Nachrichten > Top-Meldungen >

Corona-Ticker:Wenig Arbeit für Hessens Testzentren

Corona-Ticker - Weniger Arbeit für Hessens Testzentren

Die 15 Corona-Testzentren in Hessen haben deutlich weniger zu tun als noch zu Beginn der Pandemie. Pro Tag mache man aktuell zwischen 400 und 500 Tests, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung, Roth. In den Hochzeiten seien es 1.200 Tests gewesen.

Im Kreis Fulda müssen unterdessen 16 weitere Schüler und Lehrer auf das Corona-Virus getestet werden. Grund ist, dass ein infizierter Schüler der Johannes-Kepler-Schule in Neuhof in zwei verschiedenen Teilklassen unterrichtet wurde. Insgesamt sei an drei Bildungseinrichtungen jeweils ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet wirden, teilte der Landkreis mit.

US-Präsident Trump hat unterdessen die Zusammenarbeit seines Landes mit der Weltgesundheitsorganisation WHO beendet. Auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz warf er der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.


Meldungen zur Corona-Krise aus Ihrer Region finden Sie auch in den Tickern unserer sechs Regionalstudios: Nordhessen, Osthessen, Mittelhessen, Rhein-Main, Region Wiesbaden, Südhessen


Was ist inzwischen in Hessen wieder erlaubt und welche Corona-Beschränkungen gelten weiterhin?


Die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus sind auf www.hessen.de abrufbar.

Tagesaktuelle Liste der Corona-Fälle in Hessen nach Landkreisen.


+++ Göttingen: Mehrere Infektionen bei privaten Feiern bestätigt +++

30.05.20, 11:27

Bei einigen privaten Feiern haben sich in Göttingen mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis mitteilte, sind die Betroffenen zum größten Teil Mitglieder verschiedener Großfamilien. Eine genaue Zahl der Infizierten wurde zunächst nicht genannt. Die Behörde kontaktiert nun Menschen aus dem Umfeld der Infizierten. "Die Anzahl der zu kontaktierenden Personen bewegt sich im dreistelligen Bereich", hieß es. Unter den Kontaktpersonen seien auch 57 Kinder und Jugendliche. 

+++ Merkel fliegt wegen Pandemie nicht in die USA zum G7 Gipfel +++

30.05.20, 10:43

Kanzlerin Angela Merkel wird voraussichtlich nicht zum geplanten G7-Gipfel in die USA fliegen. "Die Bundeskanzlerin dankt Präsident Trump für seine Einladung zum G7-Gipfel Ende Juni in Washington. Stand heute kann sie in Anbetracht der Pandemie-Gesamtlage ihre persönliche Teilnahme, also eine Reise nach Washington, nicht zusagen", erklärte ein Regierungssprecher am Samstag auf Anfrage in Berlin. Merkel werde die Entwicklung der Pandemie aber weiter im Blick behalten.

+++ Italien plant weitere Lockerungen bei Corona-Regeln +++ 

30.05.20, 09:45

Italien bereitet sich auf weitere Lockerungen in der Corona-Pandemie vor. Ab Mittwoch dürfen die Italiener wieder frei von einer Region in eine andere reisen. Es gebe derzeit keine Gründe, warum ein Verbot weiter aufrecht erhalten werden sollte, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza nach einem Treffen unter anderem mit Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend. Ab 3. Juni dürfen auch EU-Bürger wieder nach Italien, ohne danach in Quarantäne zu müssen. Seit fast drei Monaten waren Reisen innerhalb Italiens nur in notwendigen Fällen erlaubt. 

+++ Corona-Regeln in Hessen: 6300 Verstöße seit Inkrafttreten +++

30.05.20, 08:40

Seit Inkrafttreten des hessischen Corona-Bußgeldkatalogs Anfang April sind rund 6300 Ordnungswidrigkeiten wegen Verstößen registriert worden. Davon wurden etwa 5000 im April verzeichnet und 1200 im Mai, wie das Innenministerium in Wiesbaden mitteilte. Der größte Teil der Verstöße - insgesamt 5857 - betraf die Kontaktbeschränkungen. Die Polizei zählte außerdem bislang 31 Verstöße gegen die Tragepflicht des Mund-Nasen-Schutzes. In 426 Fällen wurde gegen angeordnete Schließungen verstoßen, wie das Ministerium mitteilte.  "Auch wenn die hessische Polizei hier und da Bußgelder erlassen musste, so fand dennoch der weit überwiegende Teil der polizeilichen Kontrollen zu den Pandemie-Verordnungen im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern statt", erklärte Innenminister Peter Beuth (CDU).In Hessen gelten seit Mitte März zahlreiche Corona-Regeln. 

+++ Deutlich weniger Arbeit für Hessens Corona-Testzentren +++

30.05.20, 04:00 Uhr

Die Zahl der Corona-Tests in den 15 Testzentren in Hessen hat sich in den vergangenen Wochen deutlich reduziert. "Wir machen pro Tag zwischen 400 und 500 Tests", erklärte Karl Matthias Roth, Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen in Frankfurt. In den Hochzeiten der Pandemie waren es 1200 gewesen. Hinzu kämen allerdings noch Tests, die in den Arztpraxen erfolgten. Trotz der geringeren Auslastung sollen die Zentren vorerst bestehen bleiben.

+++ Patientenschützer kritisiert "Freiheitsberaubung" in Pflegeheimen +++

30.05.20, 01:13 Uhr

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Situation von Pflegeheimbewohnern in der Corona-Krise kritisiert. Nach Aufhebung der Besuchsverbote habe sich für die Betreuten wenig geändert, sagte Vorstand Eugen Brysch der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). "Selbst spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge in der Umgebung sind nicht möglich", führte er aus. Das Bundesgesundheitsministerium müsse "für einheitliche Standards bei den praktizierbaren Öffnungskonzepten sorgen".

+++ Karliczek: Volles Schulprogramm nach den Sommerferien +++

30.05.20, 00:01 Uhr

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat Länder und Schulen eindringlich dazu aufgerufen, die Voraussetzungen für einen verlässlichen Unterricht nach den Sommerferien zu schaffen. "Jede Schule in jedem Land muss sich ein Ziel setzen: Nach den Ferien muss überall ein strukturierter Unterricht angeboten werden - und zwar so, dass möglichst ein volles Schulprogramm gewährleistet ist", sagte die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post" (Samstag). Es müsse vor Ort intensiv an Lösungen gearbeitet werden, damit der Schulbetrieb "mit einer Mischung aus Präsenz- und Digitalunterricht" wieder umfassend laufen könne. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren bundesweit die Schulen geschlossen worden, auch jetzt ist der Unterricht noch stark eingeschränkt.

+++ Trump beendet Zusammenarbeit mit WHO +++

29.05.20, 21:03 Uhr

Inmitten der Corona-Pandemie hat US-Präsident Donald Trump ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Trump warf der WHO erneut vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen.

