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Bis zur Sommerpause soll neuer CDU-Chef feststehen

Nächste Woche erste Gespräche - Zwei Bewerbungen für CDU-Parteivorsitz

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Viele in der Union wünschen sich rasch Klarheit über CDU-Vorsitz und Kanzlerkandidatur. Nächste Woche will die scheidende Parteichefin mit den drei potenziellen Bewerbern sprechen. Einen Grund für Hektik sieht sie nicht.

"Es besteht jetzt kein Grund darin, innerhalb von 24 Stunden irgendeine eine Entscheidung zu treffen", sagte sie am Freitagabend in der ARD. Angesichts der internationale Lage und der Bedeutung Deutschlands müsse man immer auch die Stabilität des Landes im Blick behalten - "auch bei parteipolitischen Entscheidungen". Kramp-Karrenbauer bestätigte, dass sie in der nächsten Woche Einzelgespräche "mit den drei potenziellen Kandidaten" führen werde. "Erst danach kann man sehen, wie es weitergeht." Am darauffolgenden Montag, also am 24. Februar, werde sie die CDU-Spitzengremien über die Gespräche informieren. Dann werde man über das weitere Vorgehen beraten und auch festlegen, wie es weitergehen solle.

AKK hatte am Montag Verzicht auf Kanzlerkandidatur erklärt

Die CDU-Vorsitzende hatte am Montag ihren Verzicht auf die Kanzlerkandidatur erklärt, auch für die Parteispitze will sie nicht mehr kandidieren. Ihr Ziel sei es, die personellen Fragen vor der Sommerpause zu klären, bekräftigte sie am Freitagabend in ARD und ZDF. Vom Präsidium sei sie gebeten worden, keine Zeitpläne zu nennen, sondern erst die Gespräche mit den Interessenten zu führen.

Gespräch mit Merz am kommenden Dienstag

Nach dpa-Informationen will sich Kramp-Karrenbauer am kommenden Dienstag mit dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz treffen. Merz hat eine definitive Festlegung in der Öffentlichkeit bisher zwar vermieden, aus seinem engsten Umfeld heißt es aber, er sei zu einer Kandidatur entschlossen. Neben ihm werden der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und Gesundheitsminister Jens Spahn als aussichtsreiche Kandidaten gehandelt. Beide halten sich bisher aber bedeckt.

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