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Al-Wazir: Kein Mieterhöhungs-Verbot in Hessen

Al-Wazir im FFH-Interview - Hessen wird Mieterhöhung nicht verbieten

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In Hessen wird es keinen generellen Mietpreis-Deckel geben, wie Berlin ihn jetzt plant. Das hat Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir im Interview mit HITRADIO FFH erklärt. Private Vermieter seien für ihn keine Feindbilder, sondern Partner.

Hessen setzt auf sozialen Wohnungsbau

"Ein absoluter Mietdeckel - egal wie hoch oder niedrig die Miete ist, auf diesen Weg werden wir uns in Hessen nicht begeben", so Al-Wazir. Hessen setze stattdessen auf Neubau, sozialen Wohnungsbau und andere Maßnahmen. Daneben gäbe es genügend Kleinvermieter, die gar nicht das Letzte rausholten aus der Miete. Ein Mietpreis-Deckel für alle sei auch deshalb nicht der richtige Weg, so Al-Wazir.

Mieterhöhung in Berlin bald verboten

Der rot-rot-grüne Senat in Berlin will für fünf Jahre jede Mieterhöhung in der Hauptstadt verbieten. Das soll helfen, bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Das Gesetz soll - so der Plan - spätestens im Januar 2020 in Kraft treten. Kritiker laufen dagegen Sturm, es wird mit Klagen gerechnet. An der Börse verloren deutsche Wohnimmobilien-Aktien an Wert.

Bezahlbare Wohnungen in der Großstadt Mangelware

Hintergrund der Pläne ist der angespannte Wohnungsmarkt in Berlin mit seinen etwa 3,6 Millionen Einwohnern. Die Mieten sind gestiegen, viele Menschen zieht es aus anderen Regionen in die Hauptstadt und viele finden keine bezahlbare Wohnung in beliebten Stadtteilen - so ist die Lage in mehreren Großstädten Deutschlands.

Al-Wazir: Kein Mieterhöhungs-Verbot in Hessen

Hessens Wirtschaftsminister Al-Wazir lehnt das Berliner Modell ab.

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