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Anklage gegen zwei Beschuldigte im Fall Lügde

Missbrauch auf Campingplatz - Zwei Anklagen im Fall Lügde

© dpa

Im Fall des massenhaften Kindesmissbrauchs in Lügde in Nordrhein-Westfalen hat das Landgericht Detmold die Anklageschrift gegen zwei der drei Beschuldigten erhalten. Das bestätigte ein Gerichtssprecher. Zuvor hatten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichtet. 

Anklage gegen Dauercamper und weiteren Mann

Das Gericht werde den Beschuldigten, einem 56 Jahre alten Dauercamper und einem 49-Jährigen, die Anklagen zuleiten und um Stellungnahme bitten, sagte der Gerichtssprecher. Danach werde die rund 70-seitige Anklage mit dazugehörigen Haupt- und Fallakten geprüft. Dies werde einige Wochen dauern. Das Material sei umfangreich. Anschließend entscheidet das Gericht, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird.

Missbrauch an mehr als 40 Kindern

Im Fall Lügde werden ein 56-Jähriger und ein 33-Jähriger beschuldigt, über viele Jahre hinweg auf einem Campingplatz in Lügde an der Grenze zu Niedersachsen mehr als 40 Kinder missbraucht und dabei gefilmt zu haben. Der 56-Jährige, der 33-Jährige sowie der 49-Jährige sitzen seit Monaten in Untersuchungshaft. Gegen weitere fünf Personen wird wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs, des Besitzes von kinderpornografischem Material oder Strafvereitelung im Amt ermittelt.

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