Nachrichten > Rhein-Main, Top-Meldungen >

Nach Warnstreik wieder Normalbetrieb am Flughafen

Nach dem Warnstreik am Airport - Keine Ausfälle und Verspätungen

Gute Nachricht für die Passagiere am Frankfurter Flughafen. Nach dem gestrigen Warnstreik läuft am Airport inzwischen wieder alles nach Plan. Wir haben bislang keine Ausfälle und noch nicht mal Verspätungen, sagte der zuständige Duty-Manager zu FFH. Gestern hatte die Gewerkschaft VERDI den Flughafen fast lahmgelegt. Mehr als 600 Flüge wurden gestrichen, erst ab 20 Uhr wurden die Sicherheitskontrollen dann wieder geöffnet, 50 Flüge konnten dann noch abgefertigt werden. VERDI  hat bereits mit weiteren Streiks in den kommenden Tagen gedroht sollten die Arbeitgeber sich jetzt nicht rühren.

Flughafen fast lahmgelegt

Gestern, ein ganz anderes Bild. Der Warnstreik des Sicherheitspersonals führte am Airport zu erheblichen Einschränkungen für die Passagiere geführt. "Der Flugverkehr ist massiv beeinträchtigt", sagte Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher. Mehr als 600 der geplanten 1200 An- und Abflüge wurden nach Angaben des Betreibers Fraport von den Fluggesellschaften gestrichen, viele weitere hatten Verspätungen.

Reiseveranstalter schickt Passagiere aus Berlin nach Frankfurt

Unser Reporter Andreas Kohl berichtete uns vom Flughafen: "Es sei teilweise unfassbar laut in den Abflughallen. Hunderte Streikende ziehen trommelnd und pfeifend durch die Terminals. Passagiere - eher Fehlanzeige. Nur sehr, sehr wenige sind zum Airport gekommen, wie zwei Pärchen aus Berlin, die nach Kuba wollten. Der Reiseveranstalter hatte ihnen noch Hoffnung gemacht: Fahrt nach Frankfurt. Hier sind sie nun gestrandet."

Mehr als 1.000 Sicherheitsmitarbeiter streiken

In Frankfurt werden mehr als 1000 der rund 5000 Sicherheitsmitarbeiter, die für die Kontrolle von Passagieren zuständig sind, im Laufe des Tages in Streik treten, sagte der Gewerkschafter. Bei regulärem Flugbetrieb wären etwa 135 000 Passagiere am größten deutschen Luftverkehrsdrehkreuz erwartet worden.

Auch andere Flughäfen betroffen

Auch in Leipzig/Halle, Dresden, Erfurt, Hannover und Bremen hat die Gewerkschaft Verdi jetzt das Sicherheitspersonal zum Streik aufgerufen. 

Streiks zuvor an anderen Flughäfen

Erst am vergangenen Donnerstag hatte ein Warnstreik an drei Airports Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart zu Hunderten Flugstreichungen geführt. Drei Tage zuvor waren das Flugsicherheitspersonal an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld in den Ausstand gegangen. 

Verdi: Hohe Streikbereitschaft

Verdi-Verhandlungsführer Benjamin Roscher stellte fest, die Arbeitgeber hätten nach den vorhergehenden Warnstreiks die Möglichkeit gehabt, ein verbessertes Angebot vorzulegen, dazu aber keine Bereitschaft signalisiert. Die hohe Streikbereitschaft der Beschäftigten unterstreiche, dass sie bereit seien, für ihre Forderungen einzutreten. 

Forderung nach 20 Euro Stundenlohn

Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) habe in der jüngsten Verhandlungsrunde am 20./21. Dezember 2018 sein Angebot für eine Entgelterhöhung lediglich von 1,8 auf 2,0 Prozent pro Jahr bei einer zweijährigen Vertragslaufzeit erhöht. Die Lohnangleichung für ostdeutsche Bundesländer solle erst nach fünf Jahren beendet sein. 

Die Gewerkschaft fordere jedoch eine Erhöhung des Stundenlohns im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle auf 20 Euro brutto, betonte Verdi. Das bislang vorliegende Angebot der Arbeitgeber beläuft sich auf eine Erhöhung von rund 40 Cent. Auf dieser Grundlage sei ein Tarifkompromiss nicht möglich, sagte Roscher. Die Verhandlungen werden am 23. Januar in Berlin fortgesetzt.

Ankunft und Abflug

Welche Flüge in Frankfurt gehen, welche nicht: Der aktuelle FLUGPLAN FLUGHAFEN FRANKFURT

nach oben