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Corona-Ticker: Bundestag entscheidet über Hilfen

Corona-Ticker - Bundestag entscheidet über weitere Hilfen

Der Bundestag entscheidet am Vormittag über eine stärkere Unterstützung für berufstätige Eltern und für die Gastronomie in der Corona-Krise. Väter und Mütter, die wegen eingeschränkten Kita- oder Schulbetriebs nicht arbeiten können, sollen länger Geld vom Staat bekommen. Der Lohnersatz soll nicht nur 6, sondern bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden.

Aufatmen für viele Gastronomen in Hessen: Ab heute gilt die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel in Restaurants und Kneipen nicht mehr. Es können nun in den meisten Fällen deutlich mehr Gäste bewirtet werden. Es müssen nur noch anderthalb Meter Abstand zwischen den Gästen eingehalten werden. Außerdem müssen Gäste keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen - das Service-Personal aber schon.

Die Lufthansa dreht vorerst eine Warteschleife: Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat am Mittwoch die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro vertagt. Als Grund nannte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission.


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Die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus sind auf www.hessen.de abrufbar.

Tagesaktuelle Liste der Corona-Fälle in Hessen nach Landkreisen.


+++ Ab heute keine 5m²-Regel in der Gastro mehr +++

28.05.20, 07:45 Uhr

Aufatmen für viele Gastronomen in Hessen: Ab heute gilt die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel in Restaurants und Kneipen nicht mehr. Es können nun in den meisten Fällen deutlich mehr Gäste bewirtet werden. Es müssen nur noch anderthalb Meter Abstand zwischen den Gästen eingehalten werden. Außerdem müssen Gäste keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen - das Service-Personal aber schon.

Außerdem dürfen ab heute zu einem Übernachtungsbetrieb gehörende Sauna-, Schwimm, - und Wellnessbereiche auch wieder genutzt werden – jedoch ausschließlich von Übernachtungsgästen und nicht von Tagestouristen.

+++ 100.000 Tote in den USA +++

28.05.20, 07:30 Uhr

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA Angaben von Wissenschaftlern zufolge mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion ums Leben gekommen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA liegt demnach bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten.

+++ Bundestag entscheidet heute über weitere Hilfen +++

28.05.20, 07:15 Uhr

Der Bundestag entscheidet am Vormittag über eine stärkere Unterstützung für berufstätige Eltern und für die Gastronomie in der Corona-Krise. Väter und Mütter, die wegen eingeschränkten Kita- oder Schulbetriebs nicht arbeiten können, sollen länger Geld vom Staat bekommen. Der Lohnersatz soll nicht nur 6, sondern bis zu 20 Wochen lang gezahlt werden.

Im gleichen Gesetz wird die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent gesenkt. Das soll ab Juli für ein Jahr gelten und Restaurants wie Cafés helfen, ihre verlorenen Umsätze nach Abflauen der Pandemie zumindest zum Teil wieder hereinzuholen. Geplant ist auch, dass Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld größtenteils steuerfrei gestellt werden.

+++ Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden +++

27.05.20, 17:30 Uhr

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

+++ Corona-Fall an Gießener Schule: Schüler und Lehrer in Quarantäne +++

27.05.20, 17:28 Uhr

Corona-Fall an der Herder-Schule in Gießen: Ein 14-Jähriger wurde positiv getestet. Deswegen sind nun 22 Schüler und zwei Lehrer in Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt in Gießen mitgeteilt. Auch Familienmitglieder des Jungen sind infiziert. Alle Kontaktpersonen sollen nun getestet werden. 

+++ 509 Euro pro Einwohner: Hessen im Mittelfeld bei Corona-Schulden +++

27.05.20, 15:35 Uhr

Hessen nimmt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Nettokredite in Höhe von 509 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Danach liegt das Land bundesweit im oberen Mittelfeld, bei den meisten Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. Spitzenreiter ist mit großem Abstand Bayern (3049 Euro), gefolgt von Bremen (1754 Euro) und Sachsen (1473 Euro). Thüringen und Berlin verzichten auf eine Kreditaufnahme.

+++ Reisebusfahrer demonstrieren für staatliche Unterstützung +++

27.05.20, 15:18 Uhr

Über 100 Reisebusfahrer haben mit ihren Fahrzeugen in Wiesbaden für staatliche Unterstützung demonstriert. "Die Lage ist dramatisch", sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer, Volker Tuchan, bei der Veranstaltung. Die Stilllegung des Reisebusverkehrs infolge der Coronakrise kostet die Unternehmen laut den Branchenverbänden insgesamt täglich 2,3 Millionen Euro. Das Gewerbe benötige daher nicht zurückzahlbare Soforthilfen. Laut Tuchan wurde dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine entsprechende Resolution überreicht.

+++ Lufthansa nimmt geplante Staatshilfe vorerst nicht an +++

27.05.20, 15:07 Uhr

Die Lufthansa dreht vorerst eine Warteschleife: Der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro vertagt. Als Grund nannte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.Damit würde die Drehkreuzfunktion an den Heimatflughäfen Frankfurt und München geschwächt, argumentieren die Aufsichtsräte und wollen die möglichen Folgen sowie Alternativszenarien prüfen. Hierfür ist bislang allein eine Insolvenz in Eigenverwaltung als so genanntes Schutzschirmverfahren genannt worden. Der Aufsichtsrat nannte aber das Rettungspaket über den staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF die "einzig gangbare Alternative" zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit.