+++ Frankfurt bietet Kitas Ausweichflächen in Bädern und Stadion an +++

29.05.20, 18:13 Uhr

In der Corona-Krise hat die Stadt Frankfurt Kitas zur Wahrung der Abstandsregeln Flächen in Sportanlagen und Schwimmbädern sowie einen Stadion-Rasen angeboten. "Gerade durch die Weitläufigkeit und mit Blick auf die aktuelle Wettervorhersage bieten die Liegewiesen der Freibäder, die Schwimmflächen sind ausgenommen, die städtischen Sportanlagen und das Stadion des FSV Frankfurt eine ideale Voraussetzung, den Kitas die notwendigen Flächen anzubieten", erklärte Sportdezernent Markus Frank (CDU). Kitas könnten sich bei Bedarf per Mail an die Bäderbetriebe, das Sportamt oder den FSV wenden. 

+++ Spahn mahnt erneut zu Arztbesuchen +++

29.05.20, 18:05 Uhr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Menschen erneut dazu aufgerufen, auch während der Corona-Pandemie bei Beschwerden zum Arzt oder im Notfall ins Krankenhaus zu gehen. Die Zahl der Arztbesuche und Krankenhausbehandlungen sei drastisch zurückgegangen, sagte Spahn am Freitag bei "Bild live". 

+++ Erste Veranstalter verlängern Stopp für Flugreisen +++

29.05.20, 16:52 Uhr

Angesichts der Ungewissheit über die Aufhebung der Reisewarnung haben erste Veranstalter den Stopp von Flugreisen verlängert. Schausinsland-Reisen sagte alle Flugreisen bis 26. Juni ab. Bislang habe die Bundesregierung offen gelassen, ob und für welche Länder und unter welchen konkreten Bedingungen die weltweite Reisewarnung ab dem 15. Juni 2020 aufgehoben werden könne.

Zudem gebe es in einigen Zielgebieten noch behördliche Einschränkungen oder Sperrung von relevanten Flugverbindungen. Die Reisen würden storniert. Kunden haben die Wahl zwischen Gutschein und Rückerstattung des Geldes. Zuvor hatte bereits Alltours alle Flugreisen bis einschließlich 25. Juni gecancelt.

+++ Zahl der Corona-Fälle in Bremerhavener Freikiche mehr als verdoppelt +++

29.05.20, 16:28

Im Umfeld einer freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven haben sich mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt als bisher bekannt. Mindestens 44 Gläubige seien positiv getestet worden, berichtete die "Nordsee-Zeitung" (Online/Freitag). Mehr als 100 Gemeindemitglieder seien in Quarantäne. Der Bremerhavener Krisenstab geht davon aus, dass sich die Betroffenen in Gottesdiensten angesteckt haben. 

+++ Österreich gibt Maskenpflicht Mitte Juni weitgehend auf +++

29.05.20, 14:46 Uhr

Österreich lockert angesichts niedriger Corona- Infektionszahlen Mitte nächsten Monats die Maskenpflicht weitgehend. Am 15. Juni falle die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Öffentlichkeit großteils, gab Bundeskanzler Sebastian Kurz bekannt. Die Sperrstunde in der Gastronomie werde dann um zwei Stunden bis 1.00 Uhr ausgeweitet. Masken sollen dann nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Apotheken, Praxen und Kliniken sowie etwa bei Friseuren oder in der Gastronomie getragen werden, wo der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

+++ Dänemark öffnet Grenzen für deutsche Touristen +++

29.05.20, 14:33 Uhr

Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland, Norwegen, Island und Skandinavien. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt.Dänemark hatte als eines der ersten Länder Europas im Kampf gegen Corona am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen und andere Ausländer ohne konkreten Einreisegrund kommen seitdem nicht mehr ins Land. Wer als Deutscher ein Sommerhaus in Dänemark besitzt oder seinen Partner in dem Land besuchen will, darf bereits wieder einreisen.

+++ Hessische Handelskammern fordern Hilfen für Firmen und Kommunen +++

29.05.20, 14:23 Uhr

Die hessischen Industrie- und Handelskammern fordern neue Hilfen für Unternehmen und Kommunen in der Corona-Krise. Zugleich warnen sie aber vor einer Überstrapazierung der öffentlichen Haushalte. "Wir brauchen jetzt zielgenaue Impulse, die die Erholung der Unternehmen begünstigen und den Wirtschaftsstandort Hessen insgesamt voranbringen", erklärte Eberhard Flammer, Präsident des Hessischen Industrie- und Handelskammertags, in Wiesbaden. Weitere direkte Hilfen sollten aber nur dort zum Einsatz kommen, wo ein Wirtschaften auf absehbare Zeit nicht möglich ist, so Flammer. 

+++ Drei Schüler in Fulda infiziert +++

29.05.20, 12:00 Uhr

In Fulda sind an gleich drei Bildungseinrichtungen Corona-Fälle bestätigt worden. Drei Schüler seien positiv auf Covid-19 getestet worden, wie der Landkreis mitteilte - an der Ferdinand-Braun Schule in Fulda, am Berufsbildungszentrum dort und an der Johannes-Kepler-Schule in Neuhof. Sie und 41 Kontaktpersonen sind jetzt in Quarantäne.

+++ Rezession in Frankreich und Italien besonders heftig +++

29.05.20, 11:45 Uhr

Der beispiellose Wirtschaftseinbruch wegen der Corona-Pandemie hat Frankreich und Italien besonders hart getroffen. Bereits im ersten Quartal 2020 brach die Wirtschaft dort im Vergleich zum Vorquartal jeweils um 5,3 Prozent ein, wie die Statistikbehörden Insee und Istat am Freitag in Paris und Rom berichteten. Zum Vergleich: Deutschlands Wirtschaft, Europas größte Ökonomie, war im ersten Vierteljahr binnen eines Quartals um 2,2 Prozent geschrumpft.

Für die gesamte Eurozone geht die EU-Statistikbehörde Eurostat nach früheren Schätzungen von einer Größenordnung von minus 3,8 Prozent aus. Ökonomen rechnen fest damit, dass die volkswirtschaftliche Bilanz für das zweite Quartal erheblich heftiger ausfallen wird, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem in diesem Zeitraum ergriffen wurden.

+++ Bundeselternrat schlägt Unterricht in Vereinsräumen vor +++

29.05.20, 09:50 Uhr

Findet Schule bald auch in Vereinsräumen, Hotels oder sogar Messehallen statt? Der Bundeselternrat fordert, für die Zeit nach den Sommerferien mehr Räumlichkeiten zu organisieren. Man müsse davon ausgehen, dass die Abstandsregeln weiter gelten, sagte der Vorsitzende Stephan Wassmuth der Funke Mediengruppe. Um trotzdem möglichst viel Präsenzunterricht zu ermöglichen, sollten auch andere Gebäude fürs Lernen genutzt werden.

Die Schulträger sollten bereits jetzt solche Ausweichlösungen einplanen, damit die Schulen nach den Sommerferien mit mehr Platz starten könnten. "Wir rechnen damit, dass es an den meisten Schulen eine Mischung aus Präsenzunterricht und digitalem Fernunterricht geben wird", so Wassmuth.

