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Mainz testet ab August selbstfahrenden Bus

R+V: Selbstfahrender E-Bus - In Mainz ab August im Test-Einsatz

Die Versicherungsgesellschaft R+V hat heute in Wiesbaden zum ersten Mal ihren selbstfahrenden Bus vorgestellt. Der soll ab August auch vier Wochen lang durch Mainz touren – Fahrgäste inklusive. Der Verkehrsbetrieb Mainzer Mobilität testet den elektrischen Kleinbus am Rheinufer - fernab des Autoverkehrs, aber mitten unter Fußgängern und Radfahrern. Das Projekt ist Teil der Umsetzung der Vision "Mainzer Mobilität 2030". Experten untersuchen im Einsatzbetrieb, wieviele Möglichkeiten solche autonomen Busse im öffentlichen Verkehr liefern.

Fühlen die Menschen sich damit sicher oder nicht?

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, z. B. um herauszufinden, wie Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer reagieren, welche Eindrücke und Gefühle Passagiere beim Mitfahren haben und welche Aufgaben in technischer und betrieblicher Hinsicht auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nahverkehrs zukommen. Acht Menschen finden in dem Kleinbus Platz. Er soll zwischen Ruderverein und Mainzer Rheingoldhalle fahren, ganz gemütlich mit maximal 11 Stundenkilometern. 

Auch schon Tests auf Frankfurter Flughafen

Läuft alles gut, könnte ein solcher E-Bus auch als Zutransport von Randwohngebieten zu Bus- oder Bahnhaltestellen in der Stadt eingesetzt werden, so der Plan. Der Elektrokleinbus fährt mit Mainzer Ökostrom und wird permanent von einem Experten überwacht, der mitfährt und im Notfall eingreifen könnte. Am Frankfurter Flughafen durfte der Selbstfahrer-Bus auch schon getestet werden. Da fuhr er auf einer internen Straße zwischen Gepäckwagen und Flughafenmitarbeitern hin und her. Das funktionierte gut. 

Ein knappes Jahr wurde geprüft, ob der R+V-Bus für den Straßenverkehr zugelassen werden darf. Jetzt ist es amtlich. 

Donna Schwarz

Reporter:
Donna Schwarz

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