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Seeleute in Haft:Marine-Chef bietet sich im Tausch

Inhaftierte Ukraine-Seeleute - Marine-Chef bietet sich zum Austausch an

© dpa

Igor Worontschenko (l), Kommandant der Marine der ukrainischen Streitkräfte, und Pawlo Klimkin, Außenminister der Ukraine, sprechen über den Konflikt mit Russland. 

Im Tauziehen zwischen Moskau und Kiew um 24 in Russland inhaftierte Seeleute bietet sich jetzt Ukraines Marinechef für einen Austausch an. "Mir bricht es das Herz, wenn ich meine Soldaten sehe, die von Russland illegal festgehalten werden", sagte Admiral Igor Worontschenko der "Bild"-Zeitung. Er wäre bereit, an ihrer Stelle ins russische Gefängnis zu gehen, wenn Kremlchef Wladimir Putin die 24 Männer dafür freilässt.

Seeleuten drohen lange Gefängnisstrafen

Die Seeleute sollen in Russland vor Gericht gestellt werden und könnten wegen Grenzverletzung zu langen Gefängnisstrafen verurteilt werden. Die russische Küstenwache hatte ukrainischen Schiffen die Passage durch die Straße von Kertsch in das Asowsche Meer verweigert und die Schiffe aufgebracht und die Besatzungsmitglieder verhaftet. Seit sich Russland die ukrainische Halbinsel Krim einverleibt hat, betrachtet Moskau die Straße von Kertsch als alleiniges russisches Hoheitsgebiet. Der Zwischenfall hat erhebliche Spannungen zwischen Moskau und Kiew ausgelöst. 

Mütter der Seemänner wollen Hilfe von Kanzlerin Merkel

Unterdessen kündigten die Mütter der gefangenen ukrainischen Seeleute an, sich direkt an Kanzlerin Angela Merkel um Unterstützung wenden zu wollen. "Die deutsche Kanzlerin ist sehr geschätzt in der Ukraine und wir wissen, dass sie Einfluss auf Putin hat", wurde eine der Mütter von "Bild" zitiert. "Wir hoffen, dass sie sich für unsere Söhne einsetzen wird und dass sie endlich zurück in die Heimat dürfen. Deshalb werden wir einen Brief an sie schreiben." 

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