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Kaum neue Windräder in 2019 gebaut

Gegenwind für die Windbranche - Kaum neue Windräder in 2019 gebaut

© dpa

Hessen, Beuerbach: Ein Windrad steht auf einer Anhöhe. Im Hintergrund ist der Feldberg zu erkennen.

Der Bau neuer Windräder ist in Hessen im vergangenen Jahr nahezu zum Erliegen gekommen. Nach vorläufigen Zahlen wurden in dem schwarz-grün regierten Bundesland nur vier neue Windkraftanlagen in Betrieb genommen mit einer Gesamtleistung von knapp 14 Megawatt, damit lag Hessen im Vergleich der Flächenländer auf dem vorletzten Platz vor dem Saarland.

Im Vorjahr war in Hessen noch eine Gesamtleistung von fast 232 Megawatt hinzugekommen. Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2014 bis 2018 betrug das Minus beim Zubau 2019 gut 94 Prozent. Die Zahlen gehen aus einer vorläufigen Auswertung der Fachagentur Windenergie an Land hervor.

Bundesweit tiefster Stand seit über 20 Jahren

Auch bundesweit kämpft die Branche mit Gegenwind. Laut Fachagentur brach der Bau neuer Windräder an Land im vergangenen Jahr in Deutschland auf den tiefsten Stand seit mehr als 20 Jahren ein. Demnach wurden nur 276 neue Anlagen in Betrieb genommen mit einer Gesamtleistung von 940 Megawatt. Im Vergleich zum Vorjahr war dies bei der Leistung ein Rückgang von mehr als 60 Prozent, im Vergleich zum Durchschnitt des Zubaus der vergangenen fünf Jahre ein Minus von 77 Prozent.

Hessen spielt kaum eine Rolle

Ähnlich niedrige Zubauzahlen wie in Hessen gibt es unter den Flächenländern auch im ebenfalls schwarz-grün regierten Baden-Württemberg sowie im flächenmäßig größten Bundesland Bayern, aber auch in Sachsen und im Saarland. Die meiste Leistung hingegen ging den Daten zufolge im vergangenen Jahr in Brandenburg ans Netz mit 57 Anlagen und rund 194 Megawatt (MW). Hessen spielte im bundesweiten Vergleich mit einem Anteil von 1,5 Prozent an der zugebauten Leistung kaum eine Rolle.

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