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Rekordsumme nach Behandlungsfehler für UKGM Gießen

Uniklinik Gießen - Rekord-Schmerzensgeld nach OP-Fehler

© dpa

800.000 Euro Schmerzensgeld muss das Uniklinikum Gießen für einen Behandlungsfehler zahlen. Das hat das Landgericht Gießen geurteilt. Es ist der höchste Betrag, den ein Gericht in Deutschland je verhängt hat.

Fehler bei Routineoperation

Vor sechs Jahren verletzt sich der damals 17-Jährige beim Fußballspielen an der Nase – sie muss mit einer Routineoperation gerichtet werden. Dabei werden allerdings die Schläuche am Beatmungsgerät falsch angeschlossen, es kommt für 25 Minuten zu einer Sauerstoffunterversorgung, der Jugendliche wacht nie wieder richtig auf. Er ist gelähmt, im Wachkoma und für den Rest seines Lebens auf fremde Hilfe angewiesen.

Fehler ohne Risiko passiert

Die Richterin urteilt: So etwas darf nicht passieren, die Bedienung des Beatmungsgeräts ist ein Bereich mit voll beherrschbarem Risiko. Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

Sabrina Meier

Reporter
Sabrina Meier

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