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Drogenboss "El Chapo" schuldig gesprochen

Mammutprozess in den USA - Drogenboss "El Chapo" schuldig gesprochen

© dpa

Wegen seiner Körpergröße von 1,64 Metern trägt der mexikanische Drogenboss den Spitznamen "El Chapo" - übersetzt "der Kurze".  

Der mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán ist in seinem Strafprozess schuldig gesprochen worden und muss für den Rest seines Lebens ins Gefängnis. Die Jury sah die Schuld des 61-Jährigen in allen zehn Anklagepunkten als erwiesen an, wie Richter Brian Cogan in New York verkündete. Für den schwersten Anklagepunkt, die Beteiligung an einer Verbrecherorganisation, schreibt das Strafgesetzbuch der USA lebenslange Haft vor. Guzmán kann keinen Antrag auf vorzeitige Entlassung stellen und dürfte damit bis zu seinem Tod im Gefängnis bleiben. 

Einer der größten Drogenprozesse der US-Geschichte 

Guzmán, der wegen seiner Körpergröße von 1,64 Meter den Spitznamen "El Chapo" ("der Kurze") trägt, hörte bei Verlesung des Urteils genau zu. Er blickte dabei durch den Saal zu seiner Frau Emma Coronel und hob den Daumen. Dann wurde er abgeführt. Cogan dankte der Jury für ihr Durchhaltevermögen in dem langen Verfahren, einem der größten Strafprozesse um Drogenkriminalität in der Geschichte der USA. 

Todesstrafe war ausgeschlossen 

Die nach Bundesgesetz zulässige Todesstrafe war in dem Prozess nach einer Einigung zwischen den USA und Mexiko, die Guzmán nach seiner Festnahme ausgeliefert hatten, ausgeschlossen. Die weiteren der insgesamt zehn Anklagepunkte drehten sich um die Herstellung und internationale Verbreitung der Drogen Kokain, Heroin, Methamphetamin und Marihuana sowie den Gebrauch von Schusswaffen und Geldwäsche. Richter Cogan muss das Strafmaß noch offiziell verkünden. 

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