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Darmstadt: Höchste Stickstoffdioxid-Werte Hessens

Stickstoff-Dioxid in Hessen - Höchste Belastung weiterhin in Darmstadt

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Die Hügelstraße in Darmstadt: Hier gilt seit zwei Wochen ein Dieselfahrverbot, das die Polizei auch bereits mehrfach kontrolliert hat

Darmstadt ist auch nach jüngsten vom Umweltbundesamt (UBA) vorlegten Zahlen die hessische Stadt mit der höchsten Stickstoffdioxidbelastung - und bundesweit ebenfalls vorne dabei.

Der maximale Jahresmittelwert 2018 betrug dort an der Messstation Hügelstraße 67 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft (Vorjahr: 72), wie eine Auswertung des UBA zeigt. Deutschlandweit kam im vergangenen Jahr nur Stuttgart (71 Mikrogramm) auf einen höheren Wert. Der EU-Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. 

Fahrverbot auf zwei Straßen

Im Januar war im Falle Darmstadts mit Verweis auf Messungen des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) noch von 66 Mikrogramm die Rede gewesen. In der Stadt gilt seit Anfang Juni dieses Jahres ein Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge für zwei Straßen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die schwarz-grüne Landesregierung hatten sich geeinigt, einen Abschnitt der Hügelstraße und einen Teil der Heinrichstraße für Dieselfahrzeuge bis Euronorm 5 und für Benziner bis Euronorm 2 zu sperren. NO2 in Städten stammt zu einem großen Teil aus Diesel-Abgasen. 

Grenzwert auch in anderen Städten überschritten

Den neu vorgelegten UBA-Daten zufolge wurde der NO2-Grenzwert 2018 auch in einer ganzen Reihe anderer hessischer Städte überschritten: Limburg kam auf einen maximalen Jahresmittelwert von 54 Mikrogramm (Vorjahr: 58), Frankfurt auf 52 (54), Wiesbaden auf 48 (50) und Offenbach auf 46 (48). In Gießen stieg der maximale Jahresmittelwert gar von 42 Mikrogramm im Jahr 2017 auf 44 im vergangenen Jahr. 

Bundesweit war die Luft im vergangenen Jahr laut UBA in 57 Städten zu stark mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid belastet - neun Städte weniger als im Jahr davor. Der Trend gehe in die richtige Richtung, aber die bisherigen Maßnahmen für saubere Luft reichten nicht aus, teilte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger mit. 

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