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Hessen hat seit 2016 keine Steuer-CDs mehr gekauft

Steuer-CDs für Ermittlungen - Hessen hat seit 2016 keine mehr gekauft

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Wegen mangelnder Qualität der Informationen hat Hessen seit 2016 keine Daten mehr angekauft, um möglichen Steuersündern auf die Spur zu kommen.

"Seit dem 29. Februar 2016 wurden einzelne Datenangebote an die Hessische Steuerverwaltung gerichtet, diese haben sich aber nach eingehender Prüfung als nicht werthaltig erwiesen", teilte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Zwischen 2009 bis Februar 2016 hatte sich Hessen mit mehr als 670 000 Euro am Ankauf von Steuer-CDs durch andere Bundesländer beteiligt.

Dies geht aus einer parlamentarischen Anfrage der SPD-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Mangels relevanter Angebote habe Hessen bislang Steuerdaten nicht federführend gekauft, teilte das Finanzministerium mit. Am Erwerb der "Panama Papers" mit Daten über Briefkastenfirmen durch das Bundeskriminalamt beteiligte sich Hessen mit 312 000 Euro. Es geht um Daten im Umfang von 3,2 Terabyte zu 271 000 Firmen weltweit, die die panamaische Anwaltskanzlei "Mossack & Fonseca" verwaltete. 

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