+++ Heidelberg: Kreative Lösung fürs Abstand halten +++

29.05.20, 09:45 Uhr

Normalerweise picknicken an schönen Tagen auf der Heidelberger Neckarwiese Familien, Kinder spielen und laufen umher, Pärchen liegen in der Sonne. Die Neckarwiesen locken in den Sommermonaten täglich hunderte Besucher an. Wie kann man aber in Corona-Zeiten auf der Neckarwiese ausreichend Abstand zu anderen halten? Die Stadt Heidelberg hat sich da für Pfingsten etwas einfallen lassen.

+++ Drosten: Vielleicht gibt es keine zweite Welle +++

29.05.20, 08:30 Uhr

Eine heftige zweite Corona-Welle könnte nach Einschätzung des Virologen Christian Drosten abgewendet werden. Er glaube so langsam, dass es eine Chance gebe, ohne Impfung glimpflich in Herbst und Winter zu kommen, "sprich: ohne eine tödliche neue zweite Welle", sagte der Wissenschaftler von der Berliner Charité im NDR-Podcast.

Dafür sei es nötig, bei den jetzigen Maßnahmen nachzujustieren. Abzielen solle man dabei nach dem Vorbild Japans stark auf das frühe Erkennen sogenannter Superspreading-Events: Fälle, in denen ein Infizierter überdurchschnittlich viele weitere Menschen ansteckt. Kontaktpersonen sollten dann ohne vorherige Diagnostik als infiziert betrachtet und isoliert werden, um weitere Ansteckungen zu verhindern.

+++ Nachverfolgung von Infektionen funktioniert +++

29.05.20, 07:15 Uhr

Die Nachverfolgung der Corona-Infektionen ist für die Gesundheitsämter nach eigenen Angaben derzeit beherrschbar. „Im Moment ist die Lage vergleichsweise entspannt“, sagte Markus Mempel vom Deutschen Landkreistag. Auch der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) bescheinigt den Behörden aktuell ein gutes Management bei der Verfolgung von Kontaktpersonen. „Die Gesundheitsämter ermitteln zuverlässig und zeitnah und veranlassen die erforderlichen Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung der Erkrankung“, sagte die Verbandsvorsitzende Ute Teichert der dpa.

+++ Städte- und Gemeindebund warnt vor "Lockerungswettbewerb" der Länder +++

29.05.20, 01:00 Uhr

Der Städte- und Gemeindebund hat bundesweit einheitliche Mindestvorschriften zur Bewältigung der Corona-Pandemie gefordert. Dazu gehörten eine Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie beim Einkaufen, Abstandsgebote, ein Verbot von Großveranstaltungen und "gewisse Kontakteinschränkungen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein "Lockerungswettbewerb" unter den Ländern sei gefährlich, weil bei den Menschen der "völlig falsche Eindruck entstehen" könne, die Pandemie sei vorbei, sagte Landsberg. "Wenn wir weiterhin gut durch die Krise kommen wollen, muss es wenige verbindliche Mindestvorschriften in ganz Deutschland geben."

+++ Keine Diätenerhöhung für hessische Landtagsabgeordnete +++

28.05.20, 19:12 Uhr

Die Abgeordneten im hessischen Landtag verzichten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr auf ihre Diätenerhöhung. Das hat der hessische Landtag in Wiesbaden mit großer Mehrheit beschlossen. In Hessen ist die Erhöhung der Bezüge von Landtagsabgeordneten an den Nominalindex des Vorjahres gekoppelt, der die Nettoverdienste aller Arbeitnehmer im Land widerspiegelt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hätte das in diesem Jahr eine Diätenerhöhung von 2,3 Prozent zur Folge gehabt.

+++ Pfizer: Corona-Impfstoff zunächst in westlichen Ländern +++

28.05.20, 18:15 Uhr

Im Wettlauf um einen Corona-Impfstoff dürften westliche Länder nach Angaben der Pharmafirma Pfizer als erste bedient werden. Das liege an der nötigen Technologie, sagte Pfizer-Chef Albert Bourla in einer Pressekonferenz des Dachverbands der forschenden Pharmafirmen (IFPMA)."Die heutige Technologien verlangen eine Lagerung (von Impfstoff) bei minus acht Grad." In Afrika etwa fehle dafür wahrscheinlich die Infrastruktur. Pfizer habe bislang mit keiner Regierung Verträge über die Lieferung von Impfstoff abgeschlossen, betonte er.

+++ Seehofer rechnet mit Corona-Warn-App Mitte Juni +++

28.05.20, 17:57 Uhr

Bundesinnenminister Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App etwa Mitte Juni zur Verfügung stehen wird. Es habe dazu ein "sehr, sehr gutes Gespräch" mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom gegeben, sagte der CSU-Politiker in einer Video-Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung. Er sei zuversichtlich, "dass wir um Mitte Juni (...) diese berühmte Warn-App bekommen". Angestrebt werde, diese App europaweit einsetzbar zu machen, sagte Seehofer. "Die Leute sind ja mobil. Und die App hat ja nur eine begrenzte Wirkung, wenn wir sie dann nur in der Bundesrepublik Deutschland verwenden." Dafür müssten mit den Konzernen Google und Apple aber noch ein paar Probleme bei den Schnittstellen gelöst werden.

+++ Aktuell 1,5 Prozent der wöchentlichen Coronavirus-Tests positiv +++

28.05.20, 17:51 Uhr

Die Rate der positiven Coronavirus-Tests in Deutschlands ist weiter gesunken. Sie lag in der Kalenderwoche 21 bei 1,5 Prozent, wie aus einem  veröffentlichten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. 5116 von knapp 345 000 Tests, die in dem Zeitraum in 172 Laboren durchgeführt wurden, fielen demnach positiv aus. Die sogenannte Positivenrate sinkt damit seit Wochen immer weiter. 

+++ Kroatien erlaubt Einreise ohne Nachweis von Gründen +++

28.05.20, 16:48 Uhr

Das Urlaubsland Kroatien erlaubt Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen. Dies beschloss die Regierung des EU-Partners in Zagreb. Bisher mussten Reisende an der Grenze die Buchung einer Unterkunft oder die Bestätigung für einen Immobilien- oder Bootsbesitz in Kroatien vorlegen. Reisende  müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. 

+++ Notrufsäulen für schnellen Rettereinsatz an Badeseen +++

28.05.20, 16:44 Uhr

In der Badesaison sollen neue Notrufsäulen in Hessen schnelle Rettungseinsätze ermöglichen. Zunächst seien in diesem Jahr insgesamt 25 der Säulen geplant, sagte eine Sprecherin der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Wiesbaden. Durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie würden sicherlich mehr Menschen ihren Urlaub an den heimischen Badeseen verbringen. Bei Badeunfälle zähle jede Sekunde, doch nicht immer hätten Ersthelfer auch gleich ein Handy parat. 