+++ Gesundheitsministerium: Corona-Tests in Schule, Kita, Pflegeheim +++

27.05.20, 14:29 Uhr

Schüler, Lehrer, Kitakinder und ihre Erzieherinnen könnten künftig verstärkt auf Corona getestet werden. Die geplante Ausweitung von Tests auch auf Menschen ohne Symptome soll sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums unter anderem auf diese Bereiche erstrecken. Wie aus einem Verordnungsentwurf des Ministeriums für erweiterte Tests hervorgeht, könnten demnach künftig "alle Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Lebensmittelfirmen (z.B. Schlachthöfen), gastronomischen Einrichtungen sowie Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kitas und Schulen)" getestet werden, wenn dort Fälle mit Covid-19 aufgetreten sind.Der Entwurf sei jetzt innerhalb der Bundesregierung in die Abstimmung gegeben worden, teilte ein Sprecher mit. Die Verordnung solle rückwirkend zum 14. Mai in Kraft treten.

+++ Ministerium veröffentlicht Hygieneplan zu Kita-Öffnungen +++

27.05.20, 14:25 Uhr

Mit einem zwölfseitigen Hygieneplan will Hessens Sozialministerium den Kommunen eine Richtschnur zum geplanten eingeschränkten Kita-Betrieb ab 2. Juni geben. Das teilte Minister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden mit. "Da bei Kindern unter sechs Jahren nicht durchgehend zu erwarten ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander gewahrt ist ... sind bei der Betreuung ... besondere Schutz- und Hygieneregeln zu beachten", heißt es in dem Papier.

+++ EU-Kommission pumpt Milliarden in Wiederaufbauprogramm +++

27.05.20, 11:30 Uhr

Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die dpa aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr. Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über Jahrzehnte gemeinsam getilgt werden.

Damit fällt das von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entworfene Programm noch deutlich größer aus als eine deutsch-französische Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Paket. Mit dem Wiederaufbauplan soll die schlimmste Rezession in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg bewältigt werden.

+++ Gerüchte über Corona-Warn-App sind falsch +++

27.05.20, 11:15 Uhr

Die geplante Corona-Warn-App soll noch vor den Sommerferien fertig werden. Das hat der Software-Entwickler SAP mitgeteilt. Mit der App soll es in Zukunft leichter werden, die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Eine per WhatsApp verbreitete Warnung, dass die App bereits heimlich zwangsinstalliert worden sei, ist dagegen nicht wahr. Der Grund für die Verwirrung ist die technische Schnittstelle, die Google und Apple in den letzten Tagen in ihre Betriebssysteme eingebaut haben. Diese ist bereits jetzt in den Telefon-Menüs sichtbar, aber noch inaktiv.

+++ Kaum noch neue Fälle in einigen Landkreisen +++

27.05.20, 07:45 Uhr

Aus einigen hessischen Landkreisen wurden in den letzten Tagen kaum noch neue Coronavirus-Infizierte gemeldet. Gute Nachrichten unter anderem aus dem Vogelsbergkreis, hier gibt es mittlerweile seit vier Wochen keine einzige neue bestätigte Infektion mehr, wie der Kreis mitteilte. Im Lahn-Dill-Kreis gab es gerade eine Neuinfektion in den letzten sieben Tagen, gleiches gilt für den Odenwaldkreis oder den Landkreis Fulda, das zeigt die Statistik des Sozialministeriums.

+++ Freibäder in Rheinland-Pfalz dürfen jetzt öffnen +++

27.05.20, 07:15 Uhr

Die Freibäder in Rheinland-Pfalz dürfen ab heute öffnen. Aber nicht alle Badbetreiber spielen bei dem verspäteten Saisonstart auch mit. Die Hygieneanordnungen durch die Landesregierung waren erst am Montagabend verschickt worden. Viele Bäder können sie erst in den nächsten Tagen umsetzen.

+++ Bericht: Entscheidung über Reisewarnung soll verschoben werden +++

27.05.20, 06:30 Uhr

Die Bundesregierung wird sich heute laut einem Medienbericht doch nicht mit der Aufhebung der weltweiten Reisewarnung befassen. Grund sei Protest des Bayerischen Ministerpräsidenten Söder, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Regierungskreise. Er persönlich sei skeptisch, was große Urlaubsreisen angehe. In Italien und Frankreich gebe es noch ganz andere Infektionszahlen. Das müsse auf Bundesebene gut überlegt werden, gab Söder zu bedenken.

Das Thema sei nun auf die nächste Kabinettssitzung am 3. Juni verschoben worden. Die Bundesregierung wollte die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. 

+++ Spahn: Chronisch und akut Erkrankte sollen zum Arzt gehen +++

26.05.20, 22:45 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Menschen mit Beschwerden aufgefordert, sich trotz Corona-Krise behandeln zu lassen.In der Hochphase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Anfang Mai waren in Deutschland deutlich weniger Menschen als sonst zu Fachärzten gegangen, so eine NDR-Umfrage. Zu Beginn der Krise hätten sich Praxen und Krankenhäuser zunächst auf Corona-Infizierte einstellen und Abläufe neu organisieren müssen, sagte Spahn. Dies sei mittlerweile gut gelungen und damit das Infektionsrisiko minimiert. Er zeigte sich zuversichtlich, dass es nun nicht zu Terminstaus oder Engpässen in den Praxen kommt.

