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Gesundheitsdaten "keine Handelsware"

Hessen will Gesetzesinitiative - Gesundheitsdaten "keine Handelsware"

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Seine Fitness zu messen - für viele heute selbstverständlich - doch die Daten könnten böse Folgen haben

Immer mehr Menschen tragen Fitness-Tracker oder messen per Handy ihre Schritte, den Blutdruck oder den Schlafrhythmus. Diese Daten sind begehrt – auch bei Kranken- oder Lebensversicherungen - sie könnten damit Risiko-Kunden ablehnen. Dem will aber Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann einen Riegel vorschieben.

"Gesundheitsdaten dürfen keine Handelsware werden"

"Gesundheitsdaten dürfen nicht zur Handelsware" werden, sagt die Ministerin. Selbst wenn jemand freiwillig seine Daten zur Verfügung stellt, Krankenkassen- oder Lebensversicherer sollen gesetzlich gehindert werden, die zu nutzen. Wenn nämlich weniger sportliche oder Menschen mit Gesundheitseinschränkungen mehr zahlen – das sei diskriminierend und ausgrenzend.

Gesetz könnte schnell rechtskräftig werden

Die meisten Bundesländer wollen heute im Bundesrat der hessischen Gesetzesinitiative zustimmen, sagt die Ministerin. Das habe sie vorher schon abgeklärt. Dann könnte ein solches Gesetz auch schnell durch den Bunderstag und rechtskräftig werden..

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Hessens Justizministerin Kühne-Hörmann will verhindern, dass Versicherer ihre Tarife nach  individuellen Gesundheitsdaten berechnen

Peter Hartmann

Reporter
Peter Hartmann

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