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Fipronil-Eier auch nach Hessen gelangt

Aus den Niederlanden - Fipronil-Eier auch nach Hessen gelangt

© dpa

Symbolbild

Mit dem Insektengift Fipronil belastete Eier aus den Niederlanden sind nach Hessen gelangt. "Das können wir bestätigen", sagte ein Sprecher des hessischen Verbraucherschutzministeriums am Dienstag. Wie viele Eier an den hessischen Handel gingen, sei aber noch unklar. Man hoffe im Laufe des Tages auf weitere Erkenntnisse. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher gibt es nach Einschätzung der Behörden derzeit nicht. 

Bald Veröffentlichung der Chargennummer

Über eine Packstelle in Niedersachsen waren 73.000 Eier in sechs Bundesländer ausgeliefert worden. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium gab den Rückverfolgungs-Code des Erzeugers in den Niederlanden bekannt, in dessen Eiern die Fipronil-Rückstände festgestellt wurden. Er lautet 0 NL 4031002. Demzufolge handelt es sich um einen Betrieb in der Provinz Gelderland. Mit dem Code hätten Verbraucher bei eventuell auftretender Unsicherheit die Möglichkeit, beim Einkaufen oder im eigenen Kühlschrank auf die entsprechende Kennzeichnung zu achten, sagte der Sprecher des hessischen Verbraucherschutzministeriums. 

Reste des Stoffes im Boden

Der neue Fund der belasteten Eier ist nach niederländischen Angaben eine Spätfolge der Fipronil-Krise von 2017. Offensichtlich befänden sich im Boden noch immer Reste des Stoffes, sagte der Sprecher der niederländischen Lebensmittelbehörde, Rob Hageman, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Utrecht. "Die Züchter setzen das Mittel nicht mehr ein." Sie müssten nun die Ursache der erneuten Belastung finden. 

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