+++ Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkungen +++

26.05.20, 19:45 Uhr

Hessen verlängert seine Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli. Das bedeutet erst einmal: Es dürfen sich weiterhin nur zwei Personen treffen oder Menschen aus zwei Haushalten. Allerdings kam nach dieser hessischen Entscheidung am Abend noch eine Einigung von Bund und Ländern, demnach könnten die Länder ab dem 6. Juni gestatten, dass sich künftig bis zu zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Es ist aber noch nicht entschieden, ob und wann Hessen diese Regelung übernimmt.

+++ Spanien gedenkt Corona-Opfern mit zehntägiger Staatstrauer +++

26.05.20, 19:15 Uhr

Mit einer ungewöhnlich langen, zehntägigen Staatstrauer wird Spanien der gut 27 000 Todesopfer der Corona-Pandemie gedenken. Die Trauer werde morgen um 12.00 Uhr mit einer Schweigeminute im ganzen Land beginnen, teilte die linke Regierung am mit. Anschließend sollen die Landesfahnen im ganzen Land auf Halbmast gesetzt werden. Es wird die längste Staatstrauer in Spanien seit dem Ende der Diktatur von Francisco Franco 1975 sein.

+++ Nach Restaurantbesuch in Ostfriesland: Infiziertenzahl steigt +++

26.05.20, 18:10 Uhr

Die Ansteckungskette unter Besuchern eines Restaurants in Ostfriesland hat bislang zu 27 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus geführt. Fünf neue Fälle seien heute dazugekommen, teilte der Landkreis Leer mit. Den Erkenntnissen nach zählen 23 Infizierte zu der geschlossenen Gesellschaft, die sich am 15. Mai in dem Restaurant in Moormerland getroffen hatte. Die Zahl der Menschen in Quarantäne sei seit Montag von 133 auf 154 gestiegen.

+++ Macron kündigt Plan von acht Milliarden Euro für Autobranche an +++

26.05.20, 18:02 Uhr

Frankreich will die heimische Autobranche mit einem Hilfspaket von mehr als acht Milliarden Euro stützen. Davon werde über eine Milliarde Euro eingesetzt, um die Nachfrage anzukurbeln, sagte Staatschef Emmanuel Macron. Macron kündigte an, dass staatliche Anreize für den Kauf von Neuwagen erhöht werden. Soll solle die Hilfe für den Kauf eines E-Autos auf 7 000 Euro steigen - bisher sind es 6 000 Euro.

+++ Ryanair kritisiert Lufthansa-Hilfspaket +++ 

26.05.20, 17:35 Uhr

Nach der Zusage von Staatshilfen für die Lufthansa sieht der Billigflieger Ryanair eine Wettbewerbsverzerrung auf dem Luftverkehrsmarkt. Die Hilfen der Bundesregierung in Höhe von neun Milliarden Euro würden den monopolähnlichen Zugriff der Lufthansa auf den deutschen Luftverkehrsmarkt weiter stärken, kritisierte die irische Fluggesellschaft.

+++ Kultusminister Lorz: Schulen noch weit von Normalbetrieb entfernt +++

26.05.20, 17:29 Uhr 

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die zahlreichen geplanten Anpassungen des hessischen Schulgesetzes wegen der Corona-Krise verteidigt. Es müsse etliche Sonderregelungen und Öffnungsklauseln geben, damit die Schulen und die Verwaltung auf die Pandemie flexibel reagieren können, sagte der Minister am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Grundsätzliche Veränderungen der bildungspolitischen Weichenstellungen des Landes seien mit dem Gesetzentwurf nicht geplant.

+++ Verdi fordert Staatshilfe für Karstadt Kaufhof +++

26.05.20, 17:18 Uhr 

Im Ringen um die Rettung der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof fordert die Gewerkschaft Verdi ein Eingreifen des Staates. "Es ist jetzt Zeit für eine politische und finanzielle Unterstützung für die Beschäftigten durch die Politik in den Kommunen, Gemeinden sowie Landesregierungen und der Bundesregierung", sagte Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman. Unterstützung sei auch "in Form von Staatshilfen" erforderlich, betonte Akman. Die Sanierer der Warenhauskette hatten gestern den Gewerkschaftsvertretern ihr Konzept für den kränkelnden Handelsriesen vorgestellt. Laut Sachwalter Frank Kebekus steht mindestens ein Drittel der insgesamt 172 Warenhäuser von der Schließung. Welche Filialen das sind, bleibt weiter unklar.

+++ Weitere Lockerungen in Hessen +++

26.05.20, 15:21 Uhr

Das Corona-Kabinett der Landesregierung hat weitere Lockerungen beschlossen: So dürfen Hotel- und Pensionsgäste in Hessen ab Donnerstag wieder Sauna- und Wellnessbereiche benutzen. Auch weitere bereits angekündigte Lockerungen wurden festgehalten: So dürfen etwa Vereine ab dem 1. Juni Schwimmbäder wieder für Training und Schwimmkurse nutzen. Auch wurde geregelt, dass Kitas zum 2. Juni wieder in einen eingeschränkten Normalbetrieb übergehen können. Alle Verordnungen des Landes zur Corona-Krise wurden ansonsten bis zum 5. Juli verlängert, somit gelten beispielsweise weiterhin die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen oder die Kontaktbeschränkungen.

+++ Bundesrechnungshof sieht geplante Finanzhilfen für Bahn kritisch +++

26.05.20, 15:17 Uhr

Die geplanten Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise stoßen im Bundesrechnungshof auf große Bedenken. Die Bundesregierung plant, das Eigenkapital der Bahn um 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro zu erhöhen. Der Rechnungshof fordert dagegen, die bundeseigene Bahn zunächst wirtschaftlicher aufzustellen.

