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Wetzlar: Zug bremst für Polizei-Einsatz

Zug-Notbremsung Bahnhof Wetzlar - Polizei stellt Drogendealer im Gleisbett

© Stadt Wetzlar

Fast wie in einem Hollywood-Film: Bei einer Personenkontrolle am Bahnhof in Wetzlar sind zwei Polizisten und ein Verdächtiger beinahe von einem Zug überfahren worden. Die Beamten wollten den 21-Jährigen kontrollieren.

Verdächtiger polizeibekannt

Er ist der Polizei unter anderem wegen einer gefährlichen Körperverletzung bekannt. Auch wussten die Beamten, dass er Betäubungsmittel konsumierte und verkaufte. Als der junge Mann die Polizisten am Bahnsteig sah, versuchte er über die Gleise zu flüchten.

Zug konnte in letzter Sekunde bremsen

Die Beamten sprangen hinterher und holten ihn ein. Nach Angaben der Polizei kam es zu einem Kampf auf den Schienen, als sich der Zug der Hessischen Landesbahn näherte. Der Zugführer konnte im letzten Moment vor ihnen bremsen. Den Beamten gelang es danach, den Mann zu überwältigen. Verdächtige Gegenstände fanden sie bei ihm jedoch keine. 

Fahrgäste unverletzt

Ein Polizist verletzte sich beim Sprung ins Gleisbett am Knie, musste in eine Klinik gebracht werden und kann zumindest vorerst nicht mehr arbeiten. Die Fahrgäste im Zug wurden nicht verletzt, so ein Polizeisprecher zu FFH, da der Zug schon zuvor abgebremst hatte. 

Verfahren gegen 21-Jährigen

Gegen den 21-jährigen Drogendealer läuft nun ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamten und wegen gefährlicher Gefährdung des Zugverkehrs. 

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