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Erste Todesopfer von Christchurch beigesetzt

Nach Anschlag in Christchurch - Erste Todesopfer beigesetzt

Fünf Tage nach dem Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland sind die ersten Todesopfer beigesetzt worden. Dabei handelte es sich um einen Vater und seinen Sohn, die erst vor wenigen Monaten als Flüchtlinge aus Syrien nach Christchurch gekommen waren. Am Freitag (22.3.) will das ganze Land mit zwei Schweigeminuten der insgesamt 50 Todesopfer gedenken.

Wahrscheinlich alle Todesopfer Muslime

Die beiden Syrer wurden auf einem Friedhof beigesetzt, der sich nur einen Kilometer entfernt von einer der beiden Moscheen befindet. Im Islam ist es eigentlich üblich, Tote innerhalb von 24 Stunden zu beerdigen. Wegen der kriminaltechnischen Ermittlungen müssen die Familien auf die Freigabe der Leichen jedoch viel länger warten als üblich. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind alle 50 Todesopfer Muslime. Der mutmaßliche Täter - ein 28 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien - sitzt in Untersuchungshaft. 

Premierministerin bittet Angehörige um Geduld

Premierministerin Jacinda Ardern bat die Hinterbliebenen um weitere Geduld. "Ich weiß, wie schwierig und frustrierend langsam das aus Sicht der Familien ist", sagte sie bei einem weiteren Besuch in Christchurch. Bis Mittwochabend (Ortszeit) wurden erst 30 der Toten freigegeben. Noch 29 Verletzte wurden in verschiedenen Krankenhäusern behandelt. Unter den acht Menschen, die noch in "kritischem Zustand" sind, ist auch ein vierjähriges Mädchen. 

Mehr als 5 Mio. Euro auf Spendenkonto

Eine Woche nach der Tat will Neuseeland am Freitag (22.3.) zwei Schweigeminuten einlegen. Zur Tatzeit soll das ganze Land stillstehen. Ardern kündigte auch an, dass es zu einem späteren Zeitpunkt in Christchurch eine nationale Trauerfeier geben soll. Für die Hinterbliebenen sind inzwischen mehr als fünf Millionen Euro auf einem Spendenkonto eingegangen.

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