+++ EZB: Corona-Pandemie verschärft Risiken für Finanzstabilität +++

26.05.20, 15:00 Uhr

Die Corona-Pandemie verschärft nach Einschätzung von Europas Währungshütern die Risiken und Herausforderungen für die Finanzstabilität im Euroraum. Selbst wenn die Infektionsraten in vielen Ländern inzwischen wieder sinken, hätten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus die Schwachstellen noch deutlicher zutage gefördert, stellt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts fest. "Die Pandemie hat einen der schärfsten wirtschaftlichen Abschwünge in der jüngeren Geschichte verursacht, aber weitreichende politische Maßnahmen haben einen finanziellen Kollaps verhindert", erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos in Frankfurt. "Dennoch müssen die Auswirkungen der Pandemie auf die Rentabilitätsaussichten der Banken und die mittelfristigen öffentlichen Finanzen angegangen werden, damit unser Finanzsystem die wirtschaftliche Erholung weiterhin unterstützen kann."

+++ Sechs von zehn EU-Bürgern melden Finanzprobleme wegen Corona +++

26.05.20, 14:52 Uhr

Wegen der Corona-Krise sehen sich sechs von zehn Bürgern in der Europäischen Union in finanziellen Schwierigkeiten. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Europaparlaments hervor. Befragt wurden mehr als 21 000 Menschen in 21 EU-Staaten.30 Prozent von ihnen meldeten Einkommensverluste, 23 Prozent sind nach eigenen Angaben von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen, 14 Prozent haben Probleme, Miete, Rechnungen oder Kredite zu begleichen. Jeder zehnte Befragte gab an, Familie oder Freunde um Hilfe gebeten zu haben. Drei Prozent der Befragten sahen sich vor dem Bankrott.

+++ Zahl der Coronavirus-Infizierten um 34 gestiegen +++

26.05.20, 14:21 Uhr

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infizierten ist in Hessen um 34 gestiegen. Wie das Sozialministerium in Wiesbaden mitteilte, gab es am Dienstag Stand 14.00 Uhr 9804 Fälle. Die Zahl der Todesfälle, die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen, stieg um 2 auf 462. In der Statistik des Ministeriums werden nur Fälle erfasst, die von den Kommunen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in eine Datenbank eingegeben wurden. Die Angaben können nachträglich nach unten oder nach oben korrigiert werden, etwa wenn Fälle nachgemeldet werden.

+++ Hessisches Corona-Kabinett kippt Fünf-Quadratmeter-Regel +++

26.05.20, 14:15 Uhr

Das hessische Corona-Kabinett hat die Fünf-Quadratmeter-Regel für die Gastronomie gekippt. Die Regel, dass pro fünf Quadratmeter Fläche in einem Restaurant, in einem Café oder in einer Kneipe nur ein Gast erlaubt ist, fällt von diesem Donnerstag an weg, wie die Staatskanzlei mitteilt. Die Abstands- und Hygieneregeln sollen weiterhin gelten. Bislang war nur ein Gast pro fünf Quadratmeter erlaubt - eine Reglung, die es nur in Hessen gab. Selbst in großen Biergärten oder auf breiten Restaurant-Terrassen konnten deswegen teilweise nur ein paar Gäste an wenigen Tischen sitzen. Wirte mit kleinen Gasträumen machten oft erst gar nicht auf - sie forderten deswegen das Ende der Regelung.

+++ Verbraucherschützer: Weiter keine Klarheit für Reisende +++

26.05.20, 14:00 Uhr

Die geplante Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten bietet nach Einschätzung von Verbraucherschützern keine ausreichende Sicherheit und Klarheit für Urlauber. "Hygieneregeln sollten möglichst europäisch einheitlich sein", forderte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). "Personen, die zu Risikogruppen gehören, müssen weiterhin von der Reisewarnung umfasst sein, solange es keinen breitenwirksamen und zuverlässigen Impfstoff gibt."

Zudem sollte die Bundesregierung dafür sorgen, dass Urlauber bei unklaren Reiseverhältnissen ihre Restzahlung erst kurz vor Antritt leisten müssten. Unterschiedliche Quarantänebestimmungen, Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen machten Reisen derzeit kompliziert. "Um Überraschungen und Ärger zu vermeiden, müssen Reiseunternehmen Verbraucher gut und verbindlich beraten und sie ehrlich und transparent darüber aufklären, mit welchen konkreten Einschränkungen sie zu rechnen haben", forderte Müller.

Die geplante Aufhebung der Reisewarnung ab 15. Juni soll rechtzeitig vor der Ferienzeit das Startsignal für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa geben.

+++ Ramelow will in der Corona-Krise Rückkehr in Regelmodus +++

26.05.20, 13:47 Uhr

Thüringen will im Juni weitere Corona-Beschränkungen aufheben. Das Land wolle schrittweise aus dem "Krisenmodus in den Regelmodus übergehen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Er wolle aus den "Allgemeinverordnungen raus". Staatliche Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen in ihrer Wohnung lehne er ab - offensichtlich bezog sich Ramelow dabei auf die derzeit bundesweit diskutierten veränderten Kontaktbeschränkungen, die im öffentlichen und privaten Raum gelten sollen. Auch in Thüringen solle weiterhin dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wo sich Menschen zu nahe kämen wie im öffentlichen Nahverkehr, machte Ramelow klar. Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern solle weiter eingehalten werden. Die Schritte zu Lockerungen würden in der kommenden Woche beraten. Entscheidungen seien im Kabinett noch nicht getroffen worden.

