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«Rosenheim-Cop» Hannesschläger gestorben

Joseph Hannesschläger ist tot - «Rosenheim-Cops»-Schauspieler gestorben

Er war das Gesicht einer der beliebtesten deutschen Fernsehserien: Joseph Hannesschläger, der "Rosenheim-Cop", ist tot. Er verlor den Kampf gegen den Krebs im Alter von 57 Jahren (2. Juni 1962), wie die PR-Agentur Presse-Partner unter Berufung auf Hannesschlägers Ehefrau bestätigte. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Hannesschläger starb in München. Seine Frau sei bei ihm gewesen, teilte die PR-Agentur mit. 

Seit 2002 in "Die Rosenheim-Cops" zu sehen

Seit 2002 war er als Kommissar Korbinian Hofer in der ZDF-Kultserie "Die Rosenheim-Cops" zu sehen. Erst im Herbst 2019 hatte er seine unheilbare Krankheit öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er nicht mehr in der Erfolgsserie mitspielen kann. Zuletzt hatte er nach Informationen der "Bild"-Zeitung im Januar 2020 wegen seiner Krankheit auch eine Theaterrolle absagen müssen. Hannesschläger hinterlässt seine Ehefrau Bettina, die er 2018 geheiratet hatte. Er lebte bis zuletzt in seiner Geburtsstadt München. 

Erfolge im Theater, Kino und Fernsehen

Nach Angaben auf seiner Homepage hat Hannesschläger im Laufe seiner Karriere in mehr als 45 Theaterstücken und rund 40 Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Er trat auch als Kabarettist auf und hatte mit "Discotrain" auch seine eigene Band. Seine wichtigste Rolle aber war die des schwergewichtigen Kommissars Korbinian Hofer in den "Rosenheim-Cops", in der er 17 Jahre lang zu sehen war. 

Polizei trauert

Im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim ist die Trauer über den Tod des TV-Ermittlers Joseph Hannesschläger groß. "Als Korbinian Hofer war der "Rosenheim Cop" seit rund 20 Jahren für die Polizei und die Region Rosenheim ein großartiger Sympathieträger", sagte Polizeipräsident Robert Kopp der Deutschen Presse-Agentur. "Unser tief empfundenes Mitgefühl geht an seine Familie, die ihm bis zum Schluss immer zur Seite stand." Das Polizeipräsidium werde ihn stets in würdevoller Erinnerung behalten. 

Der Polizeipräsident und der Fernseh-Polizist kannten sich gut. Kopp nannte ihn deshalb auch gerne "meinen Kollegen". Er habe ein besonderes Gespür für die Menschen und nicht zuletzt auch eine gesunde Portion trockenen Humors gehabt. "Eigenschaften, mit denen wir uns auch im wahren Polizistenleben ebenfalls gerne identifizieren", hatte der Polizeipräsident früher mal gesagt. 

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