Nachrichten > Top-Meldungen >

Höhlendrama: Alle Eingeschlossenen gerettet

Höhlendrama in Thailand - Alle Eingeschlossenen gerettet

Die zwölf Spieler einer thailändischen Fußball-Jugendmannschaft und ihr Trainer sind alle aus der überfluteten Höhle gerettet. Dies teilte die thailändische Marine am Dienstag mit. Die letzten fünf Eingeschlossenen wurden in einem weiteren stundenlangen Tauchereinsatz ins Freie gebracht.

Der Tauchereinsatz zur Rettung der letzten eingeschlossenen Jungen und ihres Trainers hatte nach Angaben der Behörden um 10.08 Uhr Ortszeit (05.08 Uhr MESZ) begonnen. In der Region im Norden Thailands, an der Grenze zu Myanmar, gab es am Dienstag wieder heftige Regenfälle. Der Einsatz war auch ein Kampf gegen das Wetter. In Südostasien ist gerade Monsun-Saison. Befürchtet wurde, dass durch den Regen das Wasser in der Höhle schnell steigt, und die Hilfsaktion abgebrochen werden muss.

Spezialtaucher aus aller Welt im Einsatz

An dem neuen Rettungseinsatz - dem dritten mittlerweile - waren mindestens 19 Spezialtaucher beteiligt, die meisten aus dem Ausland. 

Die geretteten Kinder werden jetzt in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Chiang Rai behandelt. Nach den zwei Wochen in fast kompletter Dunkelheit sollen sie jetzt äußerst vorsichtig wieder ans normale Leben herangeführt werden.

Seit Mitte Juni in der Dunkelheit

Die zwölf Mitglieder einer Jugend-Fußballmannschaft und ihr Betreuer waren seit dem 23. Juni in der weitläufigen Höhle eingeschlossen, nachdem wegen heftiger Regenfälle Teile der Höhle überflutet worden waren. Sie wurden erst nach tagelanger Suche von Tauchern in einer Felskammer entdeckt. Die Höhle Tham Luang-Khun Nam Nang Non liegt ganz im Norden Thailands an der Grenze zu Myanmar. In der Regenzeit gilt es als großer Leichtsinn, sie zu betreten.

Die Rettung des Fußballteams namens "Wildschweine" war extrem gefährlich. An manchen Stellen ist der Weg hinaus so eng, dass die Taucher ihre Atemluft-Flaschen abschnallen müssen. Darüber hinaus kann man im Wasser kaum sehen. Bei der Vorbereitung der Mission war am Freitag ein erfahrener thailändischer Taucher ertrunken. Jetzt haben jeweils zwei Retter die Jungen, von denen kein einziger richtig tauchen kann, ins Schlepptau genommen. Alle sind mit Taucherbrillen ausgerüstet und werden von den Männern mit Luft versorgt. Insgesamt waren etwa 90 Taucher im Einsatz.

Rettung ohne Mini U-Boot von Milliardär Elon Musk

Das Drama um die Eingeschlossenen wird weltweit verfolgt. Auch Tech-Unternehmer Elon Musk (SpaceX, Tesla) hatte sich in die Rettungspläne eingeschaltet und seine Ingenieure ein eigenes Mini-U-Boot entwickeln lassen, dass er den Teams zur Verfügung stellen wollte. Für die jetzige Rettung kamen die Bemühungen des Milliardärs aber wohl zu spät - sie wurde ohne das Mini U-Boot durchgeführt.

Retter auf Facebook

nach oben