+++ Sachsen kündigt weitere Corona-Lockerungen ab 6. Juni an +++

26.05.20, 13:44 Uhr

Sachsen will die Einschränkungen in der Corona-Krise ab 6. Juni weiter lockern. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Dresden mit. Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot und Maskenpflicht bleiben aber. Köpping hatte bereits im Vorfeld einen Wechsel im Umgang mit Corona-Einschränkungen angekündigt. Anstelle von Verboten soll es künftig Gebote geben. Ministerin Köpping kündigte Erleichterungen für den Besuch von Alten- und Pflegeheimen an: "Wir wollen mit der neuen Verordnung eine Ermöglichungshaltung schaffen."

+++ 9,5 Milliarden Euro weltweit gesammelt +++

26.05.20, 13:00 Uhr

Die globale Allianz gegen das Coronavirus hat inzwischen 9,5 Milliarden Euro für die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneien gesammelt. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Das sei ein großartiges Ergebnis, so von der Leyen. Sie hatte am 4. Mai eine internationale Online-Geberkonferenz organisiert, bei der zunächst 7,4 Milliarden Euro zusammenkamen. Seither konnten Privatleute, Stiftungen und Regierungen weiter spenden.

+++ Baden-Württemberg will Kitas vollständig öffnen +++

26.05.20, 11:15 Uhr

Die Kitas in Baden-Württemberg sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern werde zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet, um "spätestens bis Ende Juni die Kitas wieder vollständig öffnen zu können".

Sie stützte sich dabei auf erste Erkenntnisse aus einer Studie zu Kindern und dem Coronavirus, an der die Uniklinik Heidelberg mit Partnern arbeitet. Diese Studie gebe Signale, wonach Kinder bis zehn Jahre als Überträger des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielen, erklärte Eisenmann. Deshalb werde jetzt auch ein Konzept für die weitere Öffnung der Grundschulen entwickelt.

+++ Slowenien öffnet Grenzen für Touristen +++

26.05.20, 11:00 Uhr

Slowenien öffnet seine Grenzen für Urlauber und Geschäftsreisende aus den anderen EU-Ländern. Eine entsprechende Verordnung, die heute in Kraft tritt, erließ die Regierung gestern Abend, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Die Regelung gilt auch für EU-Bürger, die eine Immobilie in Slowenien besitzen. Die betroffenen Personen können ohne Auflagen (wie den Vorweis eines Corona-Tests oder Quarantänepflichten) nach Slowenien einreisen und sich dort aufhalten.

Das zwischen Alpen und Adria gelegene Land hat eine 46 Kilometer lange Meeresküste mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie erwies Slowenien sich bislang als erfolgreich. In den letzten zwei Wochen verzeichneten die Gesundheitsbehörden nur wenige Neuansteckungen.

+++ Bürger scheuen Besuch beim Facharzt +++

26.05.20, 07:40 Uhr

Die Zahl der Facharztbesuche in Deutschland ist in der Hochphase der Corona-Pandemie zwischen Mitte März und Anfang Mai einer Umfrage zufolge massiv gesunken. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage des NDR bei Vertretern von Berufsverbänden, Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen hervor.

Demnach registrierten Kardiologen und Onkologen zwischen 30 und 50 Prozent weniger Termine. Zahnärzte verzeichneten sogar ein Minus von bis zu 80 Prozent. Bei vielen Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen nahmen die Anfragen um bis zu 50 Prozent ab.

Alle Vereinigungen wiesen darauf hin, dass es sich bei den Zahlen nur um Schätzungen handele, bis das laufende Quartal abgerechnet sei. Sie äußerten die Sorge, der Ausfall von Terminen könne zu teils lebensbedrohlichen Verschlechterungen der Gesundheit der Patienten geführt haben. Mediziner und Krankenhäuser hatten über den Trend, dass Menschen aus Angst vor einer Infektion sehr viel weniger in die Praxen und Kliniken kommen, bereits vor einigen Wochen berichtet.

+++ Deutsche Post bietet Mitarbeitern Tests an +++

26.05.20, 07:25 Uhr

Die Deutsche Post will als erstes Großunternehmen in Deutschland umfassende Coronavirus-Tests unter Mitarbeitern durchführen. Wie die "Rheinische Post" berichtet, könnten mehr als 10.000 Angestellte das Angebot wahrnehmen, vor allem in größeren Paket- und Briefverteilzentren.

Die Deutsche Post habe bereits rund 4.000 Mitarbeiter getestet, nachdem es in deren direktem Umfeld zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen sei. Auffällig sei gewesen, dass bei diesen Tests eine unerwartet hohe Anzahl von Infizierten gefunden worden sei, die keinerlei Symptome gezeigt hätten, sagte Vorstandsmitglied Mayer der "Rheinischen Post". Es sei daher zu vermuten, "dass wir mehr infizierte Menschen im Umkreis unserer Betriebsstätten haben als bisher vermutet".

+++ So viele Krankschreibungen wie seit 20 Jahren nicht mehr +++

26.05.20, 06:40 Uhr

Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge haben sich im März so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wie eine Auswertung der Kasse, die der Funke Mediengruppe vorliegt, zeigt, lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 6,84 Prozent. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag den Angaben zufolge bei 5,30 Prozent.

Als Grund für die Krankschreibung wurden vor allem Erkältungskrankheiten genannt, hieß es. Der Chef der TK, Jens Baas, vermutet, dass ein großer Anteil des überdurchschnittlich hohen Krankenstandes mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Corona-Pandemie zu erklären ist.

