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Langzeitarbeitslose haben wenig Job-Chancen

Arbeitsagentur-Studie belegt: - Handicap Langzeitarbeitslosigkeit

Obwohl die Wirtschaft in Hessen brummt, haben  Langzeitarbeitslose kaum Chancen auf einen Job. Das zeigt eine Studie, die die hessische Agentur für Arbeit vorgelegt hat. Wer mehr als ein Jahr ohne Beschäftigung ist, gilt als Langzeitarbeitsloser. Und das betrifft seit Jahren unverändert etwa zehn Prozent der Jobsuchenden in Hessen: Rund 60.00 Menschen.

Jeder fünfte Betrieb in Hessen will grundsätzlich keinen Langzeitarbeitslosen einstellen!

Wer ein oder gar mehrere Jahre auf Jobsuche ist, hat meist keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung – so die Studie. Oft kommen andere Handicaps dazu – etwa eine Behinderung oder dass jemand alleine ein Kind großzieht -  auch Schulden- und Drogenprobleme hat. Wenn dann jemand lange raus ist aus dem Job, gerät er in eine Art Spirale nach unten – denn: Zwanzig Prozent aller Betriebe in Hessen sagen, dass sie grundsätzlich keinen Langzeitarbeitslosen einstellen. Viele andere Firmen wollen das nur, wenn es Finanzhilfen vom Staat gibt.

Wie sieht der "typische" Langzeitarbeitslose in Hessen aus?

Der "typische" Langzeitarbeitslose ist   laut der Studie männlich, zwischen 45 und 55 Jahre alt, hat einen Hauptschulabschluss, aber keine Berufsausbildung. Er ist nicht verheiratet. Und er war schon zu Beginn seines Berufslebens zeitweise ohne Job. Von den Langzeitarbeitslosen in Hessen haben etwa 30 Prozent einen Migrationshintergrund -  das ist weniger als  deren Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

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