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Wochenendwetter: Es wird Winter - ein bisschen

Das Wetter zum Wochenende - Es wird Winter - ein bisschen...

Bislang gab es den Winter 2019/20 hier in Hessen ja eigentlich nur in der Theorie. Doch dieser „Winter“ startet jetzt einen kleinen Anlauf, und zumindest Frost und Gipfelschnee können wir dabei erwarten – und übrigens auch einen extrem hohen Luftdruck.

Dem Kalender nach befinden wir uns zwar mitten in der kalten Jahreszeit, doch in der letzten Zeit gab es stattdessen immer mal zweistellige Plusgrade und ein fast schon vorfrühlingshaftes Ambiente. Frost und Schnee waren bislang Mangelware, und die weiße Pracht suchte man selbst in den Gipfellagen der Mittelgebirge vergeblich. Doch das hat sich zumindest ein wenig geändert: Es ist kälter geworden - und mancherorts auch weiß.

Sonntag

Seit der Nacht zogen einige Schauer über Hessen hinweg, und damit war mal wieder etwas Schnee mit Glättegefahr verbunden. Vor allem in den Mittelgebirgen (zum Beispiel Rhön, Vogelsberg, Knüll, Hoher Meißner und Upland) hat sich hier und da eine kleine Schneehaube entwickelt, dort hält die Glättegefahr durch Neuschnee auch tagsüber an. Sonst gibt es zwischen 1 und 6 Grad plus, es gibt ein Gemisch aus Wolken und Sonnenschein, örtlich mit Schnee- und Regenschauern. Insgesamt sollte die Sonne im Laufe des Tages etwas häufiger durchkommen als am Vormittag.

Neue Woche

In der neuen Woche stellt sich trocken-kaltes Wetter ein, die Schauer verschwinden, und diese Witterung dauert erst einmal an. Wobei sich die Kälte hauptsächlich auf die Nacht- und Morgenstunden konzentriert, zusammen mit örtlich glatten Straßen und Wegen. In einigen Frostlöchern sind da durchaus -5 Grad drin. Tagsüber bekommen wir dann jedoch +4 oder +5 Grad, und es scheint zeitweise die Sonne. Nur dort, wo sich örtlicher Dauernebel hält (zum Beispiel in Nord- und Osthessen), bleibt es den ganzen Tag über kalt und grau.

Wie lange diese kalte Phase genau andauert, kann man derzeit noch nicht sagen. Aber erfahrungsgemäß wird es nach vier oder fünf Tagen Kälte mit neuen Regenwolken wieder milder - voraussichtlich zum nächsten Wochenende hin.

Scheibe kratzen und Rutschgefahr

Auch wenn wir in den nächsten Tagen am Auto wieder die Scheiben freikratzen und auf Rutschgefahr achten müssen: So richtig kalt ist und winterlich ist das natürlich nicht. Denn die Luft kommt nicht etwa aus den Dauerfrostregionen von Skandinavien oder Russland zu uns, sondern von der im Vergleich dazu deutlich wärmeren Nordsee. Die Kälte wird daher erst bei uns so richtig produziert, und zwar in Form von Nachtfrost. Am Tage erwärmt sich die Luft dann wieder auf Werte über 0 Grad. Schnee fällt zwar hier und da in Form von einzelnen Schauern, aber das bleibt punktuell und meist auf die Mittelgebirge beschränkt.

Außerordentlich hoher Luftdruck

Trotzdem hat diese Wetterlage eine Sensation zu bieten, und zwar einen für Hessen außerordentlich hohen Luftdruck. Zum Start in die neue Woche dürfte das neue Hoch „Ekart“ am Montag hier bei uns extrem hohe Druckwerte von über 1045 Hektopascal (abgekürzt: hPa) bringen, möglicherweise nähern wir uns im Laufe des Montags der 1050-hPa-Marke! Für Hessen liegen die Rekordwerte eben dort bei ca. 1050 hPa (Nordhessen etwas darüber, Südhessen etwas darunter), der deutsche Allzeit-Luftdruckrekord liegt bei 1061 hPa.

Wenn wir bedenken, dass diese Rekorde schon über 100 Jahre alt sind, zeigt das die Seltenheit eines solch hohen Luftdrucks hier in Hessen. Zuletzt hatte Hoch „Yörn“ Ende Dezember 2016 Druckwerte von etwa 1045 hPa gebracht. Auch wenn wir diese rekordverdächtigen Luftdruckwerte weder sehen, hören noch spüren können, sondern einfach nur messen: Der Barometerstand ist schon ein Hingucker! Zumindest bei allen, die noch ein altes Instrument besitzen, das mit einem Zeiger die Werte angibt. Das Barometer ist nicht etwa kaputt, sondern der Zeiger steht am Montag wirklich rechts fast am Anschlag.

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