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AfD wählt Bundesspitze in Braunschweig

AfD Bundesparteitag - Meuthen an Parteispitze bestätigt

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Generationswechsel bei der AfD: Der 44-jährige Tino Chrupalla aus Sachsen führt die Partei künftig gemeinsam mit Jörg Meuthen (58). Nach dem Rückzug von Alexander Gauland vom Parteivorsitz setzte sich der Bundestagsabgeordnete am Samstag beim Bundesparteitag in Braunschweig in einer Stichwahl gegen seinen Fraktionskollegen Gottfried Curio durch.

Der 78-jährige Gauland hatte Chrupalla selbst vorgeschlagen. Meuthen wurde im Amt des zweiten Vorsitzenden bestätigt.Meuten setzte sich mit 69,18 Prozent der Stimmen gegen die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst und Wolfgang Gedeon durch, der nach Antisemitismusvorwürfen in Baden-Württemberg aus der Landtagsfraktion ausgeschlossen worden war.

Meuthen gegen Rechtsruck der Partei

Meuthen rief die AfD dazu auf, in den nächsten Jahren Regierungsfähigkeit zu erwerben. "Wir müssen bereit sein. Deutschland braucht uns", sagte er. Die Partei habe in den vergangenen Jahren ihre Professionalität deutlich verbessert, dürfe dabei aber jetzt nicht stehen bleiben. "Jetzt kommt erst die eigentliche Bergetappe." Meuthen bezeichnete seinen politischen Kurs als "konservativ, freiheitlich und patriotisch". Der alte und neue AfD-Vorsitzende wandte sich strikt gegen einen Rechtsruck seiner Partei: "Für eine Rechtsaußenpolitik stünde ich nicht zur Verfügung."

Chrupalla musste in Stichwahl

Er halte auch die Unvereinbarkeitsliste der AfD, die eine Mitgliedschaft in bestimmten anderen Gruppierungen wie der Identitären Bewegung ausschließt, für absolut notwendig. Chrupalla musste in eine Stichwahl mit Curio, die er mit 54,51 Prozent gewann. Er betonte, er wolle "etwas Neues aufbauen, das gut und richtig ist für unser Land". Mit ihm könne die AfD eine Doppelspitze mit Vertretern aus West und Ost erhalten.

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