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Gedenktafel für 17-Jährigen in Frankfurt

Tod in S-Bahn-Station - Gedenktafel für Retter in Frankfurt

Die Frankfurter S-Bahnhaltestelle Ostendstraße hat in Erinnerung an den verstorbenen 17-jährigen Alptuğ aus Hanau ab jetzt den Zusatznamen "Alptuğ-Sözen-Station". Der Jugendliche war im November an der Station ums Leben gekommen. Er hatte einem betrunkenen Obdachlosen helfen wollen, der auf den Gleisen lag. Dabei bemerkte er zu spät den herannahenden Zug, der ihn überrollte.

Weiterer Beteiligter kann sich in letzter Sekunde retten

Ein weiterer Obdachloser, der dem 17-Jährigen zur Seite stand, konnte sich in letzter Sekunde auf den Bahndamm retten und zog sich leichte Verletzungen zu. Der betrunkene 44-Jährige, der auf den Schienen lag, wurde schwer verletzt. Er hatte nach Angaben der Bundespolizei etwa 2,6 Promille Alkohol im Blut. Der Lokführer und zwei Reisende erlitten Schocks und mussten ebenfalls behandelt werden.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann am FFH-Mikro

Gedenktafel für 17-Jährigen in Frankfurt

Feldmann: "Wir setzen einem tatsächlichen Helden ein Denkmal."

© FFH

Tausende Menschen hatten danach online gefordert, die Station umzubenennen. Die Stadt Frankfurt und die Deutsche Bahn haben deshalb jetzt mehrere Schilder und eine Gedenktafel an der Ostendstraße aufgehängt. Bei der Enthüllung des Zusatznamens waren auch Familie und Freunde von Alptuğ an der Ostendstraße und haben in Gedenken an ihn Blumen niedergelegt und eine Rede gehalten. 

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