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Rußrindenkrankheit: Rodung in Lich abgeschlossen

Rußrindenkrankheit in Lich - Rodung beendet, Aufräumarbeiten beginnen

Alle 30.000 von einem Pilz befallenen Ahornbäume in Lich sind gefällt. "Die Rodungsarbeiten sind abgeschlossen", so Revierleiter Jörg Heßler. Damit sei das Risiko einer weiteren Ausbreitung der sogenannten Rußrindenkrankheit minimiert.

Bäume werden jetzt zerkleinert

Ein Teil der Bäume wird im Moment schon kleingeschreddert, der Rest liegt noch im Wald. Die Witterung ist ideal sagt Revierförster Jörg Heßler, weil es so feucht ist, verteilen sich die Pilzsporen nicht überall. Das gehäckselte Holz wird erst zwischengelagert und dann verbrannt. 

Wiederaufforstung geplant

Parallel läuft hier auch schon die Wiederaufforstung, statt einer Monokultur wird ein Mischwald mit Eiche, Kiefer und Tanne gepflanzt. Dieser ist deutlich weniger anfällig für Krankheiten. Bis aus den Minipflanzen aber wieder ein ordentlicher Wald wird, dauert es rund 30 Jahre, erklärt uns Heßler.

Pilz kann bei Menschen Atemwegsprobleme auslösen

Bei der Baumkrankheit reifen unter der Rinde Pilzsporen. Sie bilden eine dunkle Schicht, die wie Ruß aussieht. Später reißt die Rinde auf und blättert ab. Der Baum kann geschädigt werden und absterben. Die Sporen verteilen sich in der Luft und können bei Menschen Atemwegsprobleme verursachen. Das gehäufte Auftreten in diesem Jahr sehen Experten im Zusammenhang mit dem trockenen und heißen Sommer 2018, wodurch die Bäume geschwächt wurden.

Weitere Fälle bekannt

Auch in anderen Orten Hessens wie in Offenbach oder Bad Nauheim gibt es Fälle des Pilzbefalls. Mehrere Kommunen prüfen jetzt den Bestand. 

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