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Ortsumgehung Mörlenbach: Klage abgewiesen

BUND-Klage abgewiesen - Grünes Licht für Ortsumgehung Mörlenbach

© Bund für Umwelt und Naturschutz

Die geplante Brücke würde durch unberührte Natur führen, klagt der BUND (Fotomontage)

Seit Jahren gibt es in Mörlenbach im Kreis Bergstraße Zoff um den Bau einer Umgehungsstraße. Jetzt hat der zuständige Verwaltungsgerichtshof in Kassel eine Klage gegen den Bau der sogenannten Variante O2 abgewiesen. Schon vor mehr als fünf Jahren gab es das OK für den Bau der Ortsumgehung. Gegen den Planfeststellungsbeschluss hatte unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) geklagt.

Alternativ-Route nicht günstiger

Laut dem Verwaltungsgerichtshof verstoße der Beschluss nicht gegen geltendes Recht, insbesondere nicht gegen die Regelungen des Naturschutzrechts. Eine geforderte Untertunnelung von Mörlenbach sei gegenüber der geplanten Ortsumgehung nicht günstiger, teilte der VGH mit. Die von den Klägern aufgestellte Gegenrechnung habe nicht überzeugt. 

AUDIO: Sebastian Hien von der Gemeinde Mörlenbach

Ortsumgehung Mörlenbach: Klage abgewiesen

"Erleichterung und Hoffnung auf schnellen Bau-Start"

Der Bergsträßer Landrat Christian Engelhardt bewertet die Entscheidung des VGH positiv: „Ich bin sehr froh und erleichtert, dass das Projekt nun, nach einer so langen Zeit des Wartens, endlich in Angriff genommen werden kann“, so der Landrat. Er erwarte von Bund und Land nun schnell Schritte zur Realisierung dieses Verkehrsprojekts.

Probleme im Berufsverkehr

Anwohner von Mörlenbach berichten gegenüber HIT RADIO FFH, dass die Zustände speziell im Berufsverkehr schon lange nicht mehr tragbar seien. Zum Beispiel auch für Pendler aus dem Weschnitztal. Die Ortsumgehung soll Staus verhindern und für weniger Verkehr in Mörlenbach sorgen.

Die Revision gegen das Urteil wurde nicht zugelassen. Die Kläger haben aber die Möglichkeit einer Beschwerde, über die dann das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden müsste.

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