+++ Mehr als 40 Millionen Menschen in den USA arbeitslos gemeldet +++

28.05.20, 16:05 Uhr

Trotz einer Lockerungen der Corona-Auflagen in den meisten US-Bundesstaaten setzt sich der historische Einbruch am Arbeitsmarkt fort: Seit März haben nun fast 41 Millionen Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 23. Mai kamen 2,1 Millionen Neuanträge hinzu, wie die US-Regierung mitteilte. 

+++ Mittlerweile 200 Menschen nach Baptisten-Gottesdienst mit Corona +++

28.05.20, 15:58 Uhr

Nach einem Gottesdienst einer Freikirche in Frankfurt am 10. Mai sind bis heute 200 Menschen aus dem Umfeld der Gemeinde positiv auf Covid-19 getestet worden. Von ihnen wohnten 57 in Frankfurt, die übrigen lebten in sieben umliegenden Landkreisen, sagte eine Sprecherin des Frankfurter Gesundheitsdezernats. Derzeit würden neun Menschen in Krankenhäusern stationär behandelt, in einem Fall intensivmedizinisch.

+++ Zahl der Neu-Infektionen in Hessen weiter gering +++

28.05.20, 14:45 Uhr

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Coronavirus hat sich in Hessen um 55 erhöht. Das entspricht fast genau dem Niveau des Vortags. Demnach gibt es aktuell 9915 Fälle, wie das Sozialministerium in Wiesbaden erklärte. Die Zahl der Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird, liegt nun bei 471, fünf Fälle mehr als am Mittwoch. Eine Verschärfung der Corona-Auflagen ist weiterhin nicht zu erwarten. Die Städte und Kreise in Hessen sind weit von der Obergrenze von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen entfernt.

+++ Bundestag beschließt mehrere Finanzspritzen +++

28.05.20, 13:45 Uhr

Der Staat greift berufstätigen Eltern, Arbeitnehmern in Kurzarbeit und Restaurants in der Corona-Krise noch stärker unter die Arme. Der Bundestag beschloss am Mittag gleich mehrere Finanzspritzen, die noch vor dem geplanten Konjunkturprogramm schnell und unkompliziert wirken sollen. So sollen Eltern länger Lohnersatz bekommen, wenn sie wegen der Kinderbetreuung zu Hause nicht arbeiten können. Für Restaurants sind Steuererleichterungen vorgesehen. 

+++ Hessen lehnt Massentests in Altenheimen ab +++

28.05.20, 12:20 Uhr

Hessen lehnt Corona-Reihentests ohne konkreten Anlass in Altenheimen nach wie vor ab. "Wir werden mehr testen, aber mit Sinn und Verstand", sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne) im Landtag in Wiesbaden. Ein solcher Reihentest liefere nur eine Momentaufnahme - bereits wenige Tage später könnte ein negativ getesteter Mensch schon positiv sein. Mit Ausnahme des Saarlandes mache kein Bundesland solche Untersuchungen.

Die SPD-Fraktion forderte dagegen Corona-Reihentests in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Es stünden ausreichend Test-Sets dafür zur Verfügung, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin Daniela Sommer. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hätten bereits angekündigt, Bewohner von Pflegeheimen verstärkt zu begutachten.

+++ Nach neuen Fällen: Südkorea verschärft wieder Beschränkungen +++

28.05.20, 12:15 Uhr

Südkorea verschärft angesichts des erneut deutlichen Anstiegs von Infektionsfällen mit dem Coronavirus wieder die Beschränkungen für die Menschen in der Millionenmetropole Seoul und Umgebung. Mit sofortiger Gültigkeit würden bis zum 14. Juni öffentliche Einrichtungen einschließlich Museen, Theater sowie Mehrzweckhallen im Großraum Seoul wieder geschlossen, teilte die Behörden mit. Eine erneute Schließung der Schulen, die seit der vergangenen Woche schrittweise wieder landesweit geöffnet wurden, wurde zunächst nicht erwogen.

Südkorea hatte die landesweiten Maßnahmen für eine Beschränkung sozialer Kontakte schrittweise schon wieder gelockert. Die Gesundheitsbehörden hatten zuvor mitgeteilt, dass am Vortag landesweit 79 Neuinfektionen erfasst worden seien. Das war der höchste Anstieg seit fast zwei Monaten. 

+++ Ab heute keine 5m²-Regel in der Gastro mehr +++

28.05.20, 07:45 Uhr

Aufatmen für viele Gastronomen in Hessen: Ab heute gilt die umstrittene Fünf-Quadratmeter-Regel in Restaurants und Kneipen nicht mehr. Es können nun in den meisten Fällen deutlich mehr Gäste bewirtet werden. Es müssen nur noch anderthalb Meter Abstand zwischen den Gästen eingehalten werden. Außerdem müssen Gäste keinen Mund-Nase-Schutz mehr tragen - das Service-Personal aber schon.

Außerdem dürfen ab heute zu einem Übernachtungsbetrieb gehörende Sauna-, Schwimm, - und Wellnessbereiche auch wieder genutzt werden – jedoch ausschließlich von Übernachtungsgästen und nicht von Tagestouristen.

+++ 100.000 Tote in den USA +++

28.05.20, 07:30 Uhr

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA Angaben von Wissenschaftlern zufolge mehr als 100.000 Menschen nach einer Infektion ums Leben gekommen. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der bestätigten Infektionen seit Beginn der Pandemie in den USA liegt demnach bei rund 1,7 Millionen. Weltweit sind demnach mehr als 5,6 Millionen Fälle registriert worden - bei mehr als 350.000 Toten.

+++ Frankfurter Buchmesse soll im Herbst stattfinden +++

27.05.20, 17:30 Uhr

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

+++ Corona-Fall an Gießener Schule: Schüler und Lehrer in Quarantäne +++

27.05.20, 17:28 Uhr

Corona-Fall an der Herder-Schule in Gießen: Ein 14-Jähriger wurde positiv getestet. Deswegen sind nun 22 Schüler und zwei Lehrer in Quarantäne. Das hat das Gesundheitsamt in Gießen mitgeteilt. Auch Familienmitglieder des Jungen sind infiziert. Alle Kontaktpersonen sollen nun getestet werden. 

+++ 509 Euro pro Einwohner: Hessen im Mittelfeld bei Corona-Schulden +++

27.05.20, 15:35 Uhr

Hessen nimmt zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Nettokredite in Höhe von 509 Euro pro Einwohner auf. Dies geht aus einer aktuellen Auflistung des Landesrechnungshofs Schleswig-Holstein hervor. Danach liegt das Land bundesweit im oberen Mittelfeld, bei den meisten Ländern belaufen sich die Mehrausgaben auf weniger als 500 Euro pro Einwohner. Spitzenreiter ist mit großem Abstand Bayern (3049 Euro), gefolgt von Bremen (1754 Euro) und Sachsen (1473 Euro). Thüringen und Berlin verzichten auf eine Kreditaufnahme.

