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CDU in Kassel: Ärger um rassistisches Posting

CDU in Kassel - Ärger um rassistisches Posting

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Das Rathaus in Kassel.

Wegen eines rassistischen Postings im Internet hat die CDU in Kassel einen Stadtverordneten ihrer eigenen Partei aufgefordert, sein Mandat niederzulegen. Die Zeitung HNA hatte zuerst darüber berichtet.

AfD wirbt um Hildebrandt

Kurz vor dem Jahreswechsel teilte der CDU-Stadtverordnete Jörg Hildebrandt bei Facebook öffentlich ein Bild, das aussagt, dunkelhäutige Menschen könnten genau so wenig EU-Bürger sein, wie Löwen Vegetarier. Die HNA zitiert beispielsweise die Junge Union mit den Worten: Wer als Mandatsträger der CDU Verantwortung trage, dürfe auch nicht auf privaten Seiten derart agieren. Hildebrandt selbst sei am Abend nicht mehr erreichbar gewesen. Die AfD nimmt den Politiker in Schutz und erklärt ihn laut der Zeitung zum Opfer "Merkelscher Hetzjagden". Sie fordert ihn auf, zur AfD zu wechseln.

Hildebrand will Mandat nicht niederlegen

"Der Beitrag wurde von mir vorschnell geteilt ohne die Tragweite oder mögliche Sichtweisen zu bedenken", sagte Hildebrandt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Einen wie auch immer gearteten rassistischen Ansatz beziehungsweise rassistische Motivation beim Teilen weise er auf das Schärfste von sich. Der Rückzugsforderung könne er "leider nicht nachkommen, da es für mich ein Schuldeingeständnis wäre". Seine politische Heimat sei und bleibe die CDU.

Olaf Brinkmann

Reporter
Olaf Brinkmann

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