Nachrichten > Wiesbaden/Mainz, Top-Meldungen >

Salzbachtalbrücke: Bald wieder Wechselspur!

Beton wird wird gestützt - Salzbachtalbrücke: Wieder Wechselspur!

Der ewige Dauerstau-Stress an der Salzbachtalbrücke auf der A 66 - das soll besser werden, verspricht Hessenmobil. Die Experten haben die Brücke unter die Lupe genommen und die Ergebnisse jetzt ausgewertet. Die gute Nachricht: Nach Einbau von Stützen kann die Brücke bald wieder so befahren werden, dass drei Spuren plus eine Wechselspur zur Verfügung stehen!

"Eine gute Nachricht für alle Pendlerinnen und Pendler"

Dafür ist zunächst eine Verstärkung der Brücke in den Bereichen der Pfeiler nötig. Dort wird die Brücke mit Bändern aus Stahl verstärkt. Diese werden verklebt und mit Ankern an die vorhandene Brücke angebracht. Die verklebten Bänder können die durch den Bauunfall entstandenen zusätzlichen statischen Defizite vollständig kompensieren. Dieses Vorgehen hat Hessen Mobil mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt.  "Es ist eine gute Nachricht für alle Pendlerinnen und Pendler, dass wir die ursprünglich geplante Verkehrsführung wieder einrichten können. Mit großem Engagement haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an dieser Zielsetzung gearbeitet", erklärt Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen Mobil.

Sperrung der Brücke zur Verstärkung der Pfeiler

Alle Bauarbeiten können unterhalb der Brücke vorbereitet und durchgeführt werden. Der Verkehr wird dadurch nicht beeinflusst. Nur während der Klebstoff aushärtet, muss die betroffene Brückenhälfte frei von Erschütterungen bleiben und deshalb zeitweise gesperrt werden. Die Sperrung der nördlichen Brückenhälfte ist nach der aktuellen Planung in den Sommermonaten vorgesehen. Derzeit stimmt Hessen Mobil gemeinsam mit dem beauftragten Bauunternehmen die bauliche Realisierung der Maßnahme ab.

Nach Verstärkung der Pfeiler wieder Wechselspur möglich

Aktuell steht in Fahrtrichtung Rüdesheim ein Fahrstreifen zur Verfügung, in Fahrtrichtung Frankfurt zwei Fahrstreifen - ohne Wechselverkehrsführung. Vor dem Baufehler gab es zwei Fahrstreifen auf dem nördlichen Brückenbauwerk, wobei einer als Wechselspur genutzt wurde. Der nördliche Überbau wurde im vergangenen Jahr verstärkt, mit dem Ziel drei Fahrstreifen aufzunehmen, damit die südliche Brückenhälfte abgebrochen und neu gebaut werden kann. Im Zuge dieser Verstärkungsmaßnahmen hatte die auszuführende Baufirma die Spannglieder angebohrt, was zur Folge hatte, dass ein Fahrstreifen auf der Brücke gesperrt werden musste. Seither kommt es dort ständig zu langen Staus.

Peter Hartmann

Reporter:
Peter Hartmann

nach oben