Nachrichten > Wiesbaden/Mainz, Top-Meldungen >

Bouffier gegen Digitalpakt für Schulen

"Das macht ja keinen Sinn" - Bouffier gegen Digitalpakt für Schulen

Eine Milliarde Euro will der Bund in die Digitalisierung der Schulen in Deutschland stecken. Bedingung: Der Bund redet künftig bei Fragen der Schul-Ausstattung mit. Hessens Ministerpräsident Bouffier ist dagegen. Im FFH-Interview sagte er, die Schulausstattung müsse weiter vor Ort von den Schulträgern geregelt werden, die wüssten, was welche Schule brauche.

Gegenvorschlag von Bouffier: Die Länder bekommen mehr Umsatzsteuer ab und regeln alles weiter selbst

„Es macht keinen Sinn, so ein Programm aus der Hüfte zu schießen – das wurde nie mit uns Ländern abgesprochen, sagte Bouffier im FFH-Interview. Es sei zwar gut, die Schulen zügig digital aufzurüsten. Aber Hessen stecke ja längst ein Vielfaches in die Schulen – jährlich über dreieinhalb Milliarden Euro. Der Bund könne nicht für ein paar Millionen bestimmen, was passiert. Bouffier schlägt eine andere Lösung vor: Die Länder sollen mehr von der Umsatzsteuer bekommen und dann mit Städten und Kommunen die Schul-Digitalisierung selber regeln.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

nach oben