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Sturmwarnung für Hessen - viele Schulausfälle

FFH-Wetterexperte Martin Gudd - Sturmwarnung für Hessen

Sturm-Update von FFH-Wetterexperte Dr. Martin "Wetter" Gudd: Auch am Montag nach der Sturmnacht geht es stürmisch weiter.

Dieser Winter verlief in Hessen bislang viel zu warm, manchmal viel zu nass, und er wird jetzt auch noch ausgesprochen stürmisch! Denn wir erwarten Böen von über 100 km/h! Informationen von FFH-Wettermann Dr. Martin Gudd.


Das aktuelle Hessenwetter - Alle Infos zur aktuellen Lage am Sturm-Montag rund um die Uhr bei FFH und am Montag ab 5 Uhr in FFH Guten Morgen, Hessen!

Die aktuellen Entwicklungen zum Sturmtief Sabine im Überblick.

Informationen zu Schulausfällen.


Seit einiger Zeit hat sich ja über dem Atlantik eine Art „Rennbahn“ etabliert, auf der ein Tiefdruckgebiet nach dem anderen von Westen her Richtung Kontinent rauscht. Bisher haben wir das hier in Hessen hauptsächlich in Form von Dauerregen mitbekommen.

Zusätzlich zum Regen gibt es in weiten Teilen von Europa auch noch heftigen Sturm. Grund hierfür ist, dass sich ab Sonntag Tief "Sabine" besonders stark entwickelt, über Schottland und die Nordsee hinwegzieht und dann mit einem Riesensturmfeld weite Teile von Mitteleuropa heimsuchen soll.

Schäden wird es geben

Wir erwarten bei diesem Sturm auf jeden Fall Schäden. Welcher Art die sind, kann man natürlich jetzt noch nicht sagen, hauptsächlich dürfte es sich um umstürzende Bäume handeln. Daher sollten sich alle schon mal drauf einstellen, dass es Sonntagabend, Montag und Dienstag auf Straße und Schiene zu erheblichen Behinderungen kommen kann.

Höhepunkt am Montag

Den Höhepunkt des Sturms erwarten wir mit starken Regengüssen und Gewittern in der Nacht zu Montag und in den frühen Morgenstunden. Orkanböen von ca. 120 km/h sind speziell in den Mittelgebirgen durchaus drin, doch auch in den Tälern dürften die Spitzengeschwindigkeiten des Südwest- bis Westwindes bei etwa 100 km/h liegen oder sogar darüber.

Auch am Montag selbst weht der Wind weiter sehr stürmisch, vor allem in einigen nachfolgenden Regen- und Schneeschauern sind immer noch Böen von 90 bis 100 km/h drin. Die ganz heftigen Böen lassen nur zum Abend hin vorübergehend mal nach. Der Wind hat etwas auf West gedreht, und es gibt dazu zwischen 2 und 8 Grad.

Hessisches Kultusministerium weist auf mögliche Schulausfälle hin

Wegen des erwarteten Orkantiefs Sabine und seinen Folgen hat das hessische Kultusministerium auf einen möglichen Ausfall des Schulunterrichts am Montag hingewiesen. Sollte die Sicherheit des Schulwegs nicht gewährleistet werden können, unterstütze das Ministerium alle Schulleitungen in ihrer Entscheidung, den Schulbetrieb ganz ausfallen zu lassen, hieß es in einer Mitteilung am Samstagabend. In der Regel entscheiden die Schulen in Hessen selbst darüber, ob der Unterricht ausfällt oder stattfindet.

Nachschlag am Dienstag

Einen zweiten und möglicherweise noch einmal sehr heftigen Sturm-Nachschlag gibt es dann am späte Montagabend und in der Nacht zu Dienstag. Auch da können noch einmal schwere Böen aus West um die 100 bzw. 110 km/h auftreten, zusammen mit kräftigen Regen- und Schneeschauern.

Dienstag tagsüber lässt der starke Wind dann zum späten Nachmittag und Abend hin langsam nach, es wird in der Atmosphäre allmählich ruhiger – und dann auch noch etwas kälter.

Ein langer Winterorkan

Sehr bemerkenswert ist diesmal die lange Dauer dieses Sturmes. Das liegt daran, dass wir es diesmal mit der großräumigen Version eines Winterorkans zu tun haben. Dabei umfasst das Sturmfeld weite Teile von Mitteleuropa, Orkanböen von 120 km/h und mehr sind von der Nordseeküste bis hin zu den Alpen möglich. Das Tief selbst zieht sehr langsam und daher dauert der Sturm auch ziemlich lange. Berühmt-berüchtigte Beispiele dieser Art waren die Orkane „Daria“ und „Vivian“, die im Sturmwinter 1989/90 weite Teile von Europa heimsuchten.

Schwacher Trost: Die Böen in diesen Riesenstürmen sind häufig nicht ganz so krass stark wie in den kleinräumigeren Winterorkanen. Diese Versionen dauern zwar nur wenige Stunden, bringen aber häufig extrem starke Böen von bis zu 150 km/h und sogar mehr. Die Orkane „Lothar“ (1999), „Hertha“ und „Wiebke“ (jeweils 1990) gehören zu dieser Kategorie.

Das aktuelle Wetter für Hessen

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