muss alles noch geprüft werden. Oberstaatsanwältin Christina Gräf sagte, dass Ali B. im Konsulat für seine Ausreise aus Deutschland eine Ausweiskopie seiner irakischen Identitätskarte vorgelegt haben muss und da stand ein anderes Geburtsdatum als beim Asylantrag. Wenn er also wirklich älter ist, fällt er beim Prozess nicht mehr unter das Jugendstrafrecht. Die Strafe könnte erheblich schwerer ausfallen. Mittlerweile haben die Ermittler begonnen, auch das Beziehungsgeflecht von Susanna zu Ali B. langsam zu entwirren. Sie bestätigen, dass Susanna den Bruder des Tatverdächtigen kannte und sich eine Beziehung mit ihm habe vorstellen können. Daher hielt sie sich öfter in der Flüchtlingsunterkunft auf. 

Mahnwachen für Susanna verliefen friedlich

Auch am Montagabend gab es in Mainz erneut zwei Gedenkveranstaltungen, beide für die in Wiesbaden getötete Jugendliche Susanna. Die angemeldeten Mahnwachen verliefen laut Polizei friedlich. An einer Versammlung des DGB auf dem Gutenbergplatz unter dem Thema "Für Vielfalt und Toleranz- gegen Hass und Gewalt" haben etwa 150 Menschen teilgenommen. Auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling war unter ihnen. Auf dem Markt kamen für die Initiative "Kandel ist überall" ca. 40 Personen zusammen. Diese Veranstaltung rief etwa 120 Gegendemonstranten auf den Plan, die zwar mit Sprechchören an den Absperrungen lautstark dagegen hielten - aber es blieb alles alles im Rahmen, bestätigte die Polizei FFH. 

Donna Schwarz

Reporter:
Donna Schwarz

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