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Klimakrise: Einbau von Ölheizungen verbieten?

Debatte in Berlin - Einbau von Ölheizungen verbieten?

© dpa

Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Einbau von Ölheizungen von 2030 an komplett verbieten. Bestehende Ölheizungen sollen aber weiterbetrieben werden dürfen. "Nur die Appelle an die Vernunft genügen nicht", sagte die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Das Verbot soll laut Schulze Bestandteil des Klimaschutzpaketes werden, das die Bundesregierung am 20. September beschließen will. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer lehnte den Vorschlag umgehend ab. Die Union setzt vor allem auf Anreize wie eine Abwrackprämie.

Fast sechs Millionen Gebäude werden mit Öl beheizt

In Deutschland werden nach Schätzungen rund 5,8 Millionen Gebäude über Ölheizungen versorgt. Dabei hat der Gebäudebereich beim Klimaschutz eine Schlüsselfunktion: Auf ihn entfallen laut Wirtschaftsministerium rund 35 Prozent der Endenergie und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Würde man alle Ölheizungen durch moderne Heiztechnologien ersetzen, ließen sich nach Angaben von Experten bis zu 30 Millionen Tonnen CO2 einsparen.

In der Union stoßen die Pläne auf Widerstand

"Wir setzen eine andere Botschaft", sagte Kramp-Karrenbauer im ARD-Sommerinterview. Die CDU hat sich dafür ausgesprochen, eine Abwrackprämie für alte Ölheizungen von mehreren tausend Euro einzuführen. Die CSU schloss sich der Forderung an. Sie will auch den Kauf energiesparender Haushaltsgeräte steuerlich fördern. Das sieht ein Klimapapier vor, das der CSU-Vorstand am Samstag einstimmig billigte.Gefördert werden sollen demnach auch energetische Gebäudesanierungen an selbst genutztem Wohneigentum und der Austausch alter Heizungen. Greenpeace kritisierte: "Wenn die CSU denkt, sie könne allein mit Anreizprogrammen die Klimakrise lösen, dann ist sie entweder naiv oder will die Menschen für dumm verkaufen."

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