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Autonomes Fahren am Frankfurter Mainkai

Selbstfahrende Busse am Mainkai - Mini-Busse ohne Fahrer - 3 Haltestellen

© FFH

In Frankfurt können Fahrgäste bald die ersten autonom fahrenden Minibusse testen. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) hat nun das erste von zwei Fahrzeugen am Mainkai vorgestellt.

Für sechs Passagiere ist Platz, an drei Haltestellen sollen sie von Ende September an kostenlos mitfahren können. In den nächsten Tagen wird das elektrisch betriebene, maximal 15 Kilometer pro Stunde rollende Fahrzeug die etwa 700 Meter lange Strecke laut RMV zunächst einmessen. Zahlreiche Sensoren und Kameras speichern dann Informationen beispielsweise zu Bordsteinen und Laternen, wie RMV-Sprecherin Vanessa Rehermann erklärte. Das zweite Fahrzeug soll in der kommenden Woche angeliefert werden. Die Kosten für einen Minibus belaufen sich laut RMV auf einen "niedrigen sechsstelligen" Betrag.

Weitere Städte interessiert

Insgesamt plant der RMV Tests mit vier Kleinbussen. Wo die beiden anderen Busse eingesetzt werden sollen, steht laut Rehermann noch nicht fest. Es hätten aber einige Städte Interesse angemeldet. Im Testbetrieb an dem seit Ende Juli für Autos gesperrten Mainkai werden "Operatoren" die Fahrt überwachen. Sie werden von der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) geschult, die auch die Fahrzeuge technisch betreut.

Autonomes Fahren auch in Wiesbaden

Auch in Wiesbaden sollen von Herbst an autonom fahrende Busse getestet werden. Der Dauerbetrieb mit den elektrisch betriebenen Shuttle-Bussen auf dem Gelände der Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Die Stadt Mainz bereitet nach einem Test im vergangenen Jahr schon einen Regelbetrieb mit autonom fahrenden Kleinbussen vor. 

Daniel Granitzny

Reporter:
Daniel Granitzny

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