+++ Reisebusfahrer demonstrieren für staatliche Unterstützung +++

27.05.20, 15:18 Uhr

Über 100 Reisebusfahrer haben mit ihren Fahrzeugen in Wiesbaden für staatliche Unterstützung demonstriert. "Die Lage ist dramatisch", sagte der Geschäftsführer des Landesverbands Hessischer Omnibusunternehmer, Volker Tuchan, bei der Veranstaltung. Die Stilllegung des Reisebusverkehrs infolge der Coronakrise kostet die Unternehmen laut den Branchenverbänden insgesamt täglich 2,3 Millionen Euro. Das Gewerbe benötige daher nicht zurückzahlbare Soforthilfen. Laut Tuchan wurde dem Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) eine entsprechende Resolution überreicht.

+++ Gesundheitsministerium: Corona-Tests in Schule, Kita, Pflegeheim +++

27.05.20, 14:29 Uhr

Schüler, Lehrer, Kitakinder und ihre Erzieherinnen könnten künftig verstärkt auf Corona getestet werden. Die geplante Ausweitung von Tests auch auf Menschen ohne Symptome soll sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums unter anderem auf diese Bereiche erstrecken. Wie aus einem Verordnungsentwurf des Ministeriums für erweiterte Tests hervorgeht, könnten demnach künftig "alle Personen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Lebensmittelfirmen (z.B. Schlachthöfen), gastronomischen Einrichtungen sowie Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kitas und Schulen)" getestet werden, wenn dort Fälle mit Covid-19 aufgetreten sind.Der Entwurf sei jetzt innerhalb der Bundesregierung in die Abstimmung gegeben worden, teilte ein Sprecher mit. Die Verordnung solle rückwirkend zum 14. Mai in Kraft treten.

+++ Ministerium veröffentlicht Hygieneplan zu Kita-Öffnungen +++

27.05.20, 14:25 Uhr

Mit einem zwölfseitigen Hygieneplan will Hessens Sozialministerium den Kommunen eine Richtschnur zum geplanten eingeschränkten Kita-Betrieb ab 2. Juni geben. Das teilte Minister Kai Klose (Grüne) in Wiesbaden mit. "Da bei Kindern unter sechs Jahren nicht durchgehend zu erwarten ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern untereinander gewahrt ist ... sind bei der Betreuung ... besondere Schutz- und Hygieneregeln zu beachten", heißt es in dem Papier.

+++ EU-Kommission pumpt Milliarden in Wiederaufbauprogramm +++

27.05.20, 11:30 Uhr

Die EU-Kommission will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung Europas nach der Corona-Krise mobilisieren. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen, wie die dpa aus informierten Kreisen in Brüssel erfuhr. Dafür sollen im Namen der Europäischen Union über Anleihen Kredite am Kapitalmarkt aufgenommen und über Jahrzehnte gemeinsam getilgt werden.

Damit fällt das von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen entworfene Programm noch deutlich größer aus als eine deutsch-französische Initiative für ein 500-Milliarden-Euro-Paket. Mit dem Wiederaufbauplan soll die schlimmste Rezession in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg bewältigt werden.

+++ Gerüchte über Corona-Warn-App sind falsch +++

27.05.20, 11:15 Uhr

Die geplante Corona-Warn-App soll noch vor den Sommerferien fertig werden. Das hat der Software-Entwickler SAP mitgeteilt. Mit der App soll es in Zukunft leichter werden, die Kontakte von Corona-Infizierten nachzuverfolgen. Eine per WhatsApp verbreitete Warnung, dass die App bereits heimlich zwangsinstalliert worden sei, ist dagegen nicht wahr. Der Grund für die Verwirrung ist die technische Schnittstelle, die Google und Apple in den letzten Tagen in ihre Betriebssysteme eingebaut haben. Diese ist bereits jetzt in den Telefon-Menüs sichtbar, aber noch inaktiv.

+++ Kaum noch neue Fälle in einigen Landkreisen +++

27.05.20, 07:45 Uhr

Aus einigen hessischen Landkreisen wurden in den letzten Tagen kaum noch neue Coronavirus-Infizierte gemeldet. Gute Nachrichten unter anderem aus dem Vogelsbergkreis, hier gibt es mittlerweile seit vier Wochen keine einzige neue bestätigte Infektion mehr, wie der Kreis mitteilte. Im Lahn-Dill-Kreis gab es gerade eine Neuinfektion in den letzten sieben Tagen, gleiches gilt für den Odenwaldkreis oder den Landkreis Fulda, das zeigt die Statistik des Sozialministeriums.

+++ Freibäder in Rheinland-Pfalz dürfen jetzt öffnen +++

27.05.20, 07:15 Uhr

Die Freibäder in Rheinland-Pfalz dürfen ab heute öffnen. Aber nicht alle Badbetreiber spielen bei dem verspäteten Saisonstart auch mit. Die Hygieneanordnungen durch die Landesregierung waren erst am Montagabend verschickt worden. Viele Bäder können sie erst in den nächsten Tagen umsetzen.

+++ Bericht: Entscheidung über Reisewarnung soll verschoben werden +++

27.05.20, 06:30 Uhr

Die Bundesregierung wird sich heute laut einem Medienbericht doch nicht mit der Aufhebung der weltweiten Reisewarnung befassen. Grund sei Protest des Bayerischen Ministerpräsidenten Söder, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Regierungskreise. Er persönlich sei skeptisch, was große Urlaubsreisen angehe. In Italien und Frankreich gebe es noch ganz andere Infektionszahlen. Das müsse auf Bundesebene gut überlegt werden, gab Söder zu bedenken.

Das Thema sei nun auf die nächste Kabinettssitzung am 3. Juni verschoben worden. Die Bundesregierung wollte die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. 

+++ Bund und Länder verlängern Kontaktbeschränkungen +++

26.05.20, 19:45 Uhr

Hessen verlängert seine Kontaktbeschränkungen bis zum 5. Juli. Das bedeutet erst einmal: Es dürfen sich weiterhin nur zwei Personen treffen oder Menschen aus zwei Haushalten. Allerdings kam nach dieser hessischen Entscheidung am Abend noch eine Einigung von Bund und Ländern, demnach könnten die Länder ab dem 6. Juni gestatten, dass sich künftig bis zu zehn Personen in der Öffentlichkeit treffen dürfen. Es ist aber noch nicht entschieden, ob und wann Hessen diese Regelung übernimmt.

+++ Spanien gedenkt Corona-Opfern mit zehntägiger Staatstrauer +++

26.05.20, 19:15 Uhr

Mit einer ungewöhnlich langen, zehntägigen Staatstrauer wird Spanien der gut 27 000 Todesopfer der Corona-Pandemie gedenken. Die Trauer werde morgen um 12.00 Uhr mit einer Schweigeminute im ganzen Land beginnen, teilte die linke Regierung am mit. Anschließend sollen die Landesfahnen im ganzen Land auf Halbmast gesetzt werden. Es wird die längste Staatstrauer in Spanien seit dem Ende der Diktatur von Francisco Franco 1975 sein.

+++ Nach Restaurantbesuch in Ostfriesland: Infiziertenzahl steigt +++

26.05.20, 18:10 Uhr

Die Ansteckungskette unter Besuchern eines Restaurants in Ostfriesland hat bislang zu 27 nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus geführt. Fünf neue Fälle seien heute dazugekommen, teilte der Landkreis Leer mit. Den Erkenntnissen nach zählen 23 Infizierte zu der geschlossenen Gesellschaft, die sich am 15. Mai in dem Restaurant in Moormerland getroffen hatte. Die Zahl der Menschen in Quarantäne sei seit Montag von 133 auf 154 gestiegen.

