Nachrichten > Top-Meldungen >

G20-Gipfel in Japan endet mit Einigung

Klimaschutz: Die USA lenken ein - Einigung am Endes des G20-Gipfels

© dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Olaf Scholz (SPD), Bundesfinanzminister, äußern sich bei einer Pressekonferenz zum Abschluss des G20-Gipfels. Das Treffen fand mit Staats- und Regierungschefs der 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie der Europäischen Union statt.

Die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen der Welt haben sich beim G20-Gipfel in Japan doch noch auf eine gemeinsame Abschlusserklärung verständigt. Wie Bundeskanzlerin Angela Merkel am Samstag im japanischen Osaka mitteilte, akzeptieren die USA, dass die anderen Staaten ihr Engagement für den Klimaschutz in der Erklärung bekräftigen. 

Knackpunkt war der Klimaschutz

Unterhändler der Staats- und Regierungschefs hatten zuvor in stundenlangen Verhandlungen versucht, einen Kompromiss zu finden. Streit gab es vor allem deswegen, weil die USA forderten, das Thema Klimaschutz in der Abschlusserklärung gar nicht zu erwähnen. Am Ende akzeptierten die USA aber, dass die übrigen G20-Staaten ihr Festhalten an weitreichenden Klimaschutz-Zielen in dem Text bekräftigen, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel bestätigte. Im Gegenzug mussten die anderen Staaten hinnehmen, dass sich die USA in der Erklärung trotz ihres Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen als "Führungsnation" bei der Reduzierung von CO2-Emissionen darstellen können.

Trump: Klimaschutzabkommen benachteilige USA

"Er könne deswegen keine Verwässerung der Gipfelerklärung aus dem vergangenen Dezember akzeptieren", hatte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bereits am ersten Gipfeltag gesagt. In Argentinien hatte man sich damals - mit Ausnahme von US-Präsident Donald Trump - zur "uneingeschränkten Umsetzung" des Pariser Klimaabkommens zur Begrenzung der Erderwärmung bekannt. Zugleich wurde damals festgehalten, dass die USA aus dem Klimaabkommen aussteigen wollen. Trump ist der Ansicht, dass die Vereinbarung die USA "zum ausschließlichen Vorteil anderer Länder" benachteilige. Das Abkommen sieht vor, den Anstieg der globalen Temperatur bei weniger als zwei Grad und möglichst sogar bei nur 1,5 Grad zu stoppen. 

Burgfrieden auch zwischen USA und China

Am Rande des Treffens im japanischen Osaka einigten sich die USA und China darauf, ihren Handelskrieg beizulegen. Sie wollen neue Verhandlungen aufnehmen. Das berichtete Trump nach einem Gespräch mit Chinas Staatschef Xi. Die USA hätten zugesagt, keine weiteren Zölle auf chinesische Exporte zu erheben, berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

nach oben