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Eichenprozessionsspinner: Jede 4. Eiche befallen

Eichenprozessionsspinner - Jede vierte Eiche in Gießen ist befallen

© dpa

Mit langen Rohren werden die Nester abgesaugt (Archivbild).

Juckende Ausschläge, Atemnot und geschwollene Augen: Das sind typische Symptome nach Kontakt mit dem Eichenprozessionsspinner. Der sorgt in Gießen gerade für jede Menge Ärger: Von den gut 2.400 Eichen im Stadtgebiet sind über 600 von den Raupen befallen. Deshalb hat sich die Stadt jetzt bei einer Pressekonferenz dazu geäußert.

JLU und Anneröder Siedlung besonders betroffen

Der trockene, heiße Sommer letztes Jahr hat dem Eichenprozessionsspinner in die Karten gespielt. Besonders an den Standorten der Justus-Liebig-Uni und in der Anneröder Siedlung stehen viele Eichen und in den meisten davon findet man die Nester der Tiere. Hausärztin Bettina Prell hat ihre Praxis direkt im Eichendorffring – sie schätzt, dass 90 Prozent der Anwohner derzeit mit Allergien zu tun haben, die die feinen Härchen der Raupe auslösen. Meist bleibt es bei juckenden Pusteln, aber bei Atemnot müssen die Betroffenen sogar ins Krankenhaus.

Experten saugen Raupen ab

Die Stadt tut was sie kann: Spezialfirmen sind ständig im Einsatz und saugen die Nester ab, sagt Stadträtin Gerda Weigel-Greilich. Noch etwa zwei Wochen werden neue Raupen unterwegs sein, schätzt sie. Wer welche entdeckt, soll sich direkt an die Stadt wenden, am besten über den Mängelmelder.  Im nächsten Jahr sollen die betroffenen Bäume dann präventiv behandelt werden.

Hausärztin Bettina Prell im FFH-Gespräch

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Miriam Bott

Reporter:
Miriam Bott

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