+++ Bundesregierung will Reisewarnung aufheben +++

26.05.20, 06:30 Uhr

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel „Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus“ hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll und der dpa vorliegt.

+++ Altmaier verteidigt Lufthansa-Rettungspaket +++

25.05.20, 23:47 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat das Rettungspaket für die Lufthansa gegen Kritik verteidigt, der Staat hätte sich im Gegenzug für Hilfen über neun Milliarden Euro mehr Mitsprache bei der Airline sichern müssen. Man könne mit dem Paket weit mehr als 100 000 Arbeitsplätze sichern, sagte der CDU-Politiker am Montagabend im Zweiten. Zudem würde ein wichtiges Unternehmen erhalten, das weltweit tätig sei und für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft eine "herausragende Rolle" spiele. 

+++ WHO setzt Tests mit Hydroxychloroquin vorerst aus +++

25.05.20, 19:08 Uhr

Nach dem kritischen Bericht über die Wirkung der Malaria-Arznei Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Tests mit dem Medikament vorerst ausgesetzt. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte in Genf, das zunächst möglichst viele Daten zu diesem und dem ähnlichen Wirkstoff Chloroquin ausgewertet werden sollen. Das Journal "The Lancet" hatte am Freitag auf Grundlage einer umfassenden Datenanalyse berichtet, dass sich die Malaria-Arzneien Chloroquin und Hydroxychloroquin wahrscheinlich nicht zur Behandlung von Covid-19 eignen und die Wirkstoffe womöglich sogar die Todesrate erhöhen.

+++ Corona-Hilfspaket für Lufthansa steht - Konflikt mit EU? +++

25.05.20, 16:53 Uhr

Die Rettung der Lufthansa ist einen wichtigen Schritt weiter:Die Chefetage der Airline und der Bund haben das staatliche Hilfspakete festgezurrt, wie beide Seiten jetzt offiziell mitteilten.Bis die Rettung endgültig steht, müssen aber noch ein paar Hürden genommen werden. Die größte Hürde ist die EU-Kommission. Sie will dem Rettungspaket nur zustimmen, wenn die Lufthansa wertvolle Start- und Landerechte etwa am Frankfurter Flughafen an Konkurrenten wie Ryanair abgibt, wie das Handelsblatt berichtet.

Es bahnt sich ein offener Konflikt zwischen der EU-Behörde und der Bundesregierung an. Kanzlerin Merkel sprach im CDU-Präsidium von einem harten Kampf und auch Hessens Ministerpräsident Bouffier nennt die Forderungen der Kommission sachfremd und sagt: Es müsse alles versucht werden, damit das wichtige Luftverkehrsdrehkreuz Frankfurt nicht eingeschränkt werde.

+++ Ministerin: Besuchern von Restaurant im Kreis Leer droht Geldstrafe +++

25.05.20, 15:33 Uhr

Nach etlichen Corona-Infektionen im Landkreis Leer nach dem Eröffnungsabend eines Restaurants drohen nicht nur dem Betreiber, sondern auch den Besuchern empfindliche Strafen. Das kündigte Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover an. "Sollte sich der begründete Verdacht bestätigen, dass mit dieser Veranstaltung gegen die Corona-Auflagen verstoßen wurde, werden die Behörden vor Ort nicht nur gegen die Organisatoren, sondern auch gegen die Besucherinnen und Besucher Ordnungswidrigkeiten einleiten mit empfindlichen Geldstrafen als Folge."

Bei der Restauranteröffnung sei es offenbar zu mehreren Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen, unter anderem habe es Händeschütteln und Umarmungen gegeben, sagte die Ministerin. Die aufwendige Kontaktnachverfolgung habe inzwischen ergeben, dass der Teilnehmerkreis an der geschlossenen Gesellschaft größer war als zunächst angenommen. "Das, was wir da gesehen haben, war eine Veranstaltung." Diese seien nach der Corona-Verordnung nicht erlaubt, es habe sich nicht um einen gewöhnlichen Restaurantbetrieb gehandelt.

+++ Covid-19-Medikament ABX464 wird in Deutschland getestet +++

25.05.20, 15:21 Uhr

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte ein Behördensprecher. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt.

Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten. Davon sollten 200 in Deutschland rekrutiert werden, teilte das BfArM mit. Die Studie soll ergründen, ob ABX464 die Vervielfältigung des Virus bei diesen Patienten unterbinden kann. Vor allem geht es aber darum zu schauen, ob der Wirkstoff die oft beobachte Überreaktion des Immunsystems verhindern kann, die dann zu gefährlicher Atemnot führt.

+++ Große Mehrheit: DFB-Bundestag stimmt für Fortsetzung der 3. Liga +++

25.05.20; 15:21 Uhr

Die Saison der 3. Fußball-Liga wird wie geplant am 30. Mai fortgesetzt. Auf dem Außerordentlichen Bundestag stimmten 222 der 250 Delegierten für eine Fortsetzung der Spielzeit. Das entsprach einer Zustimmung von 94,87 Prozent.

+++ Mediziner: Corona lässt sich nicht immer mit Abstrich nachweisen +++

25.05.20; 15:11 Uhr

Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 lässt sich Wissenschaftlern zufolge nicht immer über einen Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum nachweisen. Diese gängige Form des Testens könne selbst bei einer Corona-Infektion negativ ausfallen, berichten Mediziner des Universitätsklinikums Freiburg in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" (DMW). Dies zeige ein Infizierter aus Freiburg, bei dem drei Rachenabstriche negativ ausgefallen seien. Die Experten empfehlen daher die Analyse weiterer Proben aus dem Stuhl oder aus tiefem Atemwegssekret, wenn der übliche Abstrich trotz begründetem Verdacht wiederholt negativ ausfalle.

