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Nach August-Unwetter: Nur ein Betrieb bekommt Geld

Nach August-Unwetter - Hessen zahlt nur einem Geschädigten Geld

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Archiv-Bild (19.08.2019), Hessen, Langen: Umgestürzte Bäume und ein Wegweiser liegen auf der Prinzessin-Margaret-Allee im Westen der Stadt. Am Abend zuvor war ein Unwetter über die Stadt gezogen. 

Knapp fünf Monate nach den heftigen Unwettern in Südhessen bekommt nach Überprüfung aller Hilfsanträge nur ein Geschädigter finanzielle Hilfe vom Land. Insgesamt waren nach dem Gewitter mit schweren Schäden und mehr als 20 Verletzten 27 Anträge auf finanzielle Unterstützung gestellt worden. Fünf Betriebe und 22 Privatleute hatten wegen ihrer Schäden Gelder beantragt. Ein Geflügelzuchtverein aus Seligenstadt bekommt nun 1110 Euro, wie das zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Land Hessen hatte Hilfe zugesagt

Am 18. August waren die Gewitter mit Hagel und Fallwinden über die Städte Dreieich, Dietzenbach, Heusenstamm, Langen, Rodgau, Seligenstadt und Egelsbach (alle Kreis Offenbach) hinweggefegt und hatten teils binnen Minuten schwere Schäden angerichtet. Das Land Hessen hatte daraufhin zugesagt, Betroffene finanziell zu unterstützen.

Auflagen waren hoch

Die Auflagen für eine Finanzspritze waren allerdings hoch. "In der Mehrzahl der Fälle kommen keine Finanzhilfen zur Auszahlung, da die unwetterbedingten Schäden zum größten Teil durch abgeschlossene Gebäudeversicherungen gedeckt waren", heißt es in einer Antwort des Regierungspräsidiums in Darmstadt. Für Schäden an Außenanlagen würden zudem in der Regel keine staatlichen Hilfen gewährt. Auch wer versäumt habe, eine übliche Versicherung abzuschließen, könne nicht mit Hilfen rechnen. Von der 27 Anträgen habe die eigens gebildete Schadenskommission des Kreises Offenbach in drei Fällen eine Hilfe empfohlen. Im Fall des Geflügelzüchtervereins wurde sie nun gewährt.

Die Antragsfrist ist längst abgelaufen. Die Aufräumarbeiten in den betroffenen Teilen des Kreises Offenbach laufen indes noch immer. "Es sind noch immer Holzfahrzeuge im Wald", sagte eine Sprecherin des Kreises.

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