Nachrichten > Wiesbaden/Mainz, Top-Meldungen >

Messerverbot bald im Umfeld von Kitas und Schulen

Wiesbaden war Vorreiter - Messerverbot wird Gesetz

© DPA

Die Wiesbadener Waffenverbotszone soll Vorbild für ein bundesweites Gesetz werden. Die Bundesländer wollen Bundesinnenminister Seehofer davon überzeugen. Messerverbote könnten dann fast überall möglich werden.  Die Innenministerkonferenz hat damit eine Initiative aus Hessen aufgegriffen. Innenminister Beuth regte "Waffenverbotszonen für stark frequentierter Orte" an.   

Messerverbot auch an Schulen und Kindergärten 

Das Messerverbot solle dann nicht nur da gelten,  wo Kriminalitätsschwerpunkte sind, sondern auch etwa im Umfeld von Bahnhöfen,  Schulen und Kindergärten. "Ich möchte, dass es hier gar nicht erst zu einer schrecklichen Tat kommt", so Hessens Innenminister Beuth. Wo das Verbot eingeführt wird, obliegt aber letztlich den Kommunen.  So hat Wiesbaden schon erste Erfahrungen mit der Waffenverbotszone. Ordnungshüter hatten im dem Zeitraum von Januar bis jetzt 64 Messer in der Innenstadt sichergestellt.

Mehr Körperverletzungs- und Tötungsdelikte mit Messern begangen

Die Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik für Hessen belegt, dass in den letzten Jahren Körperverletzungs- und Tötungsdelikte mit dem Tatmittel Messer signifikant angewachsen sind. Wurden 2013 noch 865 Fälle registriert, die mit einem Messer begangen wurden, so stiegen die Fälle 2014 auf 926 und 2015 auf 1.029 Taten. 2016 waren es 1.116, 2017 insgesamt 1.194 und 2018 insgesamt 1.212 Körperverletzungs- und Tötungsdelikte, die mit dem Tatmittel Messer begangen wurden. 

Konrad Neuhaus

Reporter:
Konrad Neuhaus

nach oben