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SPD-Chef Schäfer-Gümbel attackiert die Grünen

Vergleich mit der AfD - SPD-Chef Schäfer-Gümbel attackiert Grüne

© FFH/Hartmann

Schießt scharf gegen die Grünen: Der Interims-Chef der Bundes-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel

Hessens SPD-Chef Thorsten Schäfer Gümbel sorgt mit heftigen Attacken gegen die Grünen für Wirbel. In einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" hat Schäfer-Gümbel die Grünen als nicht fortschrittlich bezeichnet und sie sogar mit der AfD vergleichen.  Schäfer-Gümbel führt seit dem Rücktritt der SPD-Chefin Nahles gemeinsam mit Manuela Schwesig und Malu Dreyer die Bundes-SPD.

Die AfD reduziere die Migration zum "Übel der Welt" , die Grünen den Klimawandel 

Schon länger hat sich Schäfer-Gümbel auf die Grünen eingeschossen – im Landtag warf er ihnen schon „Wohlfühl-Populismus“ vor – jetzt legt er in Berlin nach: So wie die AfD die Migration zum "Übel der Welt" erkläre, reduzierten die Grünen "alles Elend auf den Klimawandel".  Die Grünen seien auch nicht fortschrittlich, sagt Schäfer-Gümbel und wörtlich: "Ich erlebe sie in politischen Prozessen eher als autoritär".

Durch "programmatische Beliebigkleit"  zum "Objekt politischer Heilserwartung"

Die Grünen seien auch programmatisch in eine "Beliebigkeit abgeglitten", sie würden im Moment "gar keine Position" mehr vertreten und schafften es so, sich zum "Objekt politischer Heilserwartung zu stilisieren" In vielen Politikfeldern würden sie keine Lösungen liefern, ihnen sei  doch die "soziale Frage schnurzegal“, poltert der SPD-Chef. Dass die Grünen programmatisch nicht zu bieten hätten, würde spätestens klar werden, wenn sie mitregieren würden.

Nach Retourkutsche der Grünen rudert Schäfer-Gümbel zurück

„Meinst Du, so ein plumper Angriff hilft Dir weiter“? kontert Grünen-Geschäftsführer Kellner die Attacke per Twitter und lädt  Schäfer-Gümbel zum Gespräch ein. Der nimmt an und rudert zurück: Er habe die Grünen nicht wirklich mit der AfD verglichen. Und überhaupt: Die Grünen hätten gute Vorschläge und seien eine Bereicherung für die Demokratie. In dem Zeitungs-Interview hatte sich das allerdings noch ganz anders angehört.

   

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