+++ Macron kündigt Plan von acht Milliarden Euro für Autobranche an +++

26.05.20, 18:02 Uhr

Frankreich will die heimische Autobranche mit einem Hilfspaket von mehr als acht Milliarden Euro stützen. Davon werde über eine Milliarde Euro eingesetzt, um die Nachfrage anzukurbeln, sagte Staatschef Emmanuel Macron. Macron kündigte an, dass staatliche Anreize für den Kauf von Neuwagen erhöht werden. Soll solle die Hilfe für den Kauf eines E-Autos auf 7 000 Euro steigen - bisher sind es 6 000 Euro.

+++ Kultusminister Lorz: Schulen noch weit von Normalbetrieb entfernt +++

26.05.20, 17:29 Uhr 

Kultusminister Alexander Lorz (CDU) hat die zahlreichen geplanten Anpassungen des hessischen Schulgesetzes wegen der Corona-Krise verteidigt. Es müsse etliche Sonderregelungen und Öffnungsklauseln geben, damit die Schulen und die Verwaltung auf die Pandemie flexibel reagieren können, sagte der Minister am Dienstag im hessischen Landtag in Wiesbaden. Grundsätzliche Veränderungen der bildungspolitischen Weichenstellungen des Landes seien mit dem Gesetzentwurf nicht geplant.

+++ Verdi fordert Staatshilfe für Karstadt Kaufhof +++

26.05.20, 17:18 Uhr 

Im Ringen um die Rettung der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof fordert die Gewerkschaft Verdi ein Eingreifen des Staates. "Es ist jetzt Zeit für eine politische und finanzielle Unterstützung für die Beschäftigten durch die Politik in den Kommunen, Gemeinden sowie Landesregierungen und der Bundesregierung", sagte Verdi-Verhandlungsführer Orhan Akman. Unterstützung sei auch "in Form von Staatshilfen" erforderlich, betonte Akman. Die Sanierer der Warenhauskette hatten gestern den Gewerkschaftsvertretern ihr Konzept für den kränkelnden Handelsriesen vorgestellt. Laut Sachwalter Frank Kebekus steht mindestens ein Drittel der insgesamt 172 Warenhäuser von der Schließung. Welche Filialen das sind, bleibt weiter unklar.

+++ Weitere Lockerungen in Hessen +++

26.05.20, 15:21 Uhr

Das Corona-Kabinett der Landesregierung hat weitere Lockerungen beschlossen: So dürfen Hotel- und Pensionsgäste in Hessen ab Donnerstag wieder Sauna- und Wellnessbereiche benutzen. Auch weitere bereits angekündigte Lockerungen wurden festgehalten: So dürfen etwa Vereine ab dem 1. Juni Schwimmbäder wieder für Training und Schwimmkurse nutzen. Auch wurde geregelt, dass Kitas zum 2. Juni wieder in einen eingeschränkten Normalbetrieb übergehen können. Alle Verordnungen des Landes zur Corona-Krise wurden ansonsten bis zum 5. Juli verlängert, somit gelten beispielsweise weiterhin die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen oder die Kontaktbeschränkungen.

+++ Bundesrechnungshof sieht geplante Finanzhilfen für Bahn kritisch +++

26.05.20, 15:17 Uhr

Die geplanten Milliardenhilfen für die Deutsche Bahn in der Corona-Krise stoßen im Bundesrechnungshof auf große Bedenken. Die Bundesregierung plant, das Eigenkapital der Bahn um 6,9 bis 8,4 Milliarden Euro zu erhöhen. Der Rechnungshof fordert dagegen, die bundeseigene Bahn zunächst wirtschaftlicher aufzustellen.

+++ EZB: Corona-Pandemie verschärft Risiken für Finanzstabilität +++

26.05.20, 15:00 Uhr

Die Corona-Pandemie verschärft nach Einschätzung von Europas Währungshütern die Risiken und Herausforderungen für die Finanzstabilität im Euroraum. Selbst wenn die Infektionsraten in vielen Ländern inzwischen wieder sinken, hätten die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus die Schwachstellen noch deutlicher zutage gefördert, stellt die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrem halbjährlichen Finanzstabilitätsberichts fest. "Die Pandemie hat einen der schärfsten wirtschaftlichen Abschwünge in der jüngeren Geschichte verursacht, aber weitreichende politische Maßnahmen haben einen finanziellen Kollaps verhindert", erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos in Frankfurt. "Dennoch müssen die Auswirkungen der Pandemie auf die Rentabilitätsaussichten der Banken und die mittelfristigen öffentlichen Finanzen angegangen werden, damit unser Finanzsystem die wirtschaftliche Erholung weiterhin unterstützen kann."

+++ Sechs von zehn EU-Bürgern melden Finanzprobleme wegen Corona +++

26.05.20, 14:52 Uhr

Wegen der Corona-Krise sehen sich sechs von zehn Bürgern in der Europäischen Union in finanziellen Schwierigkeiten. Dies geht aus einer Umfrage im Auftrag des Europaparlaments hervor. Befragt wurden mehr als 21 000 Menschen in 21 EU-Staaten.30 Prozent von ihnen meldeten Einkommensverluste, 23 Prozent sind nach eigenen Angaben von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen, 14 Prozent haben Probleme, Miete, Rechnungen oder Kredite zu begleichen. Jeder zehnte Befragte gab an, Familie oder Freunde um Hilfe gebeten zu haben. Drei Prozent der Befragten sahen sich vor dem Bankrott.

+++ Hessisches Corona-Kabinett kippt Fünf-Quadratmeter-Regel +++

26.05.20, 14:15 Uhr

Das hessische Corona-Kabinett hat die Fünf-Quadratmeter-Regel für die Gastronomie gekippt. Die Regel, dass pro fünf Quadratmeter Fläche in einem Restaurant, in einem Café oder in einer Kneipe nur ein Gast erlaubt ist, fällt von diesem Donnerstag an weg, wie die Staatskanzlei mitteilt. Die Abstands- und Hygieneregeln sollen weiterhin gelten. Bislang war nur ein Gast pro fünf Quadratmeter erlaubt - eine Reglung, die es nur in Hessen gab. Selbst in großen Biergärten oder auf breiten Restaurant-Terrassen konnten deswegen teilweise nur ein paar Gäste an wenigen Tischen sitzen. Wirte mit kleinen Gasträumen machten oft erst gar nicht auf - sie forderten deswegen das Ende der Regelung.

+++ Verbraucherschützer: Weiter keine Klarheit für Reisende +++

26.05.20, 14:00 Uhr

Die geplante Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten bietet nach Einschätzung von Verbraucherschützern keine ausreichende Sicherheit und Klarheit für Urlauber. "Hygieneregeln sollten möglichst europäisch einheitlich sein", forderte Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). "Personen, die zu Risikogruppen gehören, müssen weiterhin von der Reisewarnung umfasst sein, solange es keinen breitenwirksamen und zuverlässigen Impfstoff gibt."

