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Pressetage beginnen: Inoffizieller Start der IAA

Pressetage - Inoffizieller Start der IAA in Frankfurt

In Frankfurt startet heute die 68. Internationale Automobilausstellung (IAA) - allerdings erst mal nur für die Presse. Offiziell eröffnet wird eine der größten Automessen der Welt erst am Donnerstag von Kanzlerin Merkel. 

Proteste der Klimaschützer geplant

Vieles ist diesmal anders. Einige Hallen werden sogar leer sein, weil viele Hersteller von Ferrari und Bentley bis Nissan, Volvo oder Fiat abgesagt haben. Die einen wollen sparen, den anderen ist offenbar die Präsentation auf der Automesse inzwischen zu altbacken - sie suchen neue Wege, ihre Fahrzeuge zu präsentieren. Thema Nummer eins sind auf der IAA in Frankfurt die Elektroautos und drumherum die geplanten Proteste der Klimaschützer am kommenden Wochenende. Zehntausende werden da erwartet zu Fahrradsternfahrt und Blockade-Aktionen.

VDA-Präsident Bernhard Mattes glaubt - trotz angekündigten Protesten - an eine erfolgreiche IAA

Dass die Konzerne sich Gedanken um die Klimadebatte gemacht haben, ist ihren Auftritten deutlich anzumerken. "Was die nächste Generation am meisten bewegt, ist der Klimawandel", sagt der neue BMW-Chef Oliver Zipse. Bei den Münchnern durften Windräder als Bestandteil der Videoshow genauso wenig fehlen wie bei den Rivalen von Mercedes-Benz die grünen Stadtansichten Frankfurts. Genauso wie der Verweis, dass die Produktion von BMW in Europa schon CO2-neutral sei, und bei Mercedes die europäischen Werke 2022 so weit sein sollen. 

Größte Show bei VW

Die größte Show zieht Volkswagen für seinen Kompaktwagen ID.3 ab, der dem Konzern in der Elektrowelt golf- und käferähnliche Verkaufszahlen bringen soll. VW-Chef Herbert Diess wird nicht müde, für seinen Elektrokurs politische Unterstützung einzufordern. Und ein bisschen schlechtes Gewissen mag im Rückblick auf den Dieselskandal eine Rolle spielen, wenn Chefdesigner Klaus Bischoff gleich zwei Kinder auf die Bühne bittet, um deren Vision von sauberer Mobilität zu erfahren. 

Impressionen vom Starttag

Die dicken SUV-Dinger sind auf der geschrumpften IAA immer noch an jeder Ecke präsent. Schließlich wächst das Segment weltweit, und die Firmen verdienen mit größeren Autos mehr als bei den ausgereizten Kleinwagen. Stark umlagert von Fotografen und Kameras ist der neue "Defender" von Land Rover - die britische Geländewagen-Ikone, die im 21. Jahrhundert auch mit einem "Urban Pack" angeboten wird. Dazu dichtet die Marketing-Abteilung: "Erobern Sie den Großstadtdschungel. Mit dem Urban Pack zieht der Defender in der Stadt mit Stil, Selbstvertrauen und Gelassenheit alle Blicke auf sich." 

Beeindruckende Defender-Show bei Land Rover

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