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Trauerfeier für Walter Lübcke

Trauerfeier für Walter Lübcke - 1300 Menschen nehmen in Kassel Abschied

Bei einem Trauergottesdienst haben über 1300 Menschen in Kassel Abschied von dem erschossenen Regierungspräsidenten Walter Lübcke genommen. "Es ist ein trauriger, schmerzlicher und kaum fassbarer Anlass, der uns zusammenführt", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) in der Martinskirche. 

Polizei und Bundeswehr hielten am Sarg des Verstorbenen eine Ehrenwache. Auch die Familie des Opfers besuchte den Gottesdienst. Getrauert wurde auch außerhalb Nordhessens: Die hessischen Regierungspräsidien und oberen Landesbehörden hatten Trauerbeflaggung gehisst.

Lübckes Sohn Christoph nimmt Abschied

Es ist dieser eine Moment, in dem der Schrecken des Verbrechens für jeden in der Kasseler Martinskirche spürbar wird. "Lieber Papa, wir müssen heute nach deinem unfassbaren Tod von dir Abschied nehmen", erklärt Christoph Lübcke nur wenige Meter entfernt vom Sarg seines Vaters Walter Lübcke. In diesem Moment steigen vielen Trauergästen die Tränen in die Augen. Mehr als 1300 sind gekommen, um von dem erschossenen nordhessischen Regierungspräsidenten Abschied zu nehmen. Sie sitzen in der Martinskirche oder verfolgen auf einer Leinwand draußen den Gottesdienst. 

Walter Lübckes Sohn Christoph beim Trauergottesdienst

Beisetzung am Samstag in Istha

Lübcke war Anfang Juni auf seiner Terrasse mit einem Kopfschuss getötet worden. Eine 50-köpfige Soko ermittelt. Einen Tatverdächtigen gibt es aber bislang nicht. Der Leichnam des Regierungspräsidenten soll am Samstag in Wolfhagen-Istha beigesetzt werden.

Im O-Ton: So trauern die Menschen in Wolfhagen

Trauerfeier für Walter Lübcke

Reinhard Schaake

Bürgermeister Wolfhagen

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