Zudem sollte die Bundesregierung dafür sorgen, dass Urlauber bei unklaren Reiseverhältnissen ihre Restzahlung erst kurz vor Antritt leisten müssten. Unterschiedliche Quarantänebestimmungen, Hygienevorschriften und Kontaktbeschränkungen machten Reisen derzeit kompliziert. "Um Überraschungen und Ärger zu vermeiden, müssen Reiseunternehmen Verbraucher gut und verbindlich beraten und sie ehrlich und transparent darüber aufklären, mit welchen konkreten Einschränkungen sie zu rechnen haben", forderte Müller.

Die geplante Aufhebung der Reisewarnung ab 15. Juni soll rechtzeitig vor der Ferienzeit das Startsignal für grenzüberschreitenden Sommerurlaub in Europa geben.

+++ Ramelow will in der Corona-Krise Rückkehr in Regelmodus +++

26.05.20, 13:47 Uhr

Thüringen will im Juni weitere Corona-Beschränkungen aufheben. Das Land wolle schrittweise aus dem "Krisenmodus in den Regelmodus übergehen", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Er wolle aus den "Allgemeinverordnungen raus". Staatliche Eingriffe in die Privatsphäre der Menschen in ihrer Wohnung lehne er ab - offensichtlich bezog sich Ramelow dabei auf die derzeit bundesweit diskutierten veränderten Kontaktbeschränkungen, die im öffentlichen und privaten Raum gelten sollen. Auch in Thüringen solle weiterhin dort ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, wo sich Menschen zu nahe kämen wie im öffentlichen Nahverkehr, machte Ramelow klar. Auch der Mindestabstand von 1,5 Metern solle weiter eingehalten werden. Die Schritte zu Lockerungen würden in der kommenden Woche beraten. Entscheidungen seien im Kabinett noch nicht getroffen worden.

+++ Sachsen kündigt weitere Corona-Lockerungen ab 6. Juni an +++

26.05.20, 13:44 Uhr

Sachsen will die Einschränkungen in der Corona-Krise ab 6. Juni weiter lockern. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Dresden mit. Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen, Abstandsgebot und Maskenpflicht bleiben aber. Köpping hatte bereits im Vorfeld einen Wechsel im Umgang mit Corona-Einschränkungen angekündigt. Anstelle von Verboten soll es künftig Gebote geben. Ministerin Köpping kündigte Erleichterungen für den Besuch von Alten- und Pflegeheimen an: "Wir wollen mit der neuen Verordnung eine Ermöglichungshaltung schaffen."

+++ 9,5 Milliarden Euro weltweit gesammelt +++

26.05.20, 13:00 Uhr

Die globale Allianz gegen das Coronavirus hat inzwischen 9,5 Milliarden Euro für die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneien gesammelt. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Das sei ein großartiges Ergebnis, so von der Leyen. Sie hatte am 4. Mai eine internationale Online-Geberkonferenz organisiert, bei der zunächst 7,4 Milliarden Euro zusammenkamen. Seither konnten Privatleute, Stiftungen und Regierungen weiter spenden.

+++ Baden-Württemberg will Kitas vollständig öffnen +++

26.05.20, 11:15 Uhr

Die Kitas in Baden-Württemberg sollen spätestens Ende Juni wieder vollständig öffnen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur, gemeinsam mit den Kommunen und den Trägern werde zügig ein Rechtsrahmen erarbeitet, um "spätestens bis Ende Juni die Kitas wieder vollständig öffnen zu können".

Sie stützte sich dabei auf erste Erkenntnisse aus einer Studie zu Kindern und dem Coronavirus, an der die Uniklinik Heidelberg mit Partnern arbeitet. Diese Studie gebe Signale, wonach Kinder bis zehn Jahre als Überträger des Virus nur eine untergeordnete Rolle spielen, erklärte Eisenmann. Deshalb werde jetzt auch ein Konzept für die weitere Öffnung der Grundschulen entwickelt.

+++ Slowenien öffnet Grenzen für Touristen +++

26.05.20, 11:00 Uhr

Slowenien öffnet seine Grenzen für Urlauber und Geschäftsreisende aus den anderen EU-Ländern. Eine entsprechende Verordnung, die heute in Kraft tritt, erließ die Regierung gestern Abend, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA. Die Regelung gilt auch für EU-Bürger, die eine Immobilie in Slowenien besitzen. Die betroffenen Personen können ohne Auflagen (wie den Vorweis eines Corona-Tests oder Quarantänepflichten) nach Slowenien einreisen und sich dort aufhalten.

Das zwischen Alpen und Adria gelegene Land hat eine 46 Kilometer lange Meeresküste mit gut ausgebauter touristischer Infrastruktur. Bei der Bewältigung der Corona-Pandemie erwies Slowenien sich bislang als erfolgreich. In den letzten zwei Wochen verzeichneten die Gesundheitsbehörden nur wenige Neuansteckungen.

+++ Deutsche Post bietet Mitarbeitern Tests an +++

26.05.20, 07:25 Uhr

Die Deutsche Post will als erstes Großunternehmen in Deutschland umfassende Coronavirus-Tests unter Mitarbeitern durchführen. Wie die "Rheinische Post" berichtet, könnten mehr als 10.000 Angestellte das Angebot wahrnehmen, vor allem in größeren Paket- und Briefverteilzentren.

Die Deutsche Post habe bereits rund 4.000 Mitarbeiter getestet, nachdem es in deren direktem Umfeld zu einer Infektion mit dem Coronavirus gekommen sei. Auffällig sei gewesen, dass bei diesen Tests eine unerwartet hohe Anzahl von Infizierten gefunden worden sei, die keinerlei Symptome gezeigt hätten, sagte Vorstandsmitglied Mayer der "Rheinischen Post". Es sei daher zu vermuten, "dass wir mehr infizierte Menschen im Umkreis unserer Betriebsstätten haben als bisher vermutet".

+++ So viele Krankschreibungen wie seit 20 Jahren nicht mehr +++

26.05.20, 06:40 Uhr

Der Techniker Krankenkasse (TK) zufolge haben sich im März so viele Arbeitnehmer krank gemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Wie eine Auswertung der Kasse, die der Funke Mediengruppe vorliegt, zeigt, lag der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter bei 6,84 Prozent. Der Höchststand im vergangenen Jahr lag den Angaben zufolge bei 5,30 Prozent.

Als Grund für die Krankschreibung wurden vor allem Erkältungskrankheiten genannt, hieß es. Der Chef der TK, Jens Baas, vermutet, dass ein großer Anteil des überdurchschnittlich hohen Krankenstandes mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Corona-Pandemie zu erklären ist.

+++ Bundesregierung will Reisewarnung aufheben +++

26.05.20, 06:30 Uhr

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehören dazu das aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Das geht aus dem Entwurf für ein Eckpunktepapier mit dem Titel „Kriterien zur Ermöglichung des innereuropäischen Tourismus“ hervor, der möglicherweise bereits am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll und der dpa vorliegt.

