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Frühchen vergiftet: Lebenslange Haft für Elena W.

Frühchen in Marburg vergiftet - Lebenslange Haft für Ex-Krankenschwester

© FFH-Reporterin Isabel Pfannkuche

Elena W. im Beisein ihrer Verteidiger kurz vor der Urteilsverkündung am Landgericht Marburg.

Eine frühere Kinderkrankenschwester des Uniklinikums Gießen und Marburg ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden - unter anderem wegen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und Misshandlung von Schutzbefohlenen. Das Landgericht Marburg ist überzeugt: Elena W. brachte drei Frühchen in Lebensgefahr, indem sie ihnen eigenmächtig ärztlich nicht verordnete Medikamente verabreichte.

Die 30-jährige Deutsche hatte den drei Neugeborenen demnach zwischen Dezember 2015 und Februar 2016 Beruhigungs- und Narkosemittel gegeben, die nicht auf dem Behandlungsplan standen. Ihr Ziel war laut Urteil in allen Fällen, dass die Kinder reanimiert werden müssen, um sich bei der Rettung zu profilieren - oder im Todesfall bei der Trauerarbeit.

Urteil geht über Plädoyers hinaus

Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft für die Ex-Krankenschwester gefordert, die Verteidigung Freispruch. Sie selbst hat im Prozessverlauf zu den Vorwürfen geschwiegen.

Sarah Ochs, die Mutter eines der drei Babys, am FFH-Mikro:

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