+++ Virologe: Corona-Richtlinien mit Blick auf Aerosole überdenken +++

25.05.20, 14:29 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollte nach Ansicht des Virologen Christian Drosten ein stärkeres Augenmerk auf feinste Schwebeteilchen in der Luft - sogenannte Aerosole - gelegt werden. Der Charité-Wissenschaftler verwies im Deutschlandfunk auf wissenschaftliche Erkenntnisse und sagte, es verstärke sich der Eindruck, dass es zusätzlich zur Tröpfcheninfektion eine deutliche Komponente von Aerosol-Infektionen gebe. "Ab irgendeinem Zeitpunkt brauchen wir einfach vielleicht auch eine große Überarbeitung unserer jetzigen Richtlinien anhand neuaufkommender Vorstellungen zum Infektionsmechanismus." Dazu müsse man jetzt anerkennen, dass die Aerosolübertragung eine wichtige Rolle spiele. Mit Blick auf geschlossene Räume sagte Drosten, "im Alltag sollte man sich eher vielleicht aufs Lüften konzentrieren und weniger auf das ständige Wischen und Desinfizieren".

+++ Bald bis zu 10 Personen im Freien erlaubt? +++

25.05.20, 12:40 Uhr

Die Bundesregierung will weitere Lockerungen für private Treffen beschließen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend und berufen sich dabei auf eine Beschlussvorlage aus dem Bundeskanzleramt. Demnach sollen ab dem 6. Juni Treffen von bis zu zehn im Freien sowie auch in geschlossenen Räumen wieder möglich sein. Damit wäre die Regel "nur Personen aus zwei verschiedenen Haushalten" hinfällig. Die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, soll aber demnach möglichst gering gehalten werden. Weiterhin gelte bei allen Maßnahmen weiterhin Abstand halten und unter Umständen auch Maske tragen, immer abhängig von den Infektionszahlen in der Region. Über diese möglichen Lockerungen sprechen jetzt zuerst die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländern mit Kanzleramtsminister Helge Braun - danach entscheidet das Corona-Kabinett der Bundesregierung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Kanzlerin Merkel sei jedoch dafür, dass es zu Abstand, Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln weiterhin "verbindliche Anordnungen geben soll". Sie halte es für falsch, dabei nur auf Gebote zu setzen.

+++ Wegen Corona: Tiefstand bei Verkehrstoten +++

25.05.20, 09:00 Uhr

Wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie ist die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen im März auf einen Tiefstand seit der Wiedervereinigung gesunken. Bei Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, im März 2019 waren es noch 234 Verkehrstote, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte. "Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020", hieß es. In der Regel sterben monatlich den Angaben einer Sprecherin zufolge mehr als 200 Verkehrsteilnehmer.

+++ Deutschland rutscht in eine Rezession +++

25.05.20, 08:30 Uhr

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung.

+++ Bahn-App soll vor vollen Zügen warnen +++

25.05.20, 06:45 Uhr

Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Corona-Krise vor zu vollen Zügen warnen. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf Konzernkreise, der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Auf diese Weise solle der Passagierfluss besser gesteuert werden, damit in den kommenden Wochen keine gefährlich engen Situationen in den Zügen entstünden. Wenn die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, verhinderten es die App und die Buchungsseite künftig, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werden könne. Diese Funktion soll den Angaben zufolge in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Laut "Spiegel"-Bericht kann trotz App jeder, der zum Bahnhof geht, auch weiterhin in einen vollen Zug einsteigen, für den die App keine Fahrkarte mehr verkauft oder keine Reservierung vornimmt.

+++ Altmaier plant weitere Milliardenhilfen für Mittelstand +++

25.05.20, 01:02 Uhr

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will mittelständische Betriebe wegen der Corona-Pandemie noch stärker unterstützen. Firmen mit bis zu 249 Mitarbeitern sollen von Juni bis Dezember monatlich bis zu 50 000 Euro bekommen können. Das berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einem Eckpunktepapier, das nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus dem Wirtschaftsministerium stammt. Ziel der Überbrückungshilfe ist, die Existenz kleiner und mittlerer Betriebe zu sichern, die von coronabedingten Auflagen und Schließungen betroffen sind. Anträge sollen Firmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Solo-Selbstständige und Freiberufler stellen können. Ihre Umsätze müssen dafür im April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen sein. Auch Unternehmen, die bereits Soforthilfen vom Bund oder von den Ländern bekommen, dürfen weitere Unterstützung beantragen. Das Ministerium rechnet bis August laut Bericht mit Kosten von 25 Milliarden Euro - wie viel danach anfalle, hänge vom Infektionsgeschehen ab.