+++ Covid-19-Medikament ABX464 wird in Deutschland getestet +++

25.05.20, 15:21 Uhr

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn hat den Wirkstoff ABX464 zur klinischen Prüfung mit Covid-19-Patienten zugelassen. Das bestätigte ein Behördensprecher. Das mögliche Medikament wird von dem französischen Biotechunternehmen Abivax SA erprobt. Das BfArM hat derzeit nach eigenen Angaben 22 klinische Prüfungen im Kontext von Covid-19 genehmigt.

Nach Abivax-Angaben geht es um eine placebokontrollierte Studie zur frühzeitigen Behandlung von 1034 älteren Covid-19-Patienten oder Hochrisikopatienten. Davon sollten 200 in Deutschland rekrutiert werden, teilte das BfArM mit. Die Studie soll ergründen, ob ABX464 die Vervielfältigung des Virus bei diesen Patienten unterbinden kann. Vor allem geht es aber darum zu schauen, ob der Wirkstoff die oft beobachte Überreaktion des Immunsystems verhindern kann, die dann zu gefährlicher Atemnot führt.

+++ Große Mehrheit: DFB-Bundestag stimmt für Fortsetzung der 3. Liga +++

25.05.20; 15:21 Uhr

Die Saison der 3. Fußball-Liga wird wie geplant am 30. Mai fortgesetzt. Auf dem Außerordentlichen Bundestag stimmten 222 der 250 Delegierten für eine Fortsetzung der Spielzeit. Das entsprach einer Zustimmung von 94,87 Prozent.

+++ Mediziner: Corona lässt sich nicht immer mit Abstrich nachweisen +++

25.05.20; 15:11 Uhr

Eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 lässt sich Wissenschaftlern zufolge nicht immer über einen Abstrich aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum nachweisen. Diese gängige Form des Testens könne selbst bei einer Corona-Infektion negativ ausfallen, berichten Mediziner des Universitätsklinikums Freiburg in der "Deutschen Medizinischen Wochenschrift" (DMW). Dies zeige ein Infizierter aus Freiburg, bei dem drei Rachenabstriche negativ ausgefallen seien. Die Experten empfehlen daher die Analyse weiterer Proben aus dem Stuhl oder aus tiefem Atemwegssekret, wenn der übliche Abstrich trotz begründetem Verdacht wiederholt negativ ausfalle.

+++ Virologe: Corona-Richtlinien mit Blick auf Aerosole überdenken +++

25.05.20, 14:29 Uhr

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus sollte nach Ansicht des Virologen Christian Drosten ein stärkeres Augenmerk auf feinste Schwebeteilchen in der Luft - sogenannte Aerosole - gelegt werden. Der Charité-Wissenschaftler verwies im Deutschlandfunk auf wissenschaftliche Erkenntnisse und sagte, es verstärke sich der Eindruck, dass es zusätzlich zur Tröpfcheninfektion eine deutliche Komponente von Aerosol-Infektionen gebe. "Ab irgendeinem Zeitpunkt brauchen wir einfach vielleicht auch eine große Überarbeitung unserer jetzigen Richtlinien anhand neuaufkommender Vorstellungen zum Infektionsmechanismus." Dazu müsse man jetzt anerkennen, dass die Aerosolübertragung eine wichtige Rolle spiele. Mit Blick auf geschlossene Räume sagte Drosten, "im Alltag sollte man sich eher vielleicht aufs Lüften konzentrieren und weniger auf das ständige Wischen und Desinfizieren".

+++ Bald bis zu 10 Personen im Freien erlaubt? +++

25.05.20, 12:40 Uhr

Die Bundesregierung will weitere Lockerungen für private Treffen beschließen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend und berufen sich dabei auf eine Beschlussvorlage aus dem Bundeskanzleramt. Demnach sollen ab dem 6. Juni Treffen von bis zu zehn im Freien sowie auch in geschlossenen Räumen wieder möglich sein. Damit wäre die Regel "nur Personen aus zwei verschiedenen Haushalten" hinfällig. Die Zahl der Menschen, zu denen man Kontakt hat, soll aber demnach möglichst gering gehalten werden. Weiterhin gelte bei allen Maßnahmen weiterhin Abstand halten und unter Umständen auch Maske tragen, immer abhängig von den Infektionszahlen in der Region. Über diese möglichen Lockerungen sprechen jetzt zuerst die Chefs der Staatskanzleien der Bundesländern mit Kanzleramtsminister Helge Braun - danach entscheidet das Corona-Kabinett der Bundesregierung. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, Kanzlerin Merkel sei jedoch dafür, dass es zu Abstand, Kontaktbeschränkungen und Hygieneregeln weiterhin "verbindliche Anordnungen geben soll". Sie halte es für falsch, dabei nur auf Gebote zu setzen.

+++ Deutschland rutscht in eine Rezession +++

25.05.20, 08:30 Uhr

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im ersten Vierteljahr gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bestätigte damit erste Daten. Der Einbruch zum Jahresanfang war der stärkste Rückgang im Quartalsvergleich seit der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 und der zweitstärkste seit der deutschen Wiedervereinigung.

+++ Bahn-App soll vor vollen Zügen warnen +++

25.05.20, 06:45 Uhr

Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App in der Corona-Krise vor zu vollen Zügen warnen. Der "Spiegel" berichtet unter Berufung auf Konzernkreise, der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn seien so umprogrammiert worden, dass Nutzer Züge mit einer Auslastung von 50 Prozent und mehr angezeigt bekämen. Sie sollten damit die Möglichkeit erhalten, auf weniger frequentierte Verbindungen zuzugreifen. Auf diese Weise solle der Passagierfluss besser gesteuert werden, damit in den kommenden Wochen keine gefährlich engen Situationen in den Zügen entstünden. Wenn die Reservierungen trotz dieses Warnhinweises auf einer bestimmten Verbindung weiter zunehmen sollten, verhinderten es die App und die Buchungsseite künftig, dass dieser Zug noch gebucht und reserviert werden könne. Diese Funktion soll den Angaben zufolge in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Laut "Spiegel"-Bericht kann trotz App jeder, der zum Bahnhof geht, auch weiterhin in einen vollen Zug einsteigen, für den die App keine Fahrkarte mehr verkauft oder keine Reservierung vornimmt.

Alle Lockerungen im Überblick

Inhalt wird geladen

Interaktive Karte: Die Ausbreitung des Coronavirus im Überblick

NORDHESSEN

Inhalt wird geladen

OSTHESSEN

Inhalt wird geladen

MITTELHESSEN

Inhalt wird geladen

RHEIN-MAIN

Inhalt wird geladen

WIESBADEN & MAINZ

Inhalt wird geladen

SÜDHESSEN

Inhalt wird geladen

Mehr Informationen rund um das Coronavirus

Inhalt wird geladen
Inhalt wird geladen
Inhalt wird geladen
Inhalt wird geladen
Inhalt wird geladen
Inhalt wird geladen
nach oben