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Bürgermeister von Lich bekommt Drohbrief

"Ansonsten geht die Bombe hoch" - Bürgermeister von Lich bekommt Drohbrief

© Dietz AG

So ist das Logistikzentrum geplant.

Eskalation im Streit um ein geplantes Logistikzentrum in Lich: Der Bürgermeister der Stadt hat einen Drohbrief erhalten. Schon vorher gab es Angriffe gegen Stadtpolitiker.

Eingeschlagene Autoscheiben

Farbbeutel gegen das Rathaus, Verwüstungen im Vorgarten des Bürgermeisters, eingeschlagene Autoscheiben bei Magistratsmitgliedern und jetzt ein Drohbrief: „Verhindere das Logistikzentrum, ansonsten geht die Bombe hoch“ steht da drin. Unterschrieben von Jim Knopf. Bürgermeister Bernd Klein hat Polizei und Staatsschutz eingeschaltet.

Gegner des Logistikzentrums distanzieren sich

Der Verein "Bürger für ein lebenswertes Lich", der das Logistikzentrum des Online-Händlers Wayfair verhindern will, sagt im Gespräch mit HIT RADIO FFH: „Von uns kommt das nicht, das hat nichts mit Demokratie zu tun“.

Die Stadtverordneten von Lich hatten Ende September mehrheitlich entschieden, dass das umstrittene Logistikzentrum des Bauunternehmens Dietz AG und des amerikanischen Online-Händlers Wayfair auf der Langsdorfer Höhe kommen kann. 18 Stadtverordnete stimmten für die Pläne, acht dagegen und sechs enthielten sich. Mitglieder der Bürgerinitiative begleiteten die Entscheidung mit lauten Pfiffen.

Die Kritiker fürchten, dass die Landschaft durch das Logistikzentrum verschandelt wird und mehr LKWs durch den Ort fahren. Die Halle soll rund 20 Meter hoch, 140 Meter breit und 300 Meter lang werden. 

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Sabrina Meier

Reporter
Sabrina Meier

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