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Corona-Virus breitet sich in China weiter aus

170 Tote - Corona-Virus breitet sich weiter aus

© dpa

 China, Tianjin: Forscher verpacken Nachweisreagenzien für das neue Coronavirus. 

 Trotz drastischer Maßnahmen steigt in China die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus weiter deutlich an.

Alleine in China haben sich inzwischen fast 8000 Menschen mit dem Virus infiziert, 170 sind an der ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.


Die wichtigsten Fakten zum Corona-Virus


Nachdem auch Tibet die erste Erkrankung mit dem neuen Coronavirus gemeldet hatte, sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Die ersten Fälle waren Ende Dezember in der zentralchinesischen Stadt Wuhan aufgetreten.

Virus in ganz China nachgewiesen

Auch Frankreich meldete eine weitere Infektion. Bei der mittlerweile fünften Erkrankung im Land handele sich dabei um die Tochter des ebenfalls erkrankten 80-jährigen Touristen aus China, teilte das französische Gesundheitsministerium mit. Der Zustand des 80-Jährigen sei ernst, der Mann werde weiter in einem Pariser Krankenhaus behandelt. Außerdem habe sich der Zustand eines weiteren infizierten etwa 30-Jährigen verschlechtert, der seit Ende vergangener Woche behandelt wird. Derzeit sind rund 50 Infektionen mit dem Coronavirus außerhalb Chinas bestätigt.

Franzose in kritischem Zustand

Die vier ersten Patienten in Deutschland waren am Mittwoch nach Angaben des behandelnden Chefarztes Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing symptomfrei und in klinisch gutem Zustand.

Viele Rückholaktionen geplant

Viele Staaten, darunter auch Deutschland, arbeiten weiter daran, ihre Bürger aus der besonders betroffenen Stadt Wuhan in Zentralchina auszufliegen. In Japan kehrte am Donnerstag bereits die zweite Chartermaschine mit 210 Landsleuten aus Wuhan zurück. Am Vortag waren bereits 206 Japaner heimgeholt worden. Nach bisherigen Erkenntnissen ist bisher keiner von ihnen positiv auf den neuen Erreger worden. Auch die USA hatten am Mittwoch rund 200 Staatsbürger ausgeflogen.

Reisewarnung des Auswärtigen Amtes

Die Bundesregierung warnt jetzt vor Reisen in die zentralchinesische Provinz Hubei, von der aus sich das neuartige Coronavirus ausbreitet. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von Reisen in die Region um die Millionenstadt Wuhan abgeraten. Jetzt heißt es auf der Internetseite des Ministeriums: "Vor Reisen in die Provinz Hubei wird gewarnt." An anderer Stelle heißt es aber trotzdem weiterhin: "Das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan wird als moderat eingeschätzt."

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