+++ Dänemark erlaubt Urlaubertransit von und nach Sylt wieder - mit Fähre +++

24.05.20, 21:50 Uhr

Deutsche Urlauber können wieder mit der Syltfähre via Dänemark auf die Insel fahren. Dänemark erlaube Fährpassagieren ab sofort wieder das Passieren der deutsch-dänischen Grenze, teilte Tim Kunstmann, Geschäftsführer der Rømø-Sylt Linie, mit. Voraussetzung sei eine Buchungsbestätigung der Syltfähre und der Unterkunft beziehungsweise des Campingplatzes auf Sylt. Dänemark dürfe nur Transitland sein. Die Syltfähre wird ab Mittwoch (27. Mai) wieder zusätzlich zwei Fähren einsetzen und somit zum anstehenden Pfingst-Wochenende bis zu 30 tägliche Abfahrten anbieten. Die Fahrten mit "SyltExpress" und "RömöExpress" seien ab sofort buchbar. Wegen der Corona-Epidemie dürften die Fahrgäste während der Überfahrt im Fahrzeug auf dem Wagendeck sitzen bleiben, wenn sie wollen, so Kunstmann weiter.

+++ Papst segnet nach Corona-Pause wieder Pilger auf dem Petersplatz +++

24.05.20, 17:43 Uhr

Erstmals seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen in Italien hat der Papst seinen Sonntagssegen wieder vor Pilgern erteilt, die auf dem Petersplatz standen. Der Platz vor dem Petersdom war seit März gesperrt gewesen und erst am Montag wieder geöffnet worden. Franziskus hatte zunächst sein Mittagsgebet in der Bibliothek des Apostolischen Palastes gesprochen. Es wurde unter anderem zu den Menschen draußen übertragen. Danach trat das katholische Kirchenoberhaupt ans Fenster des Palastes und segnete die Gläubigen aus großer Entfernung. Auf dem Platz waren nur recht wenige Menschen zugelassen. Sie mussten zum Schutz vor Ansteckung mit dem Virus größeren Abstand voneinander halten. In Italien waren am 18. Mai viele Beschränkungen gefallen, die beim Lockdown vom 10. März verhängt worden waren. Auch Gottesdienste sind wieder erlaubt.

+++ Türkei erwartet Aufhebung der Reisewarnung für deutsche Touristen +++

24.05.20, 15:57 Uhr

Die türkische Regierung erwartet, dass die Bundesregierung ihre weltweite Reisewarnung noch vor den Sommerferien auch für die Türkei aufhebt. Die Türkei sei ab Mitte Juni bereit, Touristen aus dem Ausland zu empfangen, sagte der türkische Botschafter in Berlin, Ali Kemal Aydin, der Deutschen Presse-Agentur. "Alle notwendigen Vorkehrungen werden seitens der zuständigen Behörden getroffen. Wir sind davon überzeugt, dass die Bundesregierung all dies in Betracht zieht und sich dementsprechend entscheidet." Bundesaußenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine weltweite Reisewarnung für Touristen ausgesprochen, die noch bis zum 14. Juni gilt. Danach will der SPD-Politiker sie für die Europäische Union aufheben und durch individuelle Reisehinweisen ersetzen, in denen auf die jeweiligen Risiken aufmerksam gemacht wird.

+++ Italien testet ab Montag 150.000 Menschen auf Corona-Antikörper +++

24.05.20, 12:58 Uhr

In Italien startet am Montag eine Antikörpertest-Studie mit rund 150 000 Teilnehmern, um die Dunkelziffer der Corona-Infizierten zu ermitteln. Das Gesundheitsministerium und die Statistikbehörde wollen mit dem nationalen Roten Kreuz Bluttests von Menschen aus 2000 Orten nehmen. Das teilte das Ministerium in Rom am Wochenende mit. Die repräsentativ ausgewählten Teilnehmer würden telefonisch um ihre Mithilfe gebeten. Die Teilnahme sei aber freiwillig, die Daten würden für die Forscher anonymisiert. Nach Angaben eines italienischen Experten gibt es zudem Hinweise darauf, dass es erste Corona-Fälle in Italien bereits im Dezember gab.

+++ Lufthansa will ab Juni wieder mehr Flüge anbieten  +++

24.05.20, 09:58 Uhr

Die Lufthansa will ab Juni wieder mehr Flüge anbieten - und hat dazu konkrete Ziele genannt. Ein Sprecher der Lufthansa bestätigte einen Bericht der "Bild am Sonntag". Demnach sollen in der zweiten Junihälfte aus Frankfurt rund 20 Ziele wieder angeflogen werden - darunter Heraklion (Kreta), Rhodos, Dubrovnik, Faro, Venedig, Ibiza und Malaga. Auch die Ferieninsel Mallorca soll ab Mitte Juni deutlich häufiger angeflogen werden. Die spanische Regierung hatte angekündigt, im Juli die Grenzen für ausländische Touristen zu öffnen.

+++ "Wirtschaftsweisen"-Chef zu Konjunkturpaket: "Kein Freibier für alle" +++

24.05.20, 04:20 Uhr

Der Chef der "Wirtschaftweisen", Lars P. Feld, hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, beim geplanten Konjunkturprogramm Maß zu halten. "Es darf kein Freibier für alle geben", sagte Feld der Deutschen Presse-Agentur: "Der Staat darf finanziell nicht überfordert werden." Deswegen sollten die Mittel möglichst effektiv eingesetzt werden - dort, wo jeder Euro am meisten bringe. Pläne für einen Familienbonus lehnte Feld ab. "Ein Familienbonus oder auch Konsumgutscheine würden verpuffen." Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung berät die Politik. Umgangssprachlich werden die Experten auch als "Wirtschaftsweisen" bezeichnet. Die Bundesregierung will Anfang Juni ein Konjunkturprogramm beschließen. Ziel ist es, die Wirtschaft im Zuge der schrittweisen Lockerung der Corona-Beschränkungen anzukurbeln. Infolge der Krise wird eine schwere